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Die richtige Wahl der Projektionswand

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Die richtige Wahl der Projektionswand

Bei einer Präsentation steuern Projektionswände ihren wesentlichen Teil bei. Durch einen richtige Projektionswand wird die Qualität der projizierten Bildes wesendlich unterstützt und ggf. verbessert. Damit die Botschaft beim Publikum richtig ankommt ist eine perfekte Bildqualität notwendig.

Die Entwicklungen im EDV-u. Elektroniksektor haben in hohem Maße zur enomen Verbesserung von Projektoren beigetragen. Weil sich die Lichtausbeute, der Kontrast und die Auflösung immer weiter erhöht hat, wurde die Qualität des projizierten Bildes immer besser. Ein guter Projektor ist aber nicht alles. Nur wenn Projektor und Projektionswand optimal aufeinander und auf den Einsatzzweck abgestimmt sind, läßt sich eine optimale Bildqualität erzielen. Deshalb ist die Wahl der richtigen Projektionswand und Tuchsorte ein ganz wesendlicher Schritt zur Erzielung des besten Projektionsergebnisses.

Nachstehend werden die wichtigsten Auswahlkriterien erläutert.Da aber jede Situation wieder anders ist als die vorherige, sind diese als Richtlinien zu beachten.

Der richtige Typ

Der erste Schritt ist die Bestimmung des richtigen Projektionswandtyps. Ob eine Stativwand oder eine - eventuell elektrische - Projektionswand für Wand-oder Deckenmontage den Vorzug verdient, richtet sich nach der jeweiligen Situation und Ihrem persönlichen Geschmack. Ganz allgemein gilt, daß für einen permanenten Vorführungsraum eine Projektionswand für Wand- oder Deckenmontage den Vorzug verdient. Wenn in verschiedenen Räumlichkeiten projiziert werden muß, ist eine Stativ- oder tragbare Projektionswand die bessere Wahl.

Die richtige Größe

Ein wichtiger Aspekt einer Projektionswand ist ihre Größe. Da gegenwärtig neben der Videoprojektion immer öfter auch Datenmaterial projiziert wird, muß die Projektionswand nicht nur groß genug sein, um alles einwandfrei sehen zu können, sondern noch wichtiger ist es, daß die Texte und Zahlen auch deutlich zu lesen sind. Die richtige Projektionswandgröße läßt sich anhand folgender Formel ermitteln:

  • die Höhe der Projektionswand soll etwa eine Sechstel der Entfernung von der Projektionswand bis zur letzten Sitzreihe betragen.
  • der untere Rand der Projektionswand ist in einer Mindesthöhe von etwa 1,25m über den Boden anzuordnen
  • von der Projektionswand bis zur ersten Sitzreihe ist eine Abstand von ungefähr der doppelten Projektionswandhöhe einzuhalten

Das richtige Format

Je nach Projektionsverfahren hat das Bild ein bestimmtes Breite/Höhe-Verhältnis, das auch als Seitenverhältnis oder Bildformat bezeichnet wird. Für das ansprechendste Ergebnis empfiehlt sich, eine Projektionswand mit dem selben Seitenvehältnis wie das projizierte Bild zu nehmen. Alle Projektionswände im Standardbildformat sind mit Rändern an den breiten Seiten und in Video- oder Breitbildformaten mit einer breiten Umrandung versehen. Durch diese schwarze Ein- bzw. Umrandung wird der Wahrnehmungskontrast verstärkt und das projizierte Bild sauber eingerahmt.

Wir liefern folgende Projektionswand-Formate:
  • Standardformat 1:1
  • Videoformat 4:3
  • Diaformat 3:2
  • Breitbildformat 16:9

Das richtige Tuch

Auch mit dem besten Projektor kann das Publikum das projizierte Bild erst dann deutlich sehen und lesen, wenn es auch klar und scharf reflektiert. Und genau darin liegt der Mehrwert der Projektionswand. EIne Projektionswand reflektiert nicht nur, sondern sie kann das projizierte Bild auch in einer bestimmten Richtung reflektieren und sogar verteilen. Und wozu das projizierte Bild über den ganzen Raum streuen, wenn das Publikum in einem begrenzten Sichtfeld sitzt?
Die Eigenschaft der Projektionswand, Licht in einer bestimmten Richtung zu streuen, hat direkte Folgen für den Sichtwinkel und die Helligkeit des Bilds. Diese wahrgenommene Helligkeit wird oft als Reflektionswert oder Leutchtdichte (gain) bezeichnet.
Eine Projektionswand mit großen Sichtwinkel streut das Licht gleichmäßig über ein breites Sichtfeld, bietet aber eine begrenzte Leuchtdiche. Projektionswände mit kleinerem Sichtwinkel bieten dagegen eine höhere Leuchtdichte.
Deshalb wird die Wahl der richtigen Tuchsorte direkt vom Einsatzzweck bestimmt. Dabei spielen mehrere Umgebungsfaktoren eine Rolle.

    Der Projektor
    • Jeder Projektor hat seine spezifische Lichtausbeute (ANSI-Lumen). Je nach der Lichtausbeute kann eine Tuchsorte mit einer höheren oder niedrigeren Leuchtdichte erwünscht sein. Wenn mehrere Projektionsverfahren zur Anwndung kommen sollen, sollte die Tuchsorte auf das Projektionsverfahren mit der geringsten Lichtausbeute abgestimmt werden

    Das Umgebungslicht
    • Alles Licht, das nicht aus dem Projektor stammt, kann die Bildqualität beeinträchtigen. Wo sich die Lichtverhältnisse der Umgebung nicht beherrschen lassen, empfiehlt es sich, eine Tuchsorte mit höher Leuchtsichte zu nehmen.

    Der Projektionsraum
    • Der Winkel, unter dem die Zuschauer auf das Bild blicken, wird durch die Sitzanordnung bestimmt. Je breiter die Sitze über den Raum verteilt sind, umso größer muß der Sichtwinkel der zu empfehlenden Tuchsorte sein.

Um für jeden Projektionseinsatz und -raum die passende Projektionswand zu bieten, wurden mehrere Projektionstuchsorten entwickelt. Alle diese Tuchsorten werden nachstehend jeweils mit ihren spezifischen Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten erläutert.

Diffus reflektierende Tuchsorten:
(Typ D)

Diffus reflektierende Tuchsorten

Mattscheibe, Mattweiß S, Mattweiß M, Mattweiß P, Da-Tex

Optische Eigenschaften:
Diffus reflektierende Tuchsorten verteilen das projizierte Licht gleichmäßig über einen breiten horizontalen und vertikalen Sichtwinkel. Ihre Leuchtdichte beträgt 1 (gain).

Anwendung:
Projektionswände mit diffus reflektierendem Tuch sind für ihre vielseitige Einsatzfähigkeit bekannt. Sie sind die richtige Wahl für alle Einsätze, bei denen ein breiter Sichtwinkel erforderlich ist oder ein Projektor mit hoher Lichtausbeute verwendet wird.

Specular reflektierende Tuchsorten:
(Typ S)

Specular reflektierende Tuchsorten

Datalux, Datalux F, Datalux S, Datalux M, Pearlescent, Etalux

Optische Eigenschaften:
Durch eine spezielle Deckschicht wird ohne nennenswerte Einbußen des Sichtwinkels eine erhöhte Leuchtdichte erzielt. Merkmal ist die Reflexion des auf die Projektionswand projizierten Lichts wie bei einem Spiegel. Die Winkel sind zwar gleich, aber der Albstrahlwinkel ist den Auftreffwinkel entgegengesetzt.

Anwendung:
Specular reflektierende Projektionswände sind für Projektionseinsätze entwickelt worden, bei denen sowohl ein breiter Sichtwinkel als auch erhöhte Reflexion erforderlich ist. Zum Beispiel für Fälle, in denen wegen hoher Umgebungshelligkeit und niedriger Projektorleistung eine erhöhte Leuchtdichte erforderlich ist. Aufgrund ihrer reflexiven Eigenschaft eignet sich diese Tuchsorte vorzugsweise für Projektionsräume mit einem an der Decke aufgehängten Projektor.

Retro-reflexive Tuchsorten:
(Typ B)

Retro-reflexive Tuchsorten

High Power

Optische Eigenschaften:
Das besondere Merkmal von retro-reflexiven Projektionswänden sind in der Projektionsfläche imprägnierte winzige Glaskörner. Das Ergebnis ist eine unübertroffene Helligkeit bei durchschnittlichem Sichtwinkel. Retro-reflexives Tuch reflektiert das projizierte Licht zum größten Teil zurück in Richtung des Projektors; der Auftreffwinkel ist dem Abstrahlwinkel gleich.

Anwendung:
Retro-reflexive Tuchsorten eignen sich hervorragend für Einsätze mit begrenztem Sichtwinkel und viel Umgebungslicht. Wenn der Projektor auf gleicher Höhe wie das Publikum aufgestellt ist, sind retro-reflexive Tuchsorten die richtige Wahl, da das projizierte Licht überwiegend in Richtung des Projektors verteilt wird.

Tucheigenschaften für VariVision
Mattweiß S: Doppelseitig laminiertes Vinyl auf Glasgewebematerial mit schwarzer Rückseite;
Reflexionswert 1,0,Sichtwinkel 50 ° L//R, Gewicht ca.425 gr/m2 und Dicke ca.0,34 mm.
High Contrast S :Doppelseitig beschichtetes graues Vinyl auf Glasgewebematerial mit schwarzer
Rückseite; hoher Reflexionswert 1,0,Sichtwinkel 45 ° L//R, Gewicht ca.540 gr/m2 und Dicke ca.0,36 mm. Projektionstuch(-tücher)erfüllt/erfüllen die Auflagen für Brandschutz bei Baustoffen und Bauteilen.

Brandschutzverhalten

Die Baustoffe werden nach ihren Brandverhalten in folgende
Klassen eingeteilt (DIN 4102 Teil 1):

A, A1, A2 nicht brennbare Stoffe
B brennbare Stoffe
B1 schwerentflammbare Baustoffe
B2 normalentflammbare Baustoffe
B3 leichtentflammbare Baustoffe

Die Bildwände entfallen dabei auf die Baustoffklasse B und
entsprechen im Verhalten der Zertifizierung B2. Der Forderung
nach schwerentflammbarer Ausführung, die teilweise lt.
Versammlungsstätten - Verordnung gefordert wird, können
wir als Sonderlösung im Einzellfall durch Oberflächenveredelung
entsprechen.

Lebensdauer

Basierend auf Erfahrungswerten und durchschnittlicher
Beanspruchung treffen für unsere Bildwände folgende
Aussagen zu:

  Nichraucherraum Raucherraum
Folienbasis
Gewebebasis
Glasfiberbasis
Folienbasis
Gewebebasis
Glasfiberbasis
Folienbasis
Gewebebasis
Glasfiberbasis

Reinigung

Eine 100% Reinigung einer Bildfläche ist nicht möglich, weil der
Schmutz durch Reinigung nur verteilt wird und dauerhafte Spuren
und Schattierungen hinterlassen kann. Für kleinere Verschmutzungen
beachten Sie bitte folgende Ratschläge:

  • Oberfläche auf Folienbasis kann mit einer nicht aggressiven
    Flüssigkeit gereinigt werden (z.B. Handreinigungsseifen)
  • Oberfläche auf Folien- und Textilbasis mit Beschichtung kann
    nicht gereinigt werden.
  • Oberfläche auf Glasfiberbasis kann trocken gereinigt werden.
  • Einige Schmutzstellen auf bestimmten Oberflächen können
    mit einem weichen Radiergummi oder aber mit der Rückseite
    eines Klebebandes entfernt werden.

Sicherheitsaspekte

DIN 19045 Teil 5 = maßgebliche DIN-Norm

wie für alle sicherheits- und maschinentechnischen Einrichtungen
gilt auch für Lichbildwände die Prüfvorschrift nach UVV, DIN und
VGB70. Es sind weit mehr als 100 DIN-Normen, nach denen wir
arbeiten.

Hier einige Beispiele aus den umfangreichen Vorgaben Sicherheits-
schalter und Not-Aus-Schalter gemäß VDE 0100, 0660 Teil 1 /0869§5b.6, 0100/05-73§60 Motor- und Handbetrieb, soweit vorhanden, dürfen
nicht gleichzeitig möglich sein.

  • Absenk- und Hebegeschwindigkeit dürfen 250 mm/s
    nicht überschreiten.
  • Vertikale Bewegungssicherung z.B. durch selbst-
    hemmende Getriebe und Fangvorrichtung

Endstandsbegrenzung

  • mechanisch, z.B. durch Auflaufbremse oder Fangvorrichtung
  • elektrisch, z.B. durch Sicherheitsendschalter im Haupt- oder Steuerstromkreis

CE-Kennzeichnung

CE-Zeichen ist ein Handelszeichen am Produkt, welches
dokumentiert, daß ein Produkt Sicherheitsanforderungen von Harmonisierungsrichtlinien erfüllt.

Die wichtigsten Harmonisierungsrichtlinien sind:

  • Maschinenrichtlinien
    Schutz der Menschen vor mechanischen Schäden
    (Scheren, Klemmen, etc.)
  • EMV-Richtlinien
    für alle Produke, in denen Energie gespeichert werden
    kann, hierzu zählt auch Federenergie
  • Niederspannungsrichtlinie
    für alle Produkte, die über einen elektrischen
    Antrieb verfügen

Entscheidend bei der CE-Kennzeichnung ist die technische
Dokumentation. D.h.

  • der Nachweis für die Erfüllung der angegebenen
    Richtlinien und Normen im Schadensfall über interne
    und externe Prüfberichte, Berechnungen etc.
  • eine Gebrauchsanleitung des Produktes, die so gestaltet ist,
    daß der Benutzer in Bedienung und Montage geführt wird, Sicherheitsvorgaben in den Vordergrund kommen und der
    Hersteller sich zu erkennen gibt (Anschrift).

Wichtige Informationen zur Justierung der Endabschaltpunkte bei Motorleinwänden

Bitte vor der Installation lesen !

Wir möchten darauf hinweisen, dass das Justieren der Endabschaltpunkte bei einer Motorleinwand zu irreparablen Schäden am Leinwandtuch sowie beim Motor selbst führen kann und nur durch einen autorisierten Elektrofachmann vorgenommen werden darf.

Wird der Tuchvorlauf um mehr als 10 - 15 cm verkürzt, verliert das Tuch seine stabile Planlage.

Verlust der Tuchplanlage, Beschädigung des Tuchmaterials oder Motordefekte verursacht durch Veränderung der Endabschaltpunkte unterliegen nicht den Garantieansprüchen, das heißt, jeglicher Garantieanspruch erlischt dadurch.

Richtige Vorgehensweise zum Justieren der Motorleinwand-Endabschaltpunkte:

Die Endabschaltpunkte befinden sich unterhalb des Motorleinwandgehäuses auf der Seite des Stromanschlusses.

Unter dem „Label-Aufkleber“ (bitte vorsichtig durchstoßen) befinden sich zwei Lochöffnungen. Zum Justieren benötigen Sie einen  4 mm Imbusschlüssel. Hierbei entspricht eine Umdrehung ca. 2 cm Längenveränderung.

Hintere Lochöffnung (nahe Leinwandtuchauslaßöffnung) = Unterer Endabschaltpunkt

Drehen Sie den Imbusschlüssel gegen den Uhrzeigersinn um die Tuchlänge zu erhöhen. ACHTUNG: Nicht die angegebene Gesamtuchlänge überschreiten, da sonst das Tuch von der Motorrolle herunterfallen kann! Um die Tuchlänge zu kürzen, drehen Sie den Imbusschlüssel im Uhrzeigersinn.

Vordere Lochöffnung (erste Öffnung von Ihnen ausgesehen) = Oberer Endabschaltpunkt

 


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