Displaytechnik - LCD vs. Plasma
- Displaytechnik - LCD vs. Plasma
- Einsatzgebiete Public Displays
- Plasma-TV Kaufberatung
- Marktanteile der Plasma-Panel-Hersteller
- Plasma-TV - Technische Unterschiede zur Röhre
- Unterschiede Plasma-TV - LCD-TV
- Plasma- und LCD-TV - Vor- und Nachteile
- Plasma-TV oder LCD-TV? Empfehlungen
- "Überstrahlende Pixel" im Plasma-Panel
- Farbtiefe, darstellbare Plasma-Farben (Farbraum)
- Anzahl Graustufen im Plasma-Panel
- Plasma-TV und Kontrast
- Schwarzwert des Plasma-TV
- "Tote Pixel" im Plasma-Panel
- Leuchtstärke des Plasma-Panels
- Klangleistung von Plasma-TV-Geräten
- Stromverbrauch von Plasma-TV-Geräten
- Anschlüsse und Digitaltechnik
- Bedienungskomfort von Plasma-TV-Geräten
- Media-Receiver / Videokarte / TV-Tuner-Box
- Einbrennen von Plasma Displays
Displaytechnik - LCD vs. Plasma
Im Bereich der professionellen Medientechnik kommen großformatige Displays (> 30 Zoll Diagonale) - so genannte Public Displays - verstärkt zum Einsatz.
Aufgrund der verbesserten Produkteigenschaften, größeren Formate und der günstigeren Preise werden vermehrt Konferenzräume, Steuerzentralen, öffentliche Bereiche (Kongresszentren, Flughäfen, Messen, Museen, Warteräume) und Geschäfte (Point-of-Sale) mit Public Displays ausgestattet.
Bei Public Displays sind zwei Technologien dominierend: die LCD-Technologie und die Plasma-Technologie. Je nach Einsatzgebiet bieten beide Technologien Vorteile.
Vorteile LCD-Displays- bei Bilddiagonalen bis 40 Zoll bieten LCD-Displays bereits hohe Auflösungen (Detailgenauigkeit) und bessere Leistungsdaten (Helligkeit, Kontrast etc.)
- bei Bilddiagonalen bis 40 Zoll haben LCD-Displays einen klaren Preis-Leistungsvorteil
- in heller Umgebung (Flughafen, Fertigungsstätten, Wartebereich, Kaufhaus etc.) sind LCD-Displays heller und Kontrast reicher
- LCD-Displays sind leichter
- LCD-Displays sind weniger empfindlich für Einbrenn Effekte bei Standbildern
- bei Bilddiagonalen ab 40 Zoll haben Plasma-Displays in der Regel einen Preis-Leistungsvorteil
- Plasma-Technologie bietet die Möglichkeit größere Formate (derzeit bis 103 Zoll) bei gleich bleibender Bildqualität (Auflösung, Helligkeit, Kontrast) zu realisieren
- Grauabstufung ist detaillierter (derzeit bis 4.096 Stufen) dadurch ist differenzierterer Helligkeitsverlauf darstellbar
- schnellerer Bildaufbau - dadurch werden Bewegtbilder "schlierenfrei" dargestellt
- natürlichere Farbwiedergabe und homogene Farbverläufe (Darstellung von bis zu 86 Mrd. Farben - LCD 16,7 Mio.)
- Plasma-Displays sind in abgedunkelter Umgebung deutlich Kontrast reicher (derzeit bis 10.000:1) und vermitteln ein plastischeres Bild
Bei weiteren (in der Vergangenheit angeführten) Argumenten wie Stromverbrauch und Lebenserwartung (derzeit ca. 60.000 Std. Halbwertszeit) haben sich die beiden Technologie weitestgehend angenähert.
Je nach Einsatzgebiet, -zweck und -ort des Public Displays gibt es Präferenzen für die eine oder andere Display-Technologie.
Gerne beraten wir Sie bei der Auswahl des geeigneten Displays und der dazugehörigen Lösungen.
Einsatzgebiete Public Displays
Messen und VeranstaltungenEine der beliebtesten Einsatzgebiete für Public Displays sind Messen und Veranstaltungen. Gegenüber der Projektion erreichen Sie mit Public Displays auch in heller Umgebung große Aufmerksamkeit bei ihren Besuchern speziell bei Anordnung von mehreren Displays zu einer großen Wand. Gerne vermitteln wir Ihnen einen Kontakt zu einem Vermieter für Messe– und Eventtechnik.
Empfangsbereich / Wartezimmer
Mit einem großformatigen Display werten Sie ihren Empfangsbereich auf, bieten ihren Gästen Unterhaltung und können zusätzlich ihre Kunden mit Informationen rund um ihr Unternehmen und ihre Produkte versorgen.
Besprechungsraum
Für kleinere Besprechungsräume ist ein großformatiges Display eine interessante Alternative zum Projektor.
Info-Terminal / Leit-SystemePublic Displays eignen sich hervorragend für den Einsatz als interaktive Info-Terminals und Leit-Systeme für Besucher, Tagungsgäste und Kunden-Gruppen. Sehr einfach kann über eine zentrale Ansteuerung der Inhalt zugespielt bzw. verändert werden.
POS-Einsatz / Digital Signage
Immer beliebter wird der Einsatz von Public Displays zur Steigerung des Umsatzes am Verkaufsort (Point-of-Sale).
Eine Erweiterung des POS-Einsatzes stellen dabei Digital Signage Anwendungen dar. Hier werden die Display-Inhalte von einem zentralen Punkt aus koordiniert und eingespeist. Je nach Tageszeit und Ort können so "pünktlich" die passenden Angebote an die Kunden kommuniziert werden.
Technische änderungen und Irrtümer unter Vorbehalt.
Plasma-TV Kaufberatung
Unter der Bezeichnung "Plasma-TV-Geräte" oder "Plasma-Display" (oder PDP = Plasma Display Panel) werden allgemein die beiden dominierenden Gruppen der neuen Flach-TV-Geräte zusammengefasst. Sie definieren sich zum einen über die Plasma- und zum anderen über die LCD-Technologie. Wir passen uns hier dem Sprachgebrauch an und sprechen im Folgenden immer von "Plasma-TV", auch wenn dies technisch nicht ganz richtig ist, denn es gibt ja wie gesagt auch "LCD-TV".
Verglichen mit dem guten alten Röhrenfernseher ist ein Plasma-TV-Gerät heute bei vergleichbarer Bildgröße noch immer etwa 2- bis 4-mal teurer. Es kann also ein durchaus lohnender Aufwand sein, sich vor dem Kauf intensiv zu informieren. Dies ist immer noch die beste Gewähr, der Gefahr eines Fehlkaufes vorzubeugen. Der Beratungsbedarf im Handel ist entsprechend groß. Dennoch hören wir immer wieder, dass potentielle Käufer mit ein paar Allgemeinfloskeln abgespeist werden und dann angesichts der hohen Investitionssumme im wahrsten Sinne des Wortes "ratlos" dastehen. Dem wollen wir hier abhelfen. Steigen Sie ein in unsere Kaufcheckliste für Plasma-TV-Geräte!
Marktanteile der Plasma-Panel-HerstellerAnders als beim konventionellen "Röhrenfernseher" handelt es sich bei der Herstellung von Plasma- und LCD-Displays um immense Investitionssummen für die Hersteller. Entsprechend bewacht jeder Hersteller seine technischen Innovationen auf diesem Gebiet und versucht, seinen Vorsprung zu halten und auszubauen. Die Folge: An sogenannte OEM-Kunden (OEM steht für Original Manufacturer Equipment), das sind die Marken, die keine eigene Fertigung haben, geben die Hersteller meist nur die jeweils vorletzte oder vorvorletzte Generation der eigenen Entwicklung ab. Es lohnt sich also auch für Endverbraucher zu wissen, welche Marke denn eigentlich selbst produziert und welche Marke nur ihr Label auf die Plasma-TV-Geräte aufbringt. Für das Gesamtjahr 2005 prognostiziert DisplayBank, dass weltweit rund 6,5 Millionen Plasma-Displays abgesetzt werden. Das wären rund 81 % mehr als 2004. Soweit aus den nur spärlich veröffentlichten Informationen zu schließen ist, gibt es für Plasma-TV weltweit nur 5 Produzenten von Bedeutung:: die Koreaner Samsung SDI und LG Electronics sowie die drei japanischen Hersteller Hitachi/Fujitsu, Pioneer/NEC und Matsushita (Panasonic). Bei den übrigen Marken kann man also davon ausgehen, dass sie mangels eigener Produktionsanlagen derzeit auf Joint Ventures oder OEM-Zukäufe angewiesen sind. So hatte Sony Ende 2003 ein Joint-Venture mit Samsung geschlossen, um eine gemeinsame Fabrik für Plasma-TV-Geräte zu bauen. Aktuell scheint man sich bei Sony aber wieder mehr auf LCD zu konzentrieren. Selbst bei den derzeit boomenden Ansatzzahlen scheint das Geschläft mit Plasma-Displays nicht unproblematisch zu sein. Nach einer Meldung von CE&TRADE vom Juni 2005 hat sich Fujitsu aus der Plasma-Display-Fertigung zurückgezogen. Lesen Sie auch in den News unter Flache Fernseher, wie sich die Marktanteile durch den Übernahme-Deal von Pioneer (Kauf der kompletten Plasma-Fertigung von NEC einschließlich der die Plasma-Technologie betreffenden Patente von NEC) verändert haben.
Plasma-TV - Technische Unterschiede zur RöhreRöhren-Fernseher arbeiten mit einer Kathodenstrahlröhre. Dabei schreibt ein Elektronenstrahl (Kathodenstrahl) das Video- bzw. TV-Bild auf eine mit Phosphor beschichtete Frontscheibe eines luftleeren Glaskolbens. Diese Funktionseinheit - landläufig als Bildröhre bezeichnet - ist sehr schwer und tief, so dass sich maximal Bilder mit einer Diagonale von 36 Zoll (= 92 cm) darstellen lassen. Das gesamte Verfahren der Bildreproduktion ist analog, was zwar gewisse Vorteile hat (mehr dazu im Folgenden), sich jedoch mit fortschreitender Digitalisierung der Bildquellen zunehmend auch als nachteilig erweist. Ein typischer Plasma- oder LCD-TV ist maximal 8-10 cm flach und bietet bei ordentlicher Bildqualität bereits Bilddiagonalen von 50 Zoll (= 127 cm oder 112 cm Bildbreite), in einigen Fällen sogar bereits 60 Zoll (=152 cm oder ca. 133 cm Bildbreite) - Standard ist 42 Zoll (=107 cm oder ca. 93 cm Bildbreite). Plasma-TV-Geräte gibt es ebenso wie hochwertige Röhren-Fernsehgeräte praktisch nur noch im 16:9-Format. Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Unterschiede zwischen "Röhre" und Plasma-TV:
| Röhren-Fernseher | Plasma-Fernseher | |
| Gewicht | 50 - 60 kg | 50 - 60 kg |
| Maximale Bildgröße (Diagonale) derzeit am Markt verfügbar |
36 Zoll = ca. 92 cm | 61 Zoll = ca. 155 cm |
| Geräte-Bautiefe | ca. 60 cm | 8 bis 10 cm |
| Wärmeabgabe (Lüftergeräusch?) | kein Lüfter erforderlich |
meist Lüfter erforderlich |
| Wandmontage möglich | nein | ja |
| Farbraum (Anzahl darstellbarer Farben) |
unendlich, optimal natürliche Farbdarstellung | begrenzte Anzahl Farben, meist 16,77 Mio. |
| Schwarzwert | optimal | Schwarze Bildanteile nicht vollschwarz |
| Einbrenn-Verhalten | sehr selten | systembedingt möglich |
| Nachzieheffekte bei schnellen Bewegungen |
sehr selten | kommen systembedingt vor |
| Progressive Scan (Flimmerfreiheit ohne Artefakte) |
sehr selten und nicht unproblematisch | Standard |
| Nutzung als Computermonitor (VGA- oder DVI-Eingang) |
selten möglich und problembehaftet | Standard |
| Digitale Eingänge (HDMI- oder DVI) | nicht vorhanden | zunehmend Standard |
Wenn Sie auf die Links in der linken Tabellenspalte klicken, kommen Sie direkt zu den Stellen im Text, an denen die betreffenden Merkmale im Rahmen unserer "Plasma-TV-Kaufberatung" näher behandelt werden.
Plasma-TV oder LCD-TV - Die technischen UnterschiedeKaum waren die ersten Flach-TV-Geräte am Markt, standen auch schon zwei Technologien in Konkurrenz zueinander: Plasma und LCD. Beide Lager verteidigen ihre Technologien mit unterschiedlichsten Argumenten gegenüber der jeweils anderen Technologie. Angeheizt wird die Diskussion dadurch, dass einzelne Hersteller konsequent nur auf eine Technik setzen - z.B. Sharp auf LCD-Technik - und so die Technikfrage auch zur Überlebensfrage wird. Heraus kommt bei der Diskussion mal wieder eine schon fast typische Verunsicherung der Verbraucher. Dabei ist die Sache gar nicht so schwierig, wie Sie im Folgenden sehen werden. Zunächst einmal eine tabellarische Darstellung der wesentlichen Unterschiede:
| Plasma-TV | LCD-TV | |
| Durchschnittliche Lebensdauer nach Industrieangaben |
Nach etwa 30.000 Stunden reduziert sich die Leuchtkraft bei 100% weiß um ca. 50%. | 60.000 Stunden Lebensdauer werden für die Hintergrund-Beleuchtungs-Einheit angegeben. |
| Maximale derzeit am Markt verfügbare Bildgröße (Diagonale) | 61 Zoll = ca. 155 cm | 45 Zoll = ca. 114 cm |
| Betrachtungswinkel | +/- 85° zur Mittelachte, insgesamt gesamt 170° |
|
| Wärmeabgabe (Lüftergeräusch?) | Hohe Wäremeabgabe, meist Lüfter erforderlich |
geringe Wärmeabgabe, kein Lüfter erforderlich |
| Stromverbrauch (-> Vergleichstest Plasma vs. LCD) | hoch | günstig |
| Farbraum (Anzahl darstellbarer Farben) | sehr gut | gut |
| Leuchtdichte | 800 bis 1.100 cd/m2 | 450 bis 500 cd/m2 |
| Schwarzwert | sehr gut | schlechter |
| Einbrenn-Verhalten | systembedingt möglich | ausgeschlossen |
| Nachzieheffekte bei schnellen Bewegungen |
schnelles Antwortzeit-Verhalten der Pixel: 8 ms, geringe Nachzieheffekte | langsameres Antwortzeit-Verhalten der Pixel: 25 ms, d.h. mehr Nachzieheffekte |
| Stromverbrauch | etwa 250 bis 400 Watt | etwa 50 bis 80 Watt |
| Typische Kontrastwerte in 100% abgedunkeltem Raum | 1000:1 | 600:1 |
| Typische Helligkeitswerte | 1100 cd/m2 | 400 - 500 cd/m2 |
| Mittlere Produktionskosten nach Industrieangaben | 100% | 150% |
Die Lebensdauer ist eines der am häufigsten ins Feld geführten Verkaufsargumente der LCD-Verkäufer, noch dazu eines, dass den geneigten Käufer gehörig verunsichern kann. Da hilft nur ein bischen nachrechnen. Die für Plasma-TV-Geräte allgemein angegebene Lebensdauer von 30.000 Stunden (Pioneer und NEC geben bereits 60.000 Stunden an!) bedeutet, dass bei einer theoretischen täglichen Laufzeit von 8 Stunden an 7 Tagen in der Woche nach etwa 10 Jahren die Leuchtkraft der Plasmazellen erkennbar dunkler wird. Nach Angaben der Industrie kann sich dann die Leuchtkraft bei voll erleuchtetem Bild (100% weiß) um bis zu 50% reduziert haben. Bei LCD-TV-Geräten kann bei vergleichbarem Nutzungsverhalten nach etwa 20 Jahren die Hintergrundleuchte ausfallen. Diese kann dann allerdings bei vielen Geräten wieder als Ersatzteil ausgetauscht werden.
Interessant dürfte in diesem Zusammenhang auch die allgemeine Angabe der Industrie zur Lebensdauer eines typischen Röhren-TV-Gerätes sein: 10.000 Stunden. In Deutschland läuft ein TV-Gerät im Durchschnitt 170 Minuten am Tag (Quelle: Statistisches Bundesamt). 10.000 Betriebsstunden Lebensdauer entsprechen somit einer Nutzungsdauer von 3.529 Tagen, also fast 10 Jahren. Dies deckt sich in der Tat in etwa mit der allgemein bekannten Lebensdauer eines TV-Gerätes.
Übrigens gibt es Grund zu der
Annahme, dass es sich bei 30.000 Stunden um einen eher konservativ
angesetzten Wert handelt. Auf einer internationalen Pressekonferenz von
Panasonic antwortete ein hochrangiger Produktionsmanager von Panasonic
auf die Anfrage eines Journalisten nach der Lebensdauer eines Panasonic Plasma Panels, dass diese 50.000 Stunden beträgt. Und in der Tat geben Pioneer und NEC mittlerweile "offiziell" 60.000 Stunden Lebensdauer an.
Plasma- und LCD-Technologie unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Art und Weise, wie die Bildpunkte im Panel zum Leuchten gebracht werden.
Das Plasma-Panel besteht im Prinzip aus zwei aufeinander liegenden Glassscheiben, zwischen denen für jeden Bildpunkt (Pixel) eine mit dem Gas Xenon gefüllte Zelle eingeschlossen ist. Weiter sitzen in den
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| Die Einzelzellen eines Pixels mit den unterschiedlich gefärbten Phosphoranteilen | |
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| Die Plasmaentladung in einer der 3 "Einzelzellen" eines Pixels |
Je nach Hersteller kommt unterschiedlicher Phosphor in unterschiedlichen Mischungen zum Einsatz. Entsprechend unterschiedlich sind die Farbcharakteristiken je nach Hersteller. So kommt es, dass tatsächlich jedes Plasma-Panel seinen eigenen, charakteristischen Farbraum besitzt. Einzelheiten sind streng geheim und werden von den Herstellern unter striktem Verschluss gehalten.
Auf dem oberen Deckglas befinden sich diverse Filter zur Minderung von optischen Reflexionen (daher der eingeschränkte Betrachtungswinkel von etwa 170° bei Plasma-TV-Geräten) und zur Abschirmung elektromagnetischer Störstrahlungen (EMI, Elektro Magnetic Interference).
Während herkömmliche Kathodenstrahlröhren (CRT) das Bild aus einer raschen Abfolge von leuchtenden und nicht leuchtenden Bildpunkten auf dem Bildschirm erzeugt, werden in einem Plasma-Panel sämtliche Pixel gleichzeitig "erhellt". Deshalb entsteht das Plasmabild spontan und besitzt eine überdurchschnittlich hohe Bildschärfe. Es erstreckt sich gleichmäßig bis in alle Ecken des Bildschirms - ohne visuelle Störungen wie Verzerrungen oder Flimmern. Es wirkt insgesamt ruhiger als ein CRT-Bild. Die daraus resultierend wohltuende Wirkung auf den Betrachter wird jeder "Büroarbeiter" erfahren können, der viele Stunden vor einem Computermonitor verbringen muss und von einem konvetionellen Monitor auf ein TFT-Panel umsteigt.
Einer der prinzipieller Nachteile der Plasma-Technologie ist jedoch, dass der Phoshor in den Pixel-Zellen altert und damit in der Leuchtkraft nachlässt. Dies wirkt sich zum einen auf die Gesamtlebensdauer des Plasma-TVs aus, zum anderen können so Einbrenneffekte entstehen, wenn ein immer gleichbleibendes Bild dargestellt wird, da die so übermäßig beanspruchten Pixel stärker "altern" als die anderen. Problematisch kann dies bei 16:9-Plasma-TV-Geräten sein, da viele Standard-TV-Formate ja nach wie vor im 4:3-Format ausgestrahlt werden. In diesem Fall altert der 4:3-Bereich im Plasma-Panel stärker als die unbeleuchteten seitlichen Streifen.
Pioneer hat hier eine "Lösung" in seine neueren Plasma-TV-Geräte eingebaut, die man allerdings auch nicht gerade als Ideallösung bezeichnen kann. Die Streifen links und rechts werden schwach und intermittierend beleuchtet - stellen sich also nicht tiefschwarz sondern etwas "grau" dar - und gleichzeitig läuft in diesem Bereich noch ein (kaum wahrnehmbares) Bewegungsprogramm, um diese Pixel einem homogenen Alterungsprozess zu unterwerfen. Für Nachrichtensendungen mag das hinzunehmen sein, für Fans von alten Schwarz-Weiß-Filmen, die ja vorzugsweise im 4:3-Format daherkommen, ist dies jedoch keine akzeptable Lösung. Bei den Vorgängermodellen war dies noch eine optionale Benutzereinstellung. Anscheinend hat man aber bei Pioneer erkannt, dass es den Benutzer eher verunsichert, wenn er zwar schöne schwarze Seitenstreifen und tollen Bildgenuss hat, sich dabei aber ständig fragen muss, wann am teuren Plasma-Panel die ersten Einbrennspuren sichtbar werden.
Die Abkürzung LCD steht für Liquid Crystal Display oder eingedeutscht"Flüssigkristalldisplay. Auch bei LCD-Panels werden die Pixel aus
Kammern - je Pixel eine Kammer - gebildet, die zwischen zwei
Glasplatten eingeschlossen sind. Von hinten strahlt weißes Licht auf
die Glasscheiben. In den Kammern befinden sich die Flüssigkristalle, in
die auch hier wieder je Pixel eine Elektrode führt. Die
Flüssigkristalle haben die Eigenschaft, je nach Höhe der an der
Elektrode anliegenden Spannung mehr oder weniger Licht durchzulassen.
Soweit funktioniert die Technik ganz ähnlich wie beim Plasma-TV-Gerät,
allerdings haben wir wegen der weißen Hintergrundbeleuchtung zunächst
nur ein Schwarz-Weiß-Bild. Doch wie kommt nun beim LCD-Panel die
Farbgebung ins Spiel?
Der Aufbau eines LCD-Panels ist natürlich nicht ganz so einfach wie hier beschrieben. Es gibt nämlich eine weitere Schicht zwischen den Glasscheiben. In dieser sind je Pixel - in sogenannten Sub-Pixels die drei
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| Vereinfachte schematische Darstellung der Farbgebung im LCD-Panel |
Primärfarben rot, blau und grün enthalten. Die Sub-Pixels bilden innerhalb des quadratischen "Haupt- Pixels" eine Streifenstruktur. Die Filter wiederrum werden ebenfalls elektrisch angesteuert und üben je nach anliegender Spannung eine entsprechende Farbfilterfunktion aus. Diese Konstruktion wird auch TFT Thin Film Transistor genannt. Zusammengefasst: Zunächst wird im "Haupt-Pixel" mittels elektrischer Spannung in Flüssigkristallen die Helligkeit für das weiße Hintergrundlicht variiert. Dann wird in der Farbfilterschicht dem "Haupt-Pixel" seine entsprechende Farbe zugewiesen. Dies geschieht, indem in der Streifenstruktur seiner Sub-Pixels durch elektrische Spannung der eine oder andere Filter der drei Primärfarben rot, grün oder blau aktiv wird. Hier sehen Sie in einer Explosionsgrafik, wie die Bilddarstellung im LCD-Panel funktioniert.
Die wesentlichen Vor- und Nachteile von LCD und Plasma
Damit wären wir auch schon bei einem der u.E. größten Nachteile der
LCD-Technik betreffend die Bildqualität. Während beim Plasma-TV ein
elektrischer Impuls je Pixel genügt, braucht das LCD-Panel deren
mehrere, zumindest einen für die Helligkeit und bis zu drei zur
Aktivierung der Sub-Pixels in der Farbfilterschicht. Das macht die
Reaktionszeiten der Pixel langsamer als bei der Plasma-Technik und
erzeugt bei schnellen Bewegungen die bekannten Nachzieheffekte. Auch die Farbdarstellung, d.h. der Farbraum ist bei der TFT-Technik lange nicht so natürlich darstellbar wie beim Plasma-TV. Ein weiterer Nachteil von LCD ist die geringe Größe.
Auch die bisher noch sehr hohen Anschaffungskosten großer LCD-TV kommen
allmählich immer mehr auf das Niveau der Plasma-TVs herunter.
Vorteile der LCD-Technik sind wiederum, dass durch die zielgerichtete Lichtstrahlung zum Betrachter hin ein geringerer Stromverbrauch eintritt als beim Plasma-TV. Die Differenz zum Plasma-TV ist allerdings
bei weitem nicht so groß, wie of behauptet wird. Auf unserer Seite zum
Stromverbrauch Plasma versus LCD haben konnten wir dies auf Basis von
Messreihen im praktischen Betrieb gut aufzeigen. Ein weiterer Vorteil
ist die nicht bestehende Gefahr dauerhafter Einbrennschäden und die grundsätzlich längere Lebensdauer bei gleichbleibender Leuchtkraft.
Plasma oder LCD? Empfehlungen
Beide Techniken - Plasma wie LCD - haben eine Fülle von Vor- und Nachteilen. Die Sache ist natürlich weitaus differenzierter, als wir dies hier darstellen können. Bisher hat sich noch keine Technik als die "eierlegende Wollmilchsau" erwiesen. Deshalb forscht und entwickelt die Industrie sowohl in Richtung Plasma wie auch in Richtung LCD weiter. Wir sind gespannt, wie sich die Technik weiterentwickelt. Fakt ist, dass der klassische Röhren-Fernseher heute (Stand Februar 2007) praktisch nicht mehr gebaut wird. Bei vergleichbarer Bildqualität und Größe sind Plasma-TVs oder LCD-TVs in der Anschaffung jedoch noch immer erheblich teurer, als die letzten high-endigen 32-/36-Zoll-Röhrenfernseher.
Demjenigen, der Wert auf eine optimale Bildqualität legt und mehr als 36 Zoll Bildgröße benötigt, empfehlen wird einen Plasma-TV. Doch dem kritschen Betrachter sei gesagt: Auch in diesem Fall reicht die Bildqualität insgesamt noch nicht an die eines Röhrenfernsehers heran. Unter 36 Zoll kommt grundsätzlich LCD ins Spiel. Hier gilt umso mehr, dass die Bildqualität nicht an die eines Röhren-Fernsehers heranreicht - und zwar deutlich. In diesem Fall spricht u.E. kein einziges Argument außer der geringen Bautiefe für den LCD-TV. Doch der Vergleich mit einem Röhrenfernseher ist nur noch theoretischer Natur, dann es gibt sie nicht mehr zu kaufen.
Ein Bericht über Forschungen darüber, wie Verbraucher im Rahmen von Vergleichstests die Bildqualität von Plasma und LCD empfanden. In der Zusammenfassung des Berichtes kommt klar zum Ausdruck, dass vor Beginn des Tests die Mehrheit der Meinung war, LCD liefere das bessere Bild. Nach dem Test jedoch wurden Plasma-TVs durchweg als besser bewertet, und zwar durch alle Bewertungskriterien hindurch (Schärfe, Farbe, Bildgeschwindigkeit, Kontrast, Schwarzwert, Auflösung, Bildtiefe).
Größe, Auflösung und Betrachtungsabstand vom Plasma-TV
Eine der wichtigsten Fragen ist die, welche Größe für das Plasma-TV-Gerät zu wählen ist. Meist wird die Frage darum kreisen, ob es ein 42-Zoll-Panel oder ein 50-Zoll-Panel sein soll. Ist man zu nahe am Plasma-TV, dann sieht man u.U. schon Pixelstrukturen. Auch reagieren manche Betrachter durch ein zu großes Bild mit Nervosität im vegetativen Nervensystem (Übelkeit und Kopfschmerz). Deshalb sind im guten alten Kino die bevorzugten - und damit teuersten - Plätze ja bekanntlich hinten. Andererseits möchte man sich gerade bei einer so teuren Anschaffung wie einem Plasma-TV-Gerät nachher nicht ärgern, weil man am falschen Ende gespart hat. Die Hersteller geben zu dieser Frage Empfehlungen, die zumindest als Richtschnur dienen können: Bei 42-Zoll-Plasma-TVs sollte der Betrachtungsabstand das 3- bis 4-fache der Bilddiagonale betragen, also etwa 3,20 Meter bis 4,30 Meter, was einem üblichen Durchschnittwert im typischen deutschen Wohnzimmer entsprechen dürfte. Bei 50-Zoll-Plasma-TVs wird das 4- bis 5-fache der Bilddiagonale genannt. Damit ergeben sich dann doch schon eher ungewöhnliche Abstandswerte von 5,10 Meter bis 6,40 Meter. Wir hatten bei pdg.tv bereits eine Rücknahme eines 50-Zoll-Plasma-TV-Gerätes aus diesem Grund. Der Kunde hatte einen Abstand von knapp unter 4 Metern. Er konnte zwar keine Pixel erkennen und fand das Bild sehr gut, und dennoch machte ihn die schiere Bildgröße nervös. Diese Frage sollte also vor dem Kauf gut überlegt sein. Unsere Empfehlung: In den allermeisten Fällen wird ein 42-Zoll-Plasma die richtige Wahl sein.
Unabhängig von ihrer Größer werden Plasma-Panels in unterschiedlichen Auflösungen angeboten. Und das macht die Kaufentscheidung nun wirklich schwierig, denn die Auflösung bestimmt in erheblichem Maße die Bildqualität. Man unterscheidet physische Auflösung, das sind die tatsächlich vorhandenen Pixel, und errechnete Auflösung, das ist die Auflösung, die die Bildprozessoren (Pixel Plus von Philips oder Acuity von Panasonic sind nur die bekanntesten dieser elektronischen Zauberkünstler) in die physischen Bildpunkte "hineinrechnen". Die Arbeit der elektronischen Bildverbesserer ist jedoch stets nur die zweitbeste Lösung, denn hier wird mit psychovisuellen "Tricks" gearbeitet. Diese mögen in den meisten Fällen recht gut funktionieren, bei schwierigen Bildinhalten jedoch, die z.B. bei schnellen mehrdimensionalen Bewegungswechseln entstehen, kommt die Elektronik nicht mehr mit, und es entstehen unerwünschte Bildstörungen - sogenannte Bewegungsartefakte.
Vergleicht man die Verkaufspreise der Modelle, so sieht man, dass die Verkaufspreise der Plasma-Fernseher bei vergleichbaren Größen je nach Auflösung (Full-HD oder HD-interlaced) noch immer sehr unterschiedlich sind. LCD-Fernseher sind bei vergleichbarer Größe noch immer teurer als Plasma-TVs - allerdings nimmt die Preisdifferenz ab. Die HDTV-Fähigkeit, um die es bis zur Einführung des "HD ready" Logos noch reichlich Begriffsverwirrungen gab, ist mittlerweile durchgängig gegeben. Dafür gibt es heute mit den unterschiedlichen - und nicht immer zueinander passenden - HDMI-Versionen und mit 1080p, 24 fps (24p) bzw. 1080/24p die nächsten Unsicherheiten. Zu HDMI empfehlen wir unser Special HDMI 1.3 / 1.3a und zu den Themen HDTV und "HD ready" empfehlen wir auch unsere Specials HDTV und HD ready. Bei der Frage nach der Auflösung gibt es im Wesentlichen zwei Punkte zu bedenken:
- Das
TV-Bild nach dem in Europa gebräuchlichen PAL-Standard hat eine
Zeilenzahl von 576 Zeilen netto (brutto, also einschließlich der nicht
sichtbaren Zeilen, sind es 625 Zeilen). Die Anzahl Zeilen des TV-Bildes
entspricht in etwa der vertikalen Auflösung pixelorientierter
Wiedergabegeräte. Ein LCD- oder Plasma-Display, das 576 Pixel in der
Vertikalen darstellt, könnte also ein PAL-TV-Bild verlustfrei abbilden.
In den USA - dem weltweit größten Einzelmarkt für TV-Geräte - und auch
in Japan ist für TV-Bilder das NTSC-Format eingeführt. NTSC hat 480
Zeilen netto. Sie sehen also, dass Plasma-TV-Geräte mit 480 Zeilen
vertikaler Auflösung ein NTSC-TV-Bild perfekt in allen physischen
Bildpunkten darstellen können, nicht jedoch ein PAL-TV-Bild. Bei diesen
Plasma-TV-Geräten muss bereits bei ganz normalen TV-Sendungen der
Bildprozessor aktiv werden und per Interpolation oder "Hochrechnen"
nicht vorhandener Bildpunkte das vollständige PAL-Bild errechnen. Dass
dies - verglichen mit einem PAL-Röhrenfernseher, der ja auf Anhieb das
komplette PAL-Bild anzeigen kann - nicht zu einer optimalen
Bildqualität führt liegt auf der Hand.
- HDTV,
in den USA längst fester Bestandteil der TV-Sendelandschaft, kommt nun
auch in Europa langsam aber sicher in die Startlöcher. Der erste
HDTV-Kanal ist mit Euro1080 mit HD1 auf Sendung. Dennoch ist noch
unklar, ob sich letztlich das 1080i (1080 Zeilen interlaced) oder 720p
(720 Zeilen progressive, d.h. Vollbildverfahren) durchsetzen wird. Doch
egal, was es sein wird, der Nachteil einer zu geringen Anzahl
physischer Bildpunkte in der Vertikalen wird sich mit HDTV in jedem
Fall weitaus gravierender auswirken als mit dem heutigen PAL-Standard.
Ein sehr wichtiges Kaufkriterium für ein Plasma-TV-Gerät ist daher
schon heute seine HDTV-Fähigkeit. Hier sind ganz klar die Plasma-TVs
mit 768 bzw. 1.024 Pixeln vertikaler Auflösung im Vorteil. Zwar wird
auch hier der Bildprozessor eingreifen müssen, doch wird er mit höherer
Anzahl physischer Pixel immer weniger zu arbeiten haben, und damit wird
auch die Gefahr von störenden Artefakten abnehmen. Größte Vorsicht ist
übrigens geboten, wenn in Europa 480-Zeilen-Panels als "HDTV-fähig"
angepriesen werden. Fast immer handelt es sich dabei
Etikettenschwindel. Die Elektronik mag vielleicht HDTV hochrechnen
können (mit zweifelhaftem Ergebnis) - doch nur für NTSC mit seinen 60
Hertz Bildwiederholfrequenz. Die europäische Norm PAL verlangt jedoch
50 Hertz! Unser Tipp: Lassen Sie sich im Zweifel für Ihren Plasma vom
Verkäufer schriftlich zusichern: "HDTV-kompatibel 720p/1080i mit 60 Hz
oder 50 Hz". 100% sicher (nach menschlichem Ermessen) können Sie sein,
wenn der Plasma-TV mit dem "HD-ready"-Logo (siehe auch unser Special HD
ready) versehen ist.
- Full HD - eine bisher nicht offiziell definierte Eigenschaft von Flachbild-TVs, die HDTV-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln physisch, d.h. 1:1 darstellen zu können. Man bezeichnet diese Darstellung auch als "native". Nur solche Panels sind in der Lage, HD-Quellen auch im 1080p-Modus wiederzugeben. Das "p" steht für "progressive" (im Gegensatz zu "i", das für "interlaced" oder Zeilensprungverfahren steht) und besagt, dass der komplette Inhalt in einem Frame, also zu einem Zeitpunkt auf dem Bildschirm dargestellt werden kann. Da im Progressive-Modus die sonst erforderliche Interpolation entfällt, treten zwar theoritisch weniger Artefakte auf. Da jedoch die Anstuerungselektronik mehr Rechenarbeit zu verrichten hat, können daraus jedoch auch wieder Artefakte und Nachzieheffekte entstehen. Dennoch bietet die progressive Darstellung insgesamt detailreichere und schärfere Bilder. Vorsicht! "Full HD" ist nicht gleich "Full HD"! Zwar ist "Full HD" die Voraussetzung für progressive Wiedergabe, doch gibt es auch "Full HD"-Panels, die trotz der hohen physischen Auflösung nur 1080i, also 1080 x 1920 im Interlaced-Modus beherrschen.
Farbverläufe und "überstrahlende" Pixel
"Überstrahlende" Pixel machen sich insbesonder bei Rot-Weiß-Mustern, z.B. einem rot-weiß-karierten Hemd, oder bei Schwarz-Weiß-Kanten, z.B. weißem Hemd im Smoking, störend bemerkbar. Bei einem rot-weiß-karierten Hemd wirkt das Rot unnatürlich grell, und in den weißen Karos finden sich an den Kanten zu den roten Karos Rotanteile, so dass diese fast rosa wirken. Weiße Hemdkanten spiegeln sich als grauer Strich im schwarzen Smoking u.s.w. Diese Überstrahleffekte sind grundsätzlich bei LCD eher zu finden als bei Plasma. Sie liegen darin begründet, dass die abdeckende Glasschicht bei stark leuchtenden Farben Teile dieser Farben in die Nachbarzellen hinüberstrahlen lässt. Einige Hersteller wie z.B. Pioneer und Panasonic haben dieses Problem schon recht gut in den Griff bekommen, andere haben hier noch deutlich erkennbare Probleme. Im Zweifel empfehlen wir, vor dem Kauf eine Test-DVD abzuspielen und sich die Farbverläufe rot-weiß und schwarz-weiß anhand eines entsprechenden Testbildes genau anzuschauen.
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Linkes Bild: Bei der herkömmlichen Pixelstruktur sorgen unterschiedlich breite, auf die Leuchtkraft der Farben abgestimmte, längsgerichtete Farbkammern für natürliche Bilder. Rechtes Bild: Das neue HD Panel von Panasonic weist eine neue waffelförmige Zellstruktur auf. Durch diese neuartige Konstruktion wird die für den Phosphor zur Verfügung stehende Fläche vergrößert, wodurch in erster Linie ein besserer Helligkeitswert erzeugt wird. Gleichzeitig ist die Abstrahlung der an den Rändern befindlichen Zellen nicht mehr so groß, dass sie in die Nachbarzellen hineinleuchten. Quelle: Panasonic Deutschland |
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Fartiefe, darstellbare Farben (Farbraum)
Für Plasma-TV-Geräte geben durchweg fast alle Hersteller an, dass sie 16,77 Millionen (= 8-Bit-Farbverarbeitung je RGB-Farbkanal; 2563 = 16,77 Mio.) unterschiedliche Farben darstellen können. Das hört sich zwar nominal nach sehr viel an, reicht aber tatsächlich nicht immer aus, um einen der Röhre vergleichbaren natürlichen Farbraum darzustellen. In der Praxis wird man dies am häufigsten bei Hauttönen feststellen. Menschliche Haut weist eine unglaubliche Vielzahl von Farbtönen auf. Ein eingeschränkter Farbraum eines Plasma-TV kann hier in Form einer ins rötliche tendierenden, scheckigen Hautfarbe zum Ausdruck kommen.Bei soviel Farben mag so mancher einwenden, dass von der DVD ja ohnehin nur eine 8-Bit Farbauflösung, mithin 16,77 Millionen Farben angeliefert werden. Wozu dann Panels mit 7 Milliarden oder mehr Auflösungsvermögen in der Farbtiefe? Die Antwort liegt im Dithering. Dies ist ein Raster-Verfahren, das jedes pixel-orientierte verwendet um Mischfarben darzustellen. Aus mehreren physischen Pixeln wird ein logisches Pixel, also ein Farbpunkt gebildet. Dithering verbraucht also physische Pixel zur Farbdarstellung. Diese Pixel stehen für die Wiedergabe von Bilddetails und Bewegungsabläufen nicht mehr zur Verfügung. Je mehr Dithering zur Farbdarstellung erforderlich ist, desto weniger Details können abgebildet werden. Wenn nun ein Panel von Haus aus eine hohe Farbtiefe hat, z.B. 7 Milliarden Farben statt der üblichen 16,77 Millionen dann hat dieses Panel erheblich mehr physische Pixel für Details und Bewegungen zur Verfügung. Dies zeigt sich in deutlich mehr Dreidimensionalität gerade in dunklen Bildbereichen, in weniger oder keinem Ditheringrauschen und in weniger Bewegungsartefakten oder Nachzieheffekten gerade in schnellen diagonalen Bewegungen. Tipp: Allein die rein physische Auflösung muss immer im Zusammenhang mit der Farbtiefe oder dem Farbraum eines Plasma-Panels beurteilt werden. Korrekt wäre also eine Angabe wie z.B.: 1024 x 768 bei 11-Bit-Signalverarbeitung.
Die spannendsten Filmszenen spielen sich oft in halbdunklen Umgebungen ab. Hier kommt es auf die Anzahl der darstellbaren Graustufen an. Die standardmäßig von Plasma-TV-Geräten angebotenen 256 Graustufen reichen da oft nicht aus. Die Folge: Feine Details gehen in einem Grauschleier verloren, und das Bild verliert an perspektivischer Tiefe. Während Pioneer-Plasma-TVs das Problem mit ihrer hohen Anzahl darstellbarer Farben gleich mit erschlagen (1.920 Graustufen für jede der drei RGB-Farben!), setzt Panasonic mit seinen Plasma-TVs auf eine REAL-MATCH genannte Technologie, um den Graustufen-Kontrast bis auf 1024 Stufen zu erhöhen. Unser Tipp: Achten Sie bei der Auswahl Ihres neuen Pasma-TV-Gerätes auf die Anzahl darstellbarer Graustufen. An diesem Wert erkennen Sie am ehesten, ob Sie es mit einem für den Consumer-Bereich umgebauten Industrie-Panel zu tun haben, oder mit einem hochwertigen, eigens für TV- und DVD-Darstellung entwickelten Home-Entertainment-Videopanel.Plasma-TV und Kontrast
Am Beispiel Kontrast kann man deutlich sehen, welchen Sinn und Zweck ISO-Normen erfüllen. Anders als für fast alle anderen Leistungsangaben gibt es nämlich für die Angabe zum Kontrast keine verbindlichen Normen. Die Folge: Jeder Hersteller gibt das an, was ihm gut dünkt. Was den Kontrast betrifft - jedenfalls wird ein Betrachten auf Anhieb wahrscheinlich gar keinen Unterschied feststellen können. Dennoch weist Panasonic für seinen Plasma-TV einen Kontrast von 10.000:1 aus, während Pionner 3.000:1 angibt. Wenn man die Hersteller auf diese Differenz anspricht, bekommt man zu hören, dass es eben keine Norm gibt, und der eine den Kontrast in einem optimal abgedunkelten Raum misst, während der andere Hersteller seinen Kontrast in einem Raum mit "normaler Beleuchtung" ermittelt. Solche Angaben sind daher genauso gut wie keine Angaben, wenn nicht exakt dazu angegeben ist, wie sie ermittelt wurden.Schwarzwert des Plasma-TV
Fast jedem Umsteiger vom konventionellen Röhren-TV-Gerät auf Plasmafernseher fällt auf, dass die Schwarzwerte im Bild des Plasma-TVs nicht so tief schwarz sind, wie man es vom Röhren-Fernseher gewohnt ist. Am besten sieht man dies, wenn kein Bild angezeigt wird, oder ein völlig schwarzes Testbild z.B. von einer Test-DVD eingespielt wird und der Raum völlig abgedunkelt ist. In diesem Fall ist der gute alte Röhrenfernseher tatsächlich so schwarz, dass man die Hand kaum vor Augen sieht. Ein Plasma-TV-Gerät hat eine Eigenleuchtkraft, die die Fläche grau erscheinen lässt und den Raum regelrecht beleuchtet. Dieses Problem ist aus der Projektion bekannt und lässt Freunde des "echten" Kinobildes allen Nachteilen zum trotz immer wieder zu einem Röhrenprojektor greifen. Die mangelnde Schwarzwert-Darstellung ist technisch bedingt und betrifft im Grunde die gesamte Panel-Technik, soweit sie mit Pixeln arbeitet, die eine eigene Leuchtkraft haben. Hier gibt es einfach kein "100% Schwarz". Um es kurz zu machen: Die Industrie arbeitet intensiv an einer Lösung des "Schwarzwertproblems", doch es gibt bis heute keine wirkliche Lösung. Der Plasma-TV-Freund kann sich jedoch damit trösten, dass das Problem umsoweniger störend empfunden wird, je heller das Umgebungslicht des Raumes ist. Auch ist bei der Plasma-Technik der Schwarzwert im Allgemeinen noch deutlich besser als bei LCD. Was letztendlich zählt ist der Gesamt-Bildeindruck. Und der wiederum gleicht beim Plasma-TV - durch das vollständige Fehlen von Flimmern und der typischen "100-Hz-Artefakte" (auch die sogenannte 100-Hz-Technik hat die Industrie bis heute nicht wirklich in den Griff bekommen!) - den unbefriedigenden Schwarzwert locker wieder aus.
"Tote Pixel" im Plasma-Panel
Die Herstellung eines Plasma-Panels ist nach wie vor sehr aufwändig. Man berichtet in der Industrie von einem mehrstufigen Produktionsprozess, der sich je Panel auf über 7 Tage erstreckt. Die Ausschussraten sind bereits während des Produktionsprozesses relativ hoch. Ist ein Panel dann fertig "gebacken", wird es in der Qualitätskontrolle einem intensiven Stresstest unterzogen. Wenn dabei einzelne Pixel ausfallen, so können diese nicht mehr instand gesetzt werden, sie bleiben tot. Setzt man 100% fehlerfreie Pixel als Qualitätsmaßstab an, so entstehen für jedes fehlerfreie Plasma-Panel eine große Menge Plasma-Panels, die buchstablich Schrott sind, und deren Kostenumlage die Industrieabgabepreise enorm erhöhen. Deshalb war es lange Zeit üblich, dass der Kunde 3 bis 4 "tote Pixel" akzeptieren musste, bevor er einen Garantiefall einklagen konnte.
Seit Anfang 2003 gilt für Computer-LCD-Monitore die neue ISO-Norm ISO 13406-2. Hersteller, die nach der ISO-Norm (freiwillig) produzieren, müssen für ihre LCD-Panels die Freiheit von Pixel-Totalausfällen garantieren. Da die Computer-Monitor-Hersteller meist in den gleichen Fabriken produzieren, in denen auch Plasma-TV-Geräte gefertigt werden, hat sich mittlerweile auch in diesem Sektor die Fehlertoleranz-Politik der Hersteller gewandelt. Der Kunde kann heute davon ausgehen, dass "tote Pixel" kein Thema mehr sind. Sofern nicht gleich nach dem Kauf ein Pixelfehler auftritt, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass beim späteren Betrieb Pixel ausfallen. Bei pdg.tv konnte bisher bei über 500 verkauften Plasma-TV-Geräten nicht eine Reklamation verzeichnet werden, die auf einen Pixelfehler zurückzuführen gewesen wäre.
Leuchtstärke des Plasma-TV-Gerätes
Ein
sehr wesentliches Leistungsmerkmal eines Plasma-TVs ist die
Leuchtstärke. Sie wird in Candela je Quadratmeter, kurz cd/m2 gemessen.
Üblich sind für Plasma-TV-Geräte Werte zwischen 900 und 1.100 cd/m2
oder in der 42-Zoll-Klasse zwischen 1.100 und 1.400 cd/m2 . Was
auf den ersten Blick nach einem harmlosen Unterschied aussieht, ist
doch immerhin ein Mehr von 25%. Zum einen dürfte der leuchtstärkere
Plasma damit eine deutlich längere Lebensdauer haben, zum anderen lässt
der Wert auch einen Rückschluss auf den tatsächlichen Kontrast zu (zum
Problem des Kontrastes in Leistungsangaben der Hersteller s.o.). Bei
vergleichbarem Schwarzwert dürfte der leuchtstärkere Plasma-TV auch
einen deutlich besseren Kontrastwert aufweisen. Die Folge: bessere
Differenzierung von Bilddetails in dunklen Szenen.
Eine hohe Leuchtkraft hat noch einen weiteren Vorteil: Das Verhältnis
heller Bildanteile zu den dunklen wird besser. Die Folge ist, dass die
schwarzen Bildanteile subjektiv als schwärzer empfunden werden - selbst
bei absolut gleichgebliebenem Schwarzwert. Eine clevere Beschichtung
mit eine High-Tech-Filterschicht tut ein weiteres, um den relativen
Schwarzwert, d.h. das tatsächlich gesehene. Schwarz zu verbessern.
Klangleistung von Plasma-TV-Geräten
Man kann es kurz machen: Die Klangleistung der als Zubehör zu Plasma-TV-Geräten gelieferten Lautsprecher ist durchweg miserabel. Das hat zunächst einmal rein subjektive Gründe. Man sieht ein großes, beeindruckendes Bild und erwartet einfach eine entsprechende Klangkulisse. Dies können die relativ kleinen und flachen Standard-Lautsprecher einfach nicht bieten. Rechnet man dann, wieviel Geld man für den neuerworbenen Plasma-TV ausgegeben hat, dann erwartet man zumindest, dass der Klang besser ist, als der des guten alten Fernsehers. Umso erstaunter ist man dann allerdings, wenn es scheint, als klängen die Lautsprecher des Plasmas buchstäblich flacher und ausdrucksloser als der Fernseher. Doch das täuscht nicht. Beim Fernseher verwenden die Hersteller geschickt einen Teil des Gehäuses als Resonanzkörper und integrieren ausgeklügelte Bassreflexkanäle im Gehäuse. So wird selbst in billigsten Fernsehern ein Klang erzielt, der in keinem Verhältnis zu den relativ kleinen Lautsprecherchassis und der minimalen Schallabstrahlfläche des Fernsehers steht.
Zubehör-Lautsprecher von Plasma-TV-Geräten können schon allein auf Grund ihrer physikalischen Einchränkungen - flach, schmal, kein Resonanzkörper, kein Bassreflexkanal u.s.w. - nicht die erwartete Klangkulisse bieten. Unser Tipp: Vergessen Sie diese Lautsprecher konsequent und entscheiden Sie sich lieber für ein ausgewachsenes Lautsprechersystem. Lautsprecher wurden extra für Plasma-TV-Umgebungen produziert und bringen nicht nur klanglich eine phantastische Leistung, sondern fügen sich auch prima in das minimalistische Design moderner Wohnumgebungen ein. Lautsprecher-Sets, auf die dies auch zutrifft und die ebenfalls sehr gut mit anspruchsvollen Plasma-TV-Geräten harmonieren, sind die Heimkino-Sets.
Stromverbrauch von Plasma-TV-Geräten
Während Röhren-Fernseher und LCD-TV- Geräte im Stromverbrauch relativ sparsam auftreten - im Schnitt weisen sie bei vergleichbarer Größe von ca. 36 Zoll eine Leistungsaufnahme (physikalisch nicht ganz richtig "Verbrauch" genannt) von etwa 110 bis 140 Watt auf - kommt ein Plasma-TV-Gerät da locker auf 100 bis 200 Watt mehr. Und je farbenfreudiger das Bildmaterial, desto höher der Stromverbrauch! Bei angenommenden 5 Stunden Betrieb am Tag und mittelfristig kalkulierten 20 Cent Strompreis je Kilowatt-Stunde macht das Mehraufwendungen für Strom i.H.v. 3,00 Euro pro Monat aus. Interessant ist übrigens, dass einige Hersteller die Werte für die Leistungsaufnahme ihrer Plasma-TV-Geräte in den Angaben zu den technischen Daten verschweigen. Warum wohl?
Anschlüsse und Digitaltechnik
Plasma-Fernseher können im Unterschied zum LCD-TV vom Prinzip her voll digital arbeiten. Die Bildquellen sind jedoch vielfach noch analog (z.B. Fernsehprogramm). Hinzu kommt, dass bis vor kurzem wegen der Kopierschutzproblematik auch digitale Bildquellen, z.B. von der DVD, lediglich über analoge Schnittstellen ausgegeben werden durften. Ja, "durften", denn die Software-Industrie hat im DVD-Konsortium ein hohes Gewicht. Solche analogen Schnittstellen sind FBAS-/Composite-Video, S-Video, RGB und YUV. Erst Ende 2003 gab es die ersten Freigaben für die kopiergeschützten [HDCP (High Bandwidth Digital Content Protection)] Schnittstellen DVI und HDMI. Verfügt Ihr DVD-Player noch nicht über DVI oder HDMI, so werden Sie sich für einen der o.g. analogen Anschlüsse entscheiden müssen. Zu den Auswahlkriterien, die Sie zum besten Videosignal in Ihrer Konfiguration führen, empfehlen wir das Studium unseres Specials Videosignale. Zu den neuen digitalen Anschlüssen gibt's die pdg.tv-Specials zu HDMI (mit aktuellem Update zu HDMI 1.3) und DVI. Die Krönung - technisch und hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit - ist natürlich HDMI. Nicht zu unterschätzen ist bei HDMI der in das HDMI-Protokoll integrierte Bus für Fernbedienungs-Informationen. Mit den genormten Remote-Befehlssätzen von HDMI wird in Zukunft die Bedienbarkeit der immer komplexer werdenden Technik-Landschaft mit nur einer Fernbedienung wesentlich vereinfacht. Auf die Hersteller der vielen Multibrand- und All-in-One-Fernbedienungen kommen schwierige Zeiten zu.
Systembedingt wandeln LCD-Fernseher das Bildsignal intern auf Pixelebene wieder in ein analoges Signal um - auch wenn ihnen das Videosignal über DVI oder HDMI digital zugespielt wird. Die Folge ist bei digitalen Quellen, dass zwangsläufig die Konturen der Pixelstrukturen etwas zerfransen, da sie ja vom digitalen Original abweichen. Der Plasma-TV umgeht dieses Handicap indem er jedes Pixel auf Ebene des RGB-Kanals digital anspricht, das digitale Datenmuster des Originals also 1:1 wiedergeben kann. Pioneer hat als erster Hersteller den digitalen Signaltransfer bis zum Pixel herunter perfektioniert. Dies mag neben der enormen Farbtiefe ein wesentlicher Grund für die unglaubliche Detailschärfe der neuen Pioneer-Plasma-Modelle sein.
Das Thema Anschlüsse und Verkabelung wird leider viel zu wenig beachtet. Dabei zeigt sich immer wieder, dass die in Laborumgebung definierte Bildqualität in der Praxis beim Endverbraucher nur selten erreicht wird. Der Grund sind diverse Störeinstrahlungen elektromagnetischer und hochfrequenter Natur, die aus dem Antennen- und Stromnetz oder aus der direkten Wohnumgebung auf das Plasma-TV-Gerät einströmen. Dem kann man nur durch Verwendung hochwertiger Kabel und ebenso hochwertiger Netzanschluss-Technik (Stichworte: Mantelstromfilter und Netzfilter) entgegenwirken. Ganz allgemein kann man feststellen, dass in weit über der Hälfte aller vermeintlichen Garantiereklamation an TV-Geräten die Ursache letztendlich in solchen externen Einflüssen gefunden wird.
Media-Receiver / Tuner-Box / Videokarte
Bei allen Plasma-TVs, auch bei den neuesten Pioneer-Plasmas, sind mittlerweile der TV-Tuner, die gesamten Anschluss-Panels und die Bildprozessoren mit ihrer Ansteuerungselektronik im Panel selbst untergebracht. Früher gab es bei Pioneer noch die separate Mediabox im 43cm-Format, was durchaus seine Vorteile hatte, denn der ganze Anschluss-"Kabelsalat" befand sich hinter dem Media-Receiver und es musste nur ein Kabel vom Media-Receiver zum Plasma-Panel geführt werden, was gerade bei Wandmontage sehr praktisch war.
Die Bedeutung dieser Media-Boxen - seien sie nun integriert oder in einem separaten Gerät - kann nicht genug betont werden. Es schwirren jede Menge supergünstiger Plasma-Panels auf dem Markt herum, die aus Produktionsserien sogenannter "Industrie-Panels" stammen. Diese Panels sind für die professionelle Präsentationstechnik bestimmt. Fluggesellschaften und Mietwagenfirmen statten z.B. ihre Counter mit solchen Panels aus. Erst durch eine ausgefeilte Ansteuerungstechnik und Formatsteuerungselektronik könnten solche Panels zu echten Plasma-TV-Geräten für den Heimgebrauch umfunktioniert werden. Da jedoch die Elektronik eng mit der Panel-Technik verbunden und auf diese abgestimmt ist, kommen durch solche Aufrüstungen in fast allen Fällen ungeeignete Lösungen zustande. Es genügt keinesfalls, ein Industrie-Panel mit einem Videoboard und einer TV-Tuner-Karte auszustatten. Vor solchen "Lösungen" müssen wir eindringlich warnen - und zwar egal, wie billig das Plasma-TV sein mag. Die Fallstricke solcher dubiosen Angebote zeigen sich in vielen Details der Bildqualität - und das sogar bei Standard-TV-Sendungen. Es würde jedoch den Rahmen sprengen, hier näher darauf einzugehen. Leider kann der Endverbraucher solche Billiglösungen nur selten als solche erkennen, denn alle namhaften Hersteller für Unterhaltungselektronik haben auch eine Industriesparte mit Plasma-Displays für Präsentationstechnik. Hier bleibt nur der Rat, den Händler Ihres Vertrauens eindringlich zu befragen und sich im Zweifel ausdrücklich versichern zu lassen, dass der angebotene Plasma-TV mit dieser Modellbezeichnung nicht in der sogenannten Profi-Schiene des betreffenden Herstellers angeboten wird.
Gerade im Hinblick auf die o.g. Problematik kann auch eine weiterere Besonderheit zu Verunsicherung führen. Bei Plasma-TV-Geräten liegen die Videoboards mitunter separat in der Originalverpackung bei und werden erst im Zuge der Installation beim Endverbraucher in den dafür vorgesehenen Slot eingesteckt. Ohne Installation des Videoboards kann das Plasma-Display lediglich Grafikdaten darstellen, es könnte also nur z.B. als PC-Monitor Anwendung finden. Die separate Beipackung des Videoboards ist ausnahmsweise kein zwingender Hinweis darauf, dass es sich bei dem betreffenden Plasma-TV um ein umfunktioniertes Industrie-Panel handelt (s.o.). Dies hat vielmehr zolltechnische Gründe. Ohne Videoboard gilt das Plasma-Panel als Computer-Zubehör und wird als solches deutlich niedriger mit Einfuhrzoll belastet, als wenn es als TV-Gerät deklariert werden müsste. Nur deshalb werden Panels und Videoboards separat geliefert.
Bedienungskomfort
Schon bei modernen Röhren-Fernsehern hat man den Komfort guter OSD- (On Screen Displays) Menus zu schätzen gelernt. Beim Plasma-TV wurde diese Technik noch weiter ausgebaut. Intuitiv zu erfassende graphische Benutzeroberflächen (GUI, Graphical User Interface), wie wir sie aus der Computerwelt kennen, haben mit Plasma-TV-Geräten nun endgültig auch in der Unterhaltungselektronik Einzug gehalten. Wer ein wenig Erfahrung aus der Computerwelt mitbringt, kann sich mit den Cursor-Tasten seiner Fernbedienung schnell und spielerisch durch die Drop-Down-Menus der Bildeinstellungs-Optionen "zappen". Da macht das Kennenlernen des neuen Plasma-TV-Gerätes richtig Spaß und wird nicht durch das Lesenmüssen einer trockenen Bedienungsanleitung getrübt. Die Einstelloptionen für das Bild sind enorm vielfältig, und es kann durchaus lohnend sein, sich mit der Bildoptimierung intensiv zu befassen. Denn letztlich ist das persönliche Empfinden von Bildqualität sehr subjektiv und wird nur selten durch die von der Fabrik voreingestellten Benutzereinstellungen (Default-Werte) zu treffen sein. Beim Einstellen des Bildes leisten übrigens Test-DVDs, wie z.B. die HEIMKINO Referenz Test-DVD gute Dienste.
Fazit und Kaufempfehlung
Ein nicht wegzudiskutierendes Manko aller Plasma-TV ist der ungenügende Schwarzwert - im Vergleich zum Röhrenfernseher. Bei den neueren Plasma-TV-Modellen (s.u.) haben sich zwar beeindruckende Verbesserungen eingestellt, dennoch ist das gewohnte Niveau der guten alten Röhre noch nicht erreicht. Wer allerdings meint, auf den "optimalen" Schwarzwert (nach dem Maßstab der Röhre) warten zu müssen, wird wohl in vielen Jahren noch keine Freude am Erwerb eines Plasma-TV haben. Anders sieht es aus, wenn der Preis und nicht der Schwarzwert ausschlaggebend ist, man also argumentiert, dass ein Plasma-TV bei dem Schwarzwert einfach noch zu teuer ist, bei etwa dem halben Preis dieses Manko aber hinnehmbar wäre. In diesem Fall wird sich das Warten sicher lohnen. Wenn die Gehäusetiefe und die Bildgröße keine Rolle spielen, d.h. 36 Zoll Bildgröße (=92 cm Bilddiagonale oder ca. 80 cm Bildbreite) ausreichen, dann hat man mit einem Röhren-Fernseher je nach Gewichtung von Schwarzwert und Flimmern u.U. sogar ein besseres Bild - und das dann auch zu einem deutlich niedrigeren Preis. Allerdings werden Röhrenfernseher kein HDTV darstellen können. Für LCD sprechen derzeit nach unseren Erkenntnissen keine Argumente. Die Bildgröße geht zwar bisher bis zu 52 Zoll hoch und die Bildqualität wird immer besser, doch sind die Preise in der Klasse über 40-Zoll-Klasse nach wie vor indiskutabel. LCD kommt eigentlich nur dann in Frage, wenn es ein Flach-TV sein muss, ein 37-Zoll-Plasma-TV zu groß ist, und man bereit ist, bei der Bildqualität gewisse Abstriche zu machen.
Als
Händler erlauben wir uns, an dieser Stelle eine Produktempfehlung
auszusprechen: achten Sie unbedingt auf Zukunftssicherheit
(HD-fähigkeit und HDMI-Schnittstelle).
Einbrennen von Plasma Displays
Diese Information soll Ihnen Hintergrundinformation und Hinweis zum Thema einbrennen im Zusammenhang mit Plasmadisplays geben. Bitte beachten Sie auch die Hinweise der Hersteller in den Bedienungsanleitungen.
Was versteht man unter Einbrennen?
Jede Plasmazelle besteht aus drei Kammern, die mit einem Edelgasgemisch gefüllt sind und eine rote, grüne oder blaue Phosphorschicht besitzen. Zündet man das Edelgasgemisch, entsteht eine UV-Strahlung, die die Phosphorschicht zum Leuchten anregt.
Da die Phosphorschicht nur eine bestimmte Menge an Licht emittieren kann, altert sie mit der Zeit. Wenn alle Plasmazellen gleich stark beansprucht werden, wird das gesamte Bild dunkler - Einbrenneffekte treten nicht auf. Werden aber eine Plasmazellen übermäig beansprucht, altern diese Zellen schneller. Dies kann z. B. durch ein kontrastreiches Firmenlogo verursacht werden, das über eine längere Zeit immer an der gleichen Stelle gezeigt wird. Wir dann ein anderer Bildinhalt an dieser Stelle gezeigt, ist das Firmenlogo immer noch zu sehen - es hat sich eingebrannt.
In ganz starken Fällen ist das Firmenlogo sogar bei ausgeschaltetem Plasma Display zu sehen.
Wie kann die Gefahr des Einbrennens reduziert werden?
Einstellung und Bedienung:
- Bei neuen Plasma Displays sollte über einen Zeitraum von 200 - 300 Stunden ein Weißbild gezeigt werden. Diese Maßnahme reduziert die Gefahr des späteren Einbrennens erheblich.
- Stellen Sie Kontrast und Helligkeit auf mittlere Werte ein. Vermeiden Sie, den Kontrast auf den Maximalwert zu stellen. Ein hoher Bildkontrast provoziert gerade zu, dass sich Teile des Bildinhalts dauerhaft einbrennen.
- Verwenden Sie einen Screensaver (auch Pixelshifter genannt). Diese Elektronik sorgt dafür, dass der Bildinhalt in regelmäigen Abständen um einige Pixel verschoben wird und so die Einbrenngefahr vermindert wird.
- Wir das Plasma Display über einen PC angesteuert, empfiehlt sich der Einsatz eines Bildschirmschoners. Der Bildschirmschoner sollte, wenn er aktiviert ist, ein dunkles Bild zeigen. Plasma Displays mit entsprechender Elektronik schalten sich dann aus sparen so auch Energie.
- Bei wechselndem Umgebungslicht sollte die Kontrasteinstellung entsprechend angepasst werden. Bei geringem Umgebungslicht kann die Kontrast- und Helligkeitseinstellung reduziert werden.
Darstellung, Inhalte, Farbgebung:
- Vermeiden Sie hohe Kontrastverhältnisse bei der Bildgestaltung, z.B. schwarze Schrift auf weißem Hintergrund.
- Die Farbe Blau ist in Bezug auf Einbrennen unempfindlich. Wenn Sie die Bildinhalte mit Blauwerten erstellen, reduzieren Sie so die Einbrenngefahr erheblich.
- Jeder Farbpunkt setzt sich aus drei Farbpixeln (rot, grün, blau) zusammen. Wenn die Möglichkeit besteht, die Informationsinhalte farblich wechselnd darzustellen, empfiehlt sich ein Farbwechsel zwischen den Grundfarben (invertierte Darstellung). Beispiel: Stellen Sie Ihren Inhalt für eine gewisse Zeit in blau dar. Wechseln Sie dann zu einer Mischfarbe bestehend aus Rot und Grün. Damit haben alle Zellen Gelegenheit sich zu erholen.
- Arbeiten Sie mit diversen Inhalten - dunkle Schrift auf hellem Hintergrund und helle Schrift auf dunklem Hintergrund. Eine Beachtung der oben genannten Punkte reduziert die Einbrenngefahr erheblich.
Maßnahmen falls sich doch ein Einbrenneffekt zeigt:
- Stellen Sie für min. eine halbe Stunde ein Weißbild dar und anschlieend für min. eine halbe Stunde ein Blaubild. Dadurch lässt sich der Einbrenneffekt evtl. reduzieren.
- Sollte diese Maßnahme nicht helfen, kann das Plasma Display noch zur Darstellung von Videoinhalten genutzt werden, da bei schnell wechselnden Bildinhalten eingebrannte Stellen kaum auffallen.







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