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Videoprozessoren

Videoprozessoren oben

Linedoubler
Ein Linedoubler kann Videobilder die mit einer Halbbilderübertragung gesendet werden, zu einen Vollbild (progressive) zusammensetzen.
Einige Projektoren kommen mit einen internen Lindoubler. Dieser kann aber nur für eine Datenprojektion optimiert sein, was nicht das idealste fürs Videobilder sein muss. Bei einem kleinen Bild oder bei 16/9 fallen die sichtbaren Artefakte bei Röhrenprojektoren nicht zu sehr auf. Das ist auch gut so. Deswegen kann man Baseband-Röhrenprojektoren bei 16/9 Bildern noch gut einsetzen. Da sie keine 31,5 KHz besitzen (was das Minimum für Linedoubler sein muss) sondern Horizontal nur 16 KHz haben, sind sie für Linedoubler nicht geeignet.

Bei LCD- und DLP Projektoren haben nur manche einen speziellen Linedoubler integriert.

Es gibt mehrere Methoden des Linedoublings. Die einfachste Methode ist Line Insert, wo die Zeilen einfach verdoppelt werden. Diese Linedoubler sind zwar einigermaßen günstig, das Bild ist aber häufig sehr stufig. Die Zweite Methode, Field Insert, kombiniert Halbbilder miteinander. Was für Standbilder eine Ideale Lösung ist, bei Bewegungen im Bild entstehen bei manchen Bildquellen Bewegungsartefakte, die das Menschliche Auge aber nicht besonders gut Wahrnimmt. Die dritte Lösung Interpolation ist fast wie Line Insert, nur das die Halbbilder nicht wiederholt werden, sondern aus vorhandenen berechnet werden. Das hat den Vorteil das Bewegungsartefakte und Stufenbildung minimiert werden. Das Bild wirkt aber oft weicher. Man siehst das alle Linedoubler nicht das optimale sind, immerhin müssen sie aus Halbbilder Vollbilder zusammensetzen.

Framedoubler
Framedoubler verdoppeln die Bildfrequenz, erzeugen also 100 Hz. Was man ja vom Fernseher kennt. Es ist natürlich auch bei der Projektion sehr empfehlenswert, statt den normalen 50 Hz auf Flackerfreie 100 Hz zu erhöhen.

Skalierer
Da die DVD nur eine Auflösung von 800 x 600 (SVGA) hat, unser Beamer aber meistens 1024 x 768 (XGA) lässt sich die DVD Auflösung auf XGA Hochskalieren.

Quadrodoubler
Ein Quadrodoubler berechnet nach der Umwandlung des Videosignals ins progressive Format noch Zwischenzeilen per Interpolation. Ist aber nur für 8 Zoll hauptsächlich aber für 9 Zoll Röhrenbeamer geeignet, die mehr als 64 KHz haben.

3/2 2/2 Pull Down
Sehr viele gute digitale Projektoren besitzen einen DCDiT Chip von Faroudja. Dieser Chip nutzt die 3/2 oder 2/2 Pull Down Methode. Ein Filmbild wird dreimal als Halbbild abgetastet, das nächste nur zweimal. Aus den beiden Halbbildern wird somit ein Hundertprozentiges NTSC Vollbild. Für PAL werden alle zweimal abgetastet.
Nachteil es funktioniert aber nur, wenn das Videomaterial aus einer Filmabtastung kommt, was bei DVDs meistens der Fall ist.

Warum Progressive Scan? oben

Progressive bedeutet nichts anderes als digitale Vollbilder in eigener standardisierter Auflösung.

Ein rein digitales Format, das immer im 16:9 Format vorliegt. Der Buchstabe ''P'' für Progressive steht hinter der Zeilenzahl (z. B. 1080p). Die Aufbereitung der Bilddaten findet jetzt im Wiedergabegerät statt. Somit liegt das Bildsignal in voller Auflösung (über 2 Mio. Pixel) mit 24 oder 25 Vollbildern pro Sekunde vor und wird 50 oder 60 Mal in der Sekunde angezeigt. Das Ergebnis: ein flimmerfreies, deutlich schärferes und detailreicheres Bild als je zuvor.

Bei HDTV gibt es verschiedene Auflösungen: Am gängigsten ist 720p mit 24 oder 25 Vollbildern pro Sekunde. Der Belgische Sender EURO1080 strahlt über SES-Astra in 1080i (interlaced) mit 60 Halbbildern aus. Mit Progressive PAL ist eine maximale Zeilen Auflösung von 576p je 50 Vollbildern pro Sekunde gemeint, die von einer Standard PAL-DVD-Video ausgespielt werden - vorausgesetzt, die Geräte unterstützen Progressive Scan.

Entscheidende Faktoren bei der zu empfangenden Qualität sind:

  • Welche Technik zu Hause zur Verfügung steht.
  • Die Auflösung und Qualität des Ursprungsmaterials (->Farbkorrektur ->digitales Master-Format) und schließlich die Qualität des MPEG-Videoencoders und welcher Codec (COmpressor / DECompressor) verwendet wird.

Das Geheimnis einer guten Bilddarstellung liegt im ausgewählten Algorithmus (Codec). Er beeinflusst die visuelle Qualität, mit der das Video am Bildschirm wiedergegeben werden kann.

Was ist besser - Progressive oder Interlaced? oben

Progressive Bildsignale (Vollbildtechnik) sind in der Computerwelt schon lange Standard. Alle PCs und Monitore arbeiten mit einer progressiven Bildverarbeitung über den VGA-Anschluss. Interlaced Bildsignale (Halbbildtechnik) kommen aus der Fernseh- und Videowelt. Das TV-Signal von den Sendeanstalten, Videorecordern, DVD-Playern oder DVD-Recordern besteht jeweils aus zwei Halbbildern. Der große Nachteil der Halbbildtechnik liegt darin, dass es zu Bewegungen zwischen den Halbbildern kommen kann: das typische Zeilenflimmern.

Laut Microsoft soll nicht nur in der Studioproduktion sondern auch am heimischen Computer oder DVD-Players der Windows Media Video-HD Progressive Standard in 720p oder 1080p am besten geeignet sein.

Gravierende Vorteile verzeichnet das Progressive-Format bei der Wiedergabe über den Windows Media 9 Series Player aus. Die Performance bei der schnelleren Videobild-Dekodierung, eine kontrastreichere Bildqualität und ein ruhigeres Bild sorgen für puren Filmgenuss.

Was Sie über 24p, 3:2-Pulldown und Ruckeln wissen müssen

Die 24p-Fähigkeit von Blu-ray- / HD-DVD-Playern und Plasma- / LCD-Panels kritallisiert sich derzeit als eines der wichtigsten Kaufargumente heraus. Warum ist dieses Feature so in den Mittelpunkt des Interesses gerückt? Wo liegen die Knackpunkte bei 24p und worauf muss man unbedingt achten? Hier eine kurze Erklärung der Zusammenhänge:

Vorab eine Warnung: Die folgenden Ausführungen sind mitunter sehr technisch und insgesamt etwas kompliziert. Wir haben versucht, die Zusammenhänge vereinfacht und verkürzt darzustellen, mussten dann aber recht schnell erkennen, dass eine verständliche Erklärung ohne ein Mindestmaß an technischer Grundinformationen nicht möglich ist. Für denjenigen, der vor einer Kaufentscheidung steht, ist es u.E. auf jeden Fall lohnend, sich in die Thematik einzulesen. Ist das Grundwissen erst einmal da, dann erschließen sich später viele neue Informationen wie von selbst. In diesem Sinne viel Spaß beim Lesen ...

24p hat seinen Ursprung im Kino. Schauen wir uns also erst einmal an, wie es dort läuft ...

Analoge Kinofilme werden mit einer Bildfrequenz von 24 fps (frames per second) produziert. Auch bei der Vorführung im Kino laufen 24 Vollbilder pro Sekunde von der Filmrolle durch den Projektor.

Im Kinoprojektor sorgt dann ein Shutter (andere Bezeichnungen: Flügelblende, Umlaufblende) dafür, dass jedes der 24 Bilder zweimal auf der Leinwand erscheint, mit kurzen Dunkelphasen zwischen jedem Blendenumlauf. In seltenen Fällen, bei besonders hochwertigen Projektoren, wird jedes Bild sogar dreimal abgedeckt. Der typische Kinostandard ist jedoch die zweifache Abdeckung, was zu einer Bildfrequenz von 48 Hz führt. Mit dieser Technik sollen zum einen die Stege des Filmstreifens unsichtbar werden, zum anderen soll Flimmern vermieden werden. Durch den "2:2"- bzw. "3:3-Pulldown" auf 48 Hz bzw. 72 Hz (48 oder 72 Bildeindrücke pro Sekunde) kommt man in einen Frequenzbereich, in dem das menschliche Auge keine Einzelbilder und somit auch kein Flimmern mehr wahrnimmt.

Je Sekunde Filmgeschehen befinden sich 24 Bilder auf dem Filmstreifen. Der Shutter belichtet jedes Bild zweimal, so dass sich für den Zuschauer insgesamt 48 Bildeindrücke je Sekunde ergeben.


Wenn man von 24 fps spricht so kann man dies also keineswegs mit 24 Hz gleichsetzen. Wir haben es vielmehr stets - auch beim Kinofilm - mit einem Vielfachen von 24 Hz zu tun. Egal wie die 24 Bilder weiterverarbeitet werden, es bleibt dabei, dass das Ausgangsmaterial des (analogen) Kinofilms stets nur 24 unterschiedliche Bilder (Frames) je Sekunde hat. Damit unterscheidet sich der Kinofilm wesentlich von Fernsehproduktionen, wie wir weiter unten sehen werden.

Was geschieht, wenn ein Kinofilm für's Fernsehen oder für DVD-Wiedergabe umgewandelt wird?

Fernsehen, Video oder auch das später hinzugekommene DVD-Format (im Folgenden einfach unter dem Begriff "Video" zusammengefasst) arbeiten im Zeilensprungverfahren und mit anderen Bildwiederholraten: Beim europäischen PAL-Standard sind es 50 Hz und beim in Japan und den USA gebräuchlichen NTSC sind es 60 Hz. Man sieht sofort: Diese Bildwiederholraten sind nicht durch 24 teilbar. Dennoch muss ein Kinofilm, wenn er in ein Videoformat umgewandelt wird, so verändert werden, dass er mit diesen Bildwiederholraten kompatibel ist. Dazu gibt es zwei Verfahren: Bei PAL (50 Hz) wird der Film um rund 4% schneller abespult und so auf 25 Bilder pro Sekunde beschleunigt. Anschließend erfolgt die Verdoppelung auf 50 Hz. Dieses sogenannte "PAL Speedup" wird bei Bewegungen praktisch nicht wahrgenommen. Die Tonhöhe wird über "Pitchbending" an die neue Geschwindigkeit angepasst. (So manchem Cineasten ist schon aufgefallen, dass die Filmdauer einer DVD-Version um etwa 5 Minuten kürzer ist, als das Kino-Original. Wer dann nach fehlenden Inhalten suchte, stelle erstaunt fest, dass der Film Szene für Szene vollständig war.) Dieses insgesamt unproblematische Verfahren, auch "PAL-Speedup" genannt, ist bei den 60 Hz von NTSC nicht praktikabel. Hier kommt stattdessen das sogenannte 3:2-Pulldown, auch "Telecine" genannt, zum Einsatz. Dabei werden die Bilder intermittierend verdoppelt und verdreifacht: Das erste Bild doppelt, das zweite dreifach, das nächste wieder doppelt u.s.w. So werden aus 24 Bildern 60 Bilder je Sekunde und man hat die 60 Hz. Dieses 3:2-Pulldown liefert jedoch ein insgesamt schlechteres Ergebnis als das "PAL-Speedup", denn es erzeugt bei langsamen Kameraschwenks und gleichmäßigen Bewegungen ein deutlich sichtbares Ruckeln, im Fachjargon "Judder" genannt.

Beim 3.2-Pulldown werden die Frames nach einem 3:2-Muster vervielfältigt. Dieses zwar regelmäßige, aber asynchrone Muster führt zu Ruckeln, das allerdings nur bei bei langsamen und gleichmäßigen Bewegungen oder Kameraschwenks auffällt.


Mit professionellen HD-Video-Equipment aufgenommene Filme, Sportereignisse oder Konzerte werden gleich so aufgenommen, wie sie gesendet werden: in Europa mit 50 Hz und in den USA mit 60 Hz. Bei diesem Material haben wir es statt mit 24 mit 50 bzw. 60 unterschiedlichen Bildern (Frames) je Sekunde zu tun. Das erklärt, warum ein HD-Film, der mit Videotechnik aufgezeichnet wurde, i.d.R. erheblich besser - weil ohne Ruckeln und daher bewegungsschärfer - ist als ein umgewandelter Kinofilm. Übrigens: Die HD-Filmkonserven, die europäische Sender kaufen, liegen zu über 90% in 60Hz-Fassungen vor. Vor einer Sendung müssen sie in aufwändigem Reverse-Pulldown von 60Hz-3:2-Pull-Down in 50Hz-PAL rückumgewandelt werden. Kein Wunder, dass europäische Sender diesen Aufwand scheuen. Wahrscheinlich gibt es deshalb in Deutschland noch immer so wenige HD-Sendungen.

Eine Kuriosität am Rande: Wenn solchermaßen aufgenommene HD-Produktionen auf Blu-ray Disc oder HD-DVD gebrannt werden sollen, wird es problematisch. Da nämlich 50Hz-Formate in den Spezifikationen der neuen HD-Speichermedien nicht vorgesehen sind (vermutlich wurden sie von den Normungsgremien schlicht vergessen), gibt es derzeit keine Möglichkeit, diese hochwertigen HD-Produktionen adäquat auf HD-Disc-Medien zu vermarkten. Die einzige Möglichkeit wäre hier ein komplexes Rückrechnen mit entsprechenden Bild- und Qualitätsverlusten (Ruckeln).

Und wo liegt nun das Problem mit dem Ruckeln?

Bisher wurde die Umwandlung vom Kinofilmformat ins Videoformat beim sogenannten Mastering einer DVD in den Studios vorgenommen und dann im PAL- oder NTSC-Format auf der DVD abgespeichert. Bei den neuen hochauflösenden DVD-Nachfolge-Formaten spart sich die Filmindustrie das Mastering komplett und speichert den Film im ursprünglichen 24-fps-Format auf der Disc ab. Die Umwandlung soll dann im Player geschehen. Allerdings hat sich die Industrie auf 60 Hz und das 3:2-Pulldown als ausschließliches Format festgelegt. Weder ist vorgesehen, eine PAL-Version auf der Disc abzuspeichern, noch findet ein "PAL-Speedup" im Blu-ray-Player oder HD-DVD-Player statt. Da alle Flachbildfernseher weltweit intern mit 60 Hz takten, entsteht aus der Beschränkung auf 60 Hz kein grundsätzliches Problem. Die wichtige Erkenntnis an dieser Stelle: Es gibt Stand heute (September 2007) für Blu-ray und HD-DVD nur noch ein Standard-Format und das ist 60 Hz. Das europäische PAL bleibt außen vor.

Für uns als PAL-verwöhnte Europäer verursacht dieser 60Hz-Uni-Standard allerdings ein Problem: Wir freuen uns nun über ein hochauflösendes Bild, müssen aber gleichzeitig bei umgewandelten Kinofilmen (und nur dort) ein bisher nicht gekanntes Ruckeln wahrnehmen. Ein schwacher Trost ist, dass dies vom Betrachter nur bei langsamen Kameraschwenks und gleichmäßigen langsamen Bewegungen wahrgenommen wird. Bei diesen Szenen wird der gleichmäßige Bewegungsfluss durch die unregelmäßige Bildmultiplizierung des 3:2-Pulldowns gestört. Doch für den, der gerade mehrere 1.000 Euro für hochwertiges HD-Equipment ausgegeben hat, ist eine derartige Qualitätsverschlechterung - und sei es nur ein gelegentliches Ruckeln - nicht akzeptabel.

Die gute Nachricht: Die Industrie hat das Problem erkannt. Die Lösung ist, dass der Player das Signal im originären, auf der Blu-Ray Disc oder HD-DVD befindlichen 24-fps-Format bzw. einem Vielfachen davon ausgibt. Dieses Format nennt sich 1080p/24 (andere Bezeichnungen: 1080p24, 1080/24p oder 1080/24fps), wobei sich für das Anhängsel 24 bei separater Verwendung mittlerweile die Bezeichnung 24p eingebürgert hat. Die Blu-ray-Player Playstation 3 und Pioneer BDP-LX70A sind die ersten HD-Player, die 1080p/24 beherrschen.

Doch nicht nur der Player muss 24p ausgeben, auch das Display muss 24p darstellen können und ggf. auf eine flimmerfreundliche Frequenz vervielfachen können. Soweit so gut. Nun wird es allerdings wirklich kompliziert ...

Warum wir trotz 1080p doch wieder den guten alten De-Interlacer brauchen ...

Wie wir oben gesehen haben, wäre eine Wiedergabe in 24 Hz unsinnig. Es würde ein deutliches Flimmern zu sehen sein. Also muss die Wiedergabefrequenz 48 Hz oder besser 72 Hz betragen. Die reine Wiederholung des gleichen Bildes vermindert zwar das Flimmern, schafft aber noch keine bessere Bewegungsschärfe. Ein Ruckeln gibt es also nach wie vor. Hinzu kommt, dass das menschliche Auge es als irritierend empfindet, wenn sich bewegte Objekte trotz Bildwiederholung nicht in ihrer Position verändern. Deshalb gehen fast alle Hersteller dazu über, mittels Interpolation weitere unterschiedliche Bilder zu errechnen und in die Wiederholfrequenzen einzubauen. Dabei wird in Echtzeit das jeweils übernächste Bild ausgewertet (vorausschauend gelesen) und mit dem gerade gezeigten Bild verglichen. Aus den festgestellten Unterschieden wird ein Zwischenbild errechnet und als nächstes Bild in die Bildfolge eingefügt. Mit dem Zwischenbild ist eine neue Bildinformation entstanden. Aus zwei unterschiedlichen Bildern wurden drei. Diese Technik hat allerdings ihre natürlichen Grenzen. Dadurch, dass der De-Interlacer immer nur für die bewegten Elemente (nur diese Bildinhalte verändern sich) Zwischenbilder errechnet, wirken die Kanten bewegter Bildinhalte verschliffen. Gleichzeitig werden bewegte Inhalte jedoch vordergründiger wahrgenommen als der statische Hintergrund. So entsteht der sogenannte Soap-Effekt, benannte nach den meist billig produzierten Soap-Operas (Seifen-Opern), wo sich die Darsteller vor gestellten und unscharfen Kulissen bewegen. Man kann sich gut vorstellen, welch hochkomplizierte Algorithmen erforderlich sind, um all diese Feinheiten der Bilddarstellung sauber umzusetzen. Es wird also zukünftig auch im HD-Zeitalter wieder darauf ankommen, wie gut ein Hersteller das Thema Interpolation beherrscht.

Ein wesentlicher, bisher kaum beachteter Unterschied zwischen LCD und Plasma ...

Beim Thema Interpolation ist eine Besonderheit grundsätzlicher Art zu beachten, die aus der unterschiedlichen Darstellung von LCD- und Plasma-Technik resultiert. Bei einem LCD-Panel bleibt jedes Bild während der gesamten Framedauer auf dem Display stehen, d.h. es gibt keine Dunkelphase. Man spricht hier von Hold-Type-Displays. Wird also dreimal hintereinander das gleiche Bild gezeigt, so sieht das menschliche Auge dennoch während der Gesamtzeit ein Bild. Es ist also für den Betrachter gleichgültig, ob aus den 24 Bildern bespielsweise über ein 3:3-Pulldown 72 Bilder entstehen. Hier besteht ein grundlegender Unterschied zur Plasmazelle. Bei der Flüssigkristallzelle des LCD-Panels bleibt der Inhalt der Pixelzelle solange stehen, bis mit einer Bildbewegung ein neuer, anderer elektrischer Impuls kommt. Beim Plasma-Display, sogeannten Impulse-Type-Dispays, kommt Phosphor zum Einsatz und dieser hat, abgesehen von einer natürlichen kurzen Nachleuchtdauer, eine Dunkelphase sobald keine Spannung mehr anliegt. Die Plasmazelle ist also in der Lage, nur kurzzeitig aufzuleuchten. Damit ist das Plasma-Display noch am ehesten mit der guten alten Kathodenstrahlröhre vergleichbar, in der ja der Elektronenstrahl ebenfalls Phosphor kurzzeitig zum Leuchten gebracht hat.

Aus diesen technischen Besonderheiten folgt, dass die Hersteller von LCD-Panels bei der Interpolation weniger Spielraum haben als die Hersteller von Plasma-Panels. Tatsächlich ist der o.g. Soap-Effekt vorwiegend bei LCD-Fernsehern zu beobachten. LCD-typische Nachzieheffekte bei schnellen diagonalen Bewegung sind ebenfalls auf die o.g. Besonderheiten der Hold-Dispay-Technik zurückzuführen.

Und das sind die Fallstricke, die sich aus "24p" ergeben können ...

Abgesehen von Pioneer konnte bisher kein Hersteller mit Plasma- oder LCD-Panels aufwarten, die 24p-Formate fehlerfrei wiedergeben konnten. Dies ändert sich jetzt allerdings mit den im Herbst 2007 auf den Markt kommenden Geräten. Die Frage ist allerdings immer: Was heißt "24p-kompatibel"? 72 Hz oder 48 Hz oder gar nur 24 Hz? Erfolgt nur eine Entgegennahme von 24p oder auch eine faktische Umsetzung in der Darstellung? Wie erfolgt die Interpolation?

Gesetzt den Fall, man hat einen Blu-ray- oder HD-DVD-Player, der 24p-fähig ist und einen Plasma- oder LCD-Fernseher, der ebenfalls 24p-fähig ist, dann heißt das nicht automatisch, dass die beiden sich auch verstehen. Der Flachbildfernseher sendet nämlich als Teil des HDMI-Protokolls sogenannte EDID- (Extended Dispay Indentification Data) Informationen an den Player. Nur wenn die EDID-Informationen korrekt sind und der Player so programmiert ist, dass er die EDID-Informationen richtig interpretiert, nur dann gibt er 1080p/24 über seinen HDMI-Ausgang aus.

Beispiehaft wollen wir hier nur 3 der häufigsten Probleme anführen, die sich in den letzten Monaten in der Praxis gezeigt haben:

  1. Der Player gibt 1080p/24 aus. Das Panel in 24p-fähig. Die EDID-Informationen sind richtig. Beim Panel kommt 1080p/24 an. Das Panel rechnet jedoch intern wieder auf 60 Hz um und stellt somit effektiv ein 1080p/60-Bild dar. Der Anwender kann dies nur am sichtbaren Ruckeln erkennen.
  2. Der Player gibt 1080p/24 aus. Das Panel ist 24p-fähig. Die EDID-Informationen sind falsch, d.h. das Panel meldet dem Player, es könne kein 24p oder der EDID-Datensatz sei fehlerhaft. Folglich gibt der Player kein 24p aus. Und dies, obwohl beide Geräte in der Lage wären, 24p darzustellen. Dass die EDID-Informationen falsch waren, erkannten wir in einem Test nur durch Zufall: Nachdem ein eigentlich 24p-fähiges Panel kein 24p ausgab, schlossen wir ein Panel mit korrektem EDID an den Player an. Der Blu-ray-Player erhielt damit die 24p-EDID-Information und gab 24p aus, die auch auf dem Panel korrekt dargestellt wurden. Dann wurde das Panel im laufenden Betrieb abgesteckt und stattdessen das erste Panel mit dem fehlerhaften EDID angeschlossen - und siehe da, 1080p/24 wurde weiterhin anstandslos ausgegeben und dargestellt.
  3. Sie haben einen Blu-ray-Player, der 24p ausgibt, und ein Display, das 24p entgegennimmt und perfekt ausgibt. Das Bild ist ruckelfrei. Doch das Panel ist kein Full-HD-Panel (1.920x1.080). Folglich kann 1080p zwar entgegengenommen werden, muss aber panel-intern in 1080i umgerechnet werden. Dies ergibt allerdings erstaunlicherweise nur geringe Qualitätseinbußen. Doch die ganz große Begeisterung kann da nicht aufkommen. Dann stellt sich noch heraus, dass der Player mit der veralteten HDMI-Version 1.2 arbeitet und nicht mit dem aktuellen HDMI 1.3a (Lesen Sie dazu unser Special zu HDMI 1.3a!). Folglich kann der Player die neuen HD-Tonformate Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio nicht ausgeben.
   

1080p/24

Die z.Zt. beste HD-Video-Auflösung zur Wiedergabe von Kinofilmen. "1080" steht für die Zeilen-Auslösung, "24" besagt, dass 24 Bilder je Sekunde angezeigt werden (genau so viel, wie beim klassischen Kinofilm) und "p" steht für "progressive". Bei progressiver Darstellung wird - anders als bei interlaced (siehe Zeilensprungverfahren) zu jedem Zeitpunkt der gesamte Bildinhalt in einem Vollbild angezeigt (siehe 24p). Ein Kinofilm kann damit fast originalgetreu dargestellt werden. 1080p/24 kommt bei den hochauflösenden DVD-Nachfolgeformaten Blu-ray Disc und bei HD DVD zum Einsatz. Allerdings müssen sowohl Zuspielgeräte z.B. Blu-ray-Player oder HD DVD Player wie auch Wiedergabe-Geräte, z.B. Plasma-TV oder LCD-TV den Modus 1080p/24 beherrschen.

 

Die Neuen Features von HDMI 1.3 und HDMI 1.3a (1.3b) oben

 
 

Die neuen Features von HDMI 1.3
Neuerungen der Version HDMI 1.3a / HDMI 1.3b

Aufbau von Leitungen und Protokollen
Neue Probleme mit Kabeln bei HDMI 1.3a?

 

HDMI kam Anfang 2003 als neue digitale Schnittstelle auf den Markt. Sie wurde speziell für die Unterhaltungselektronik entwickelt und wird heute von mehr als 300 Hersteller-Firmen unterstützt. Mit HDCP sollte HDMI von Anfang an den gewachsenen Anforderungen an einen sicheren Kopierschutz gerecht werden. Nicht zuletzt deshalb gab es laufend Weiterentwicklungen von HDMI. Diese spiegeln sich in entsprechenden Versionsständen: HDMI 1.0, HDMI 1.1, HDMI 1.2, HDMI 1.2a, HDMI 1.3 und jetzt aktuell HDMI 1.3a. Wir wollen hier speziell aufzeigen, welche Vorteile die Version 1.3/1.3a zu bieten hat. Darüber hinaus gibt es jede Menge Infos zu HDMI allgemein, die Sie in unserem Special zu HDMI finden.

Die neuen Features von HDMI 1.3 oben

Im Frühjahr 2007 kamen die ersten Geräte mit der neuen HDMI-1.3-Schnittstelle auf den Markt. Welche Neuerungen bringt HDMI 1.3 gegenüber der Vorgänger-Version 1.2a?

  • HDMI 1.3 verdoppelt die Bandbreite der Datenrate von bisher 4,95 Gb/s (165 Mhz) auf 10,2 Gb/s (340 Mhz). Vorteile:
    • Damit wird ein deutlich größer Farbraum möglich, was z.B. Hautfarben und dunkle Szenen natürlicher erscheinen lässt.
    • Die Möglichkeiten der Auflösung werden um mehr als 400%.gegenüber 720p HDTV gesteigert. Ergebnis: Mehr Detailreichtum in komplexen Szenen.
    • Höhere Bildwiederholraten (Frame Rates) werden möglich: bis zu 120 Hz. Dadurch werden Bewegungen noch besser abgebildet und Bewegungs-Artefakte vermindert..
  • Neue verlustfreie Audio-Formate: HDMI 1.3 unterstützt die neuen verlustfrei komprimierten digitalen Audioformate DolbyR TrueHD (Infos zu Dolby TrueHD auf der Dolby-website ...) und DTS-HD Master AudioT.
  • HDMI 1.3 enthält ein Feature, das LipSync auf Protokollebene ermöglicht. Damit können sendendes und empfangendes Gerät Ton und Bild besser miteinander synchronisieren. Laufzeit-Differenzen werden vermieden und bei Dialogen entsprechen die Lippenbewegungen exakt dem gesprochenen Wort.
  • Neuer Mini-Stecker: Mit HDMI 1.3 wird ein kleinere Stecker eingeführt, der optional zum heutigen Stecker verwendet werden kann. Der Mini-Stecker wird "Typ C"-Stecker genannt, der bisherige Standard-Stecker ist "Typ A". Dazwischen gibt es in der HDMI-Spezifikation noch einen "Typ B", der 21,2 mm breit ist und über 29 Pins verfügt. "Typ B" hat jedoch in der Praxis keine Bedeutung. Zusätzlich wurden mit den Spezifikationen für HDMI 1.3 erstmals zwei Kabel-Klassen eingeführt:
    • Category 1, auch Cat 1 genannt: Cat-1-Kabel übertragen Signale bis zu einer Taktrate von max. 74,25 MHz, was etwa 2,2 Gb/s Datenrate entspricht.
    • Category 2, auch Cat 2 genannt: Cat-2-Kabel sind dazu ausgelegt, Signale zu übertragen, die über einer Taktrate von 74,25 MHz (entsprechend 2,2 Gb/s Datenrate) liegen.
    Alle Kabel vor Einführung des HDMI-1.3-Standards sind mindestens für Cat 1 ausgelegt. Das heißt jedoch nicht zwingend, dass ältere HDMI-Kabel nicht den Spezifikationen von Cat 2 entsprechen. Als Faustregel kann man sagen, dass HDMI-Kabel, die bisher als für 1080p geeignet ausgewiesen waren (z.B.: Nordost Wirewizard HDMI1), auch die Spezifikationen von Cat 2 erfüllen.

  • HDMI 1.3 unterstützt eine höhere Farbtiefe. Von bisher 24-bit wird die übertragbare Farbtiefe auf 30-bit, 36-bit oder sogar 48-bit gesteigert, jeweils für RGB oder YUV (Componente). Verbesserte Farbtiefe hat folgende Vorteile:
    • Die Fähigkeit von HD-Displays, Milliarden von Farben darzustellen wird nun auch durch das Übertragungsprotokoll von HDMI unterstützt.
    • Sorgt für sanfte Farbübergänge und feine Farbabstufungen und hilft, störende Farbsäume (Doppelkonturen an Flächenrändern und Säume in Farbverläufen, siehe Abbildung links) zu vermeiden.
    • Erheblich größere Kontrast-Spannen werden möglich.
    • Die Anzahl der Graustufen (Farbabstufungen zwischen schwarz und weiß) wird vervielfacht. Schon bei einer 30-bit-Farbtiefe können mindestens 4-mal mehr Graustufen dargestellt werden und die typische Verbesserung wird voraussichtlich bei der 8-fachen Graustufendarstellung liegen - verglichen mit 24-bit-Farbtiefe beim bisherigen HDMI 1.2.


  • Vergrößerter Farbraum: HDMI 1.3 beseitigt im Prinzip alle bisherigen Begrenzungen in der Farbdarstellung. Das menschliche Auge ist in der Lage, ein wesentlich größeres Farbspektrum zu sehen, als dies bisher in Videobildern darstellbar war. So kann konventionelles RGB nur einen Ausschnitt des tatsächlich sichtbaren Spektrums wiedergeben. HDMI 1.3 unterstützt das Nachfolgeformat xvYCC (Extended YCC Colorimetry for Video Applications), das tatsächlich die die gesamte Skala der vom menschlichen Auge sichtbaren Farben abbilden kann.Vorteile:
    • Der xvYCC-Farbraum vergrrößert die von HD-Signalen darstellbaren Farben um das 1,8-fache.
    • Farbübergänge und Farbverläufe werden exakter wiedergegeben.
    • Die Farben selbst werden natürlicher und lebendiger dargestellt.

Man sieht allein schon an dieser Aufzählung, dass HDMI weit mehr ist, als eine schlichte Signalübertragung, wie wir sie bisher von den analogen Signalen RGB, YUV etc. kennen. HDMI greift mittlerweile tief in die Signalverarbeitung der Geräteebene ein und stellt somit den Flaschenhals für jegliche zukünftige Weiterentwicklungen dar.

HDMI 1.3 ist übrigens voll abwärtskompatibel zu den bisherigen HDMI-Versionen ebenso, wie zu DVI. HDMI 1.3 wird sich von vorneherein als der Standard für Blu-ray Player und HD DVD Player etablieren und sich sicher auch schnell in den Bereichen Plasma-TV und AV-Receiver durchsetzen.

Download HDMI 1.3 Broschüre (PDF, englisch, 68 KB)

Neue Änderungen mit der Version HDMI 1.3a oben

Kaum war HDMI 1.3 angekündigt, wurde im November 2006 schon die Nachfolge-Version vorgestellt: HDMI 1.3a. Diese ist abwärtskompatibel zur Vorversion, d.h. Geräte mit HDMI 1.3 kommunizieren problemlos mit Geräten, in denen HDMI 1.3a implementiert ist. Allerdings können Geräte mit der "a"-Version von 1.3 nur dann alle Features problemlos nutzen, wenn das Gegengerät ebenfalls über 1.3a verfügt. Ansonsten fällt die Kommunikation auf den Leistungsumfang von HDMI 1.3 zurück. Hier die Änderungen von HDMI 1.3a im Einzelnen:

  • Modifikationen am Kabel und am Stecker des HDMI-Kabels. Diese betreffen primär den neuen C-Typ-Stecker (kleine Variante des bekannten HDMI-Steckers). Die Änderung haben auch eine Auswirkung auf die Spezifikationen der Impedanzeigenschaften der empfangenden Geräte.
  • Es wurde eine Empfehlung hinsichtlich der Terminierung (Ein- und Ausgänge) an den Endgeräten hinzugefügt.
  • Änderung am Messwert-Diagramm beim HDMI-Test für Quellgeräte (sogenannte Anstiegs- und Abfallzeit des Signals).
  • Änderung am Messwert-Diagramm beim HDMI-Test für Endgeräte (Anstieg und Abfall des Signals)
  • Technische Änderung an den Richtlinien für HDMI-Kabel
  • Änderung des CEC*-Kapazitätslimits [100 pF a 150 pF (Quelle, Repeater) bzw. 200 pF (CEC* Root, Endgerät)]
  • Hinzufügen einer gültigen Bandbreite für die RGB Video-Quantisierung
  • Ergänzung bei den Ausnahmen für mögliche Audio Samplingraten
  • Hinzufügen einer Control-Funktion für die Audio Rate, d.h. das Endgerät kann den Taktgeber der Quelle steuern.

* CEC steht für Consumer Electronics Control dient zur Kommunikation aller über HDMI verbundenen Geräte über nur eine Fernbedienung.

Die Änderungen, die mit HDMI 1.3a eingeführt wurden, sind überwiegend technischer Natur und führen keine neuen Features ein. Sie dürften in der Praxis vom Benutzer nur dadurch bemerkt werden, dass nun bisher, bei den ersten 1.3-Versionen festzustellende Fehler nicht mehr auftreten.

HDMI 1.3b oben

Ende 2007 wurde zusätzlich HDMI 1.3b eingeführt. Diese Version ist inhaltsgleich wie 1.3a und wurde lediglich ergänzt durch die Festlegung eines spezifizierten Messverfahrens für Hardware. Irgendwelche neuen Spezifikationen für Kabel sind nicht enthalten. Die Besonderheiten von HDMI 1.3b betreffen also nicht Kabelverbindnungen, sondern lediglich Geräte und und auch hier nicht einzelne Spezifikationen oder Messwerte, sondern lediglich ein Messverfahren.

Aufbau von Leitungen und Protokollen oben

Erklärungen der Leitungen im HDMI-Kabel:

  • TMDS 4 Leiterstränge mit TMDS- (Transition Minimized Differential Signaling) Signalen, bestehend aus jeweils einem Twisted-Pair-Leiterpaar. Drei der TMDS transportieren Video-Signale (RGB oder YCrCb) und der vierte TMDS-Leiter dient als Taktgeber. Die digitalen Audiosignale werden im Multiplexverfahren über die Video-TMDS-Leiter übertragen.
  • DDC (Display Data Channel), diese Daten- und Taktleiter übertragen die Zweiwege-Kommunikation der angeschlossenen Geräte und dienen auch für den Transport der HDCP- (High-bandwidth Digital Content Protection) Kopierschutzprotokolle
  • CEC (Consumer Electronics Control): Hier werden die Signale der Fernbedienung übertragen: Mit CEC-fähigen Geräten können alle über HDMI angeschlossenen Geräte über nur eine Fernbedienung gesteuert werden.
  • HPD (Hot Plug Detection) ermöglicht es einem Quellgerät, das angeschlossene Display bzw. Wiedergabegerät automatisch und in Echtzeit zu erkennen.
  • +5 Volt Betriebsspannung; sie unterstützt einen Informationsfluss zwischen Geräten, auch im Standby-Betrieb (Power off).

Unterstützte Video-Auflösungen und Datenraten:

  • Die Auflösung bezeichnet die Anzahl der Pixel in der Horizontalen (erste Zahl) und der Vertikalen (zweite Zahl) des Bildes je Vollbild (Frame). 720p hat eine Auflösung von 1280 x 720 und 1080i und 1080p haben weisen beide eine Auflösung von jeweils 1920 x 1080 auf.
  • Die Bildwiederholrate sagt aus Vollbilder oder Halbbilder pro Sekunde angezeigt werden. Mit NTSC, z.B. in den USA und Japan sind dies 30 bzw. 60 Hz und bei PAL in Europa sind es 25 bzw. 50 Hz.
  • Die Farbtiefe gibt an, wieviele Bits verwendet werden, um die Farbe eines Pixels zu bestimmen. Die Werte: 24, 30, 36 und 48 bit.
     
  • Die Datentranferrate (Bandbreite) gibt die Anzahl der Bits an, die pro Sekunde übertragen werden und wird in Gb/s (kleines "b" in diesem Fall, also nicht GB) angegeben. Die erforderliche Datentransferrate errechnet sich grob gesagt aus der Summe der o.g. drei Maßzahlen. Je höher also die Auflösung, Bildwiederholrate und Farbtiefe sind, desto höher muss die die entsprechende Datentransferrate sein. Bei HDMI in den Versionen 1.0 bis 1.2 beträgt 4,95 Gb/s und wurde mit HDMI 1.3a auf 10,2 Gb/s gesteigert.

Mögliche Kabel-Probleme mit HDMI 1.3a oben

Die Problematik von möglichen Qualitätsverlusten bei größeren Kabellängen - in der Regel ab etwa 3-5 Meter - war schon vor Einführung von HDMI 1.3a ein Thema. Dabei liegen die Faktoren, die die Signalqualität beeinflussen zwar in der Tat primär beim Kabel, mitbestimmend sind aber auch die Performance der HDMI-Schnittstelle im sendenden Gerät und im empfangenden Gerät sowie die Transferrate des Signals. Je höher letztere ist, desto kürzer ist die "unproblematische" Kabellänge. Wenn z.B. ein 4,95-Gb/s-Signal mit bisherigem HDMI problemlos bis 10 Meter Kabellänge übertragen werden konnte, so verringert sich diese Länge jetzt bei HDMI 1.3a auf nur noch 5 Meter.

Wichtig: Alle bisherigen HDMI-Kabel übertragen auch Daten gemäß HDMI 1.3a. Gesichert allerdings nur bis 4,95 Gb/s, also knapp der Hälfte der maximalen Datenrate von HDMI 1.3a. Dabei gilt es folgendes zu beachten: HDMI 1.3 definiert die maximal mögliche Datenrate, aber es erhöht nicht die Datenrate eines gegebenen Signals. Ein bisher mit HDMI 1.2a gesendetes 1080p-Signal wird also auch unter HDMI 1.3a weiterlaufen - mit gleicher Qualität und gleicher Kabellänge. Erst wenn die angeschlossenen Komponenten die neuen, mit HDMI 1.3a möglichen Verbesserungen bautechnisch umsetzen und entsprechend höher getaktete Signale senden, erst dann wird die Kabelqualität entscheidend.

Fallback: Aber auch wenn Ihr HDMI-Kabel nicht für HDMI 1.3a geeignet sein sollte, bedeutet das nicht, dass ein Totalausfal entsteht. Vielmehr sind die Schnittstellen gemäß den Spezifikationen so ausgelegt, dass sie automatisch auf einen niedrigeren Übertragungsstandard HDMI 1.2a zurückfallen, wenn sie festellen, dass die Übertragung mit der maximalen Datenrate nicht möglich ist. Diese im DDC (Display Data Channel) implementierte Fallback-Funktion bedeutet allerdings, dass der Benutzer auf alle Vorteile von besserem Bild und Ton verzichtet, die mit HDMI 1.3a möglich wären und auf das Qualitätsniveau von bisherigen HDMI 1.2a zurückfällt. Diese Möglichkeit wird man zukünftig bei der Fehlersuche verstärkt in Betracht ziehen müssen.

Ein HDMI-Signal erleidet stets mehr oder weniger große Verluste auf seinem Weg, der typischerweise vom DVD-Player über den AV-Receiver zum Plasma-TV führt. Im Wesentlichen betreffeni den Störungen um zwei Arten: Abschwächungen der Amplitude und um Jitter (laufzeitbedingte Synchronisationsfehler). AudioQuest hat uns dankenswerterweise eine Oszillografen-Auswertung zur Verfügung gestellt, die diese Signalstörungen recht gut veranschaulicht.  Die meisten HDMI-Extender (Repeater, Signalverstärker) - Beispiel: mittels derer sich größere Strecken überbrücken lassen, verstärken zwar die Amplitude, sie können jedoch nichts gegen den Jitter ausrichten. Dieser lässt sich i.d.R. nur in den originären HDMI-Terminals der Gerätes mittels Decoding und Recoding der Signale ausbügeln. Übrigens arbeiten HDMI-Extender, anders als HDMI-Kabel, mit Elektronikbauteilen, die auf eine bestimmte Datenübertragungsrate fest eingestellt sind. Daher kann man davon ausgehen, dass höchstwahrscheinlich alle Extender, die vor Einführung des HDMI-1.3a-Standards auf den Markt kamen nicht mit HDMI 1.3a funktionieren, zumindest nicht mit Datenraten über 4,95 Gb/s. Die Faustregel "1080p-geeignet = HDMI-1.3a-kompatibel" gilt nicht für HDMI-Extender / -Repeater!

Besser sind da die Nachrichten, bezüglich LipSync. Alle Kabel, die vor HDMI 1.3 auf den Markt kamen, beherrschen das LipSync-Feature von HDMI 1.3, da die entsprechenden Daten über die DDC-Kommunikation des HDMI-Protokolls laufen.

Die größte Verwirrung besteht bei 1080p. Da 1080p etwa gleichzeitig mit der Markteinführung von HDMI 1.3 in den Medien thematisiert wurde, entstand bei Manchem der Eindruck, für 1080p würde zwingend HDMI 1.3 voraussetzen. Tatsächlich haben diese beiden Begriffe nicht miteinander zu tun. 1080p war schon in Version 1.0, also von Anfang an Bestandteil der HDMI-Spezifikationen. Vielmehr wurden mit HDMI 1.3 zusätzliche Datenraten eingeführt, die über denen von 1080p liegen. Man braucht also nicht zwingend ein Gerät mit HDMI 1.3, um in den Genuss von 1080p zu kommen. Allerdings muss das Signal über HDMI (egal welche Version) laufen, da die 1080p-Ausgabe bei den meisten Playern aus Kopierschutzgründen für den Componentenausgang (YUV) gesperrt ist.

Auf der Suche nach dem besten Bild. . oben

Um wie viel besser die Bildqualität bei Projektoren, Plasmas & Co. sein könnte

Wie gut ist die Bildqualität in Ihrem Heimkino wirklich? Ist Digital gleich optimal? Und was bringt HDTV?

Die Bildtechnik im Digitalzeitalter wirft viele Fragen auf, die nur mit Verständnis der Grundlagen und Wissen der Technologien beantwortet werden können. Udo Ratai, anerkannter Spezialist für Videotechnik und verantwortlicher cinemateq Produktmanager, hat für Sie seine "Suche nach dem besten Bild" dokumentiert - fachlich fundiert, subjektiv und mit einer unterhaltsamen Prise Ironie.

Damit wird dem Leser ein nützlicher Ratgeber zur Seite gestellt, der dabei hilft, zukunftssichere Projektoren und Flachbildschirme zu erkennen und das Optimum an Bildqualität herauszuholen.

Als Redakteur verschiedener Fachzeitschriften habe ich mich über viele Jahre mit Projektoren oder digitalen Displays beschäftigt. Hierbei war es unabdingbar, systematisch vorzugehen sowie zahlreiche Möglichkeiten der komplexen Materie Bildtechnik durchzuspielen. Eine typische Fragestellung: Wer, respektive welche Komponente, generiert eigentlich das Bild auf der Leinwand? Wenn das Auge einen Bildfehler erkennt - welcher Baustein ist daran beteiligt? Liegt es an der Bildquelle, am Wiedergabegerät oder dem Videoprozessor dazwischen? Im Testbetrieb müssen nun mal in einer langen Kette von der Bildquelle bis zur Leinwand zahlreiche Geräte, Kabel und Schnittstellen überprüft und aufeinander abgestimmt werden. Das Setup mit der besten möglichen Bildqualität zu finden, stand über Jahre im Mittelpunkt meiner Arbeit.

Leser der inzwischen historischen Image Home Entertainment Hefte werden sich erinnern, dass ich den Testkandidaten dazu stets mit professionellen Videoscalern auf den Zahn gefühlt habe. Leider oft mit dem ernüchternden Ergebnis, dass ausgerechnet die hochwertigsten Signale nur auf wenigen guten Geräten liefen. Versuche mit nativer Panelauflösung oder HDTV-Bilder mit 50 Hertz, die wir nun mal bald in Europa brauchen, bereiteten häufig Probleme. Auch die Bildausgabe über DVI (Digital Visual Interface), eigentlich ein Quantensprung für digitale Display-Technologien, klappte bei der PAL-Bildwechselfrequenz von 50Hz selten. Man muss wohl etwas Geduld haben mit vielen überwiegend in NTSC-Ländern entwickelten Geräten.

Scaler, HDTV und die Probleme der Gegenwart oben

Immerhin - die Zahl der zu (europäischen) HDTV-Signalen kompatiblen und somit zukunftssicheren Projektoren oder Displays wächst stetig. Und deshalb werden die dafür konzipierten HDTV-Scaler endlich auf breiter Front beweisen können, was Fachleute schon immer gepredigt haben: Der Linedoubler bzw. der Videoscaler definiert die Bildqualität im Heimkino!

cinemateq-picture-optimizer-plus-II

cinemateq picture optimizer plus II

Aus diesem Grund ist der Job eines professionellen Scalers neben seiner originären Aufgaben zurzeit noch ein anderer. Er dient dem Fachmann als Werkzeug und als effektives Arbeitsgerät, um mit HDTV/50Hz-Signalen die Videoschnittstellen des Heimkinos systematisch zu testen. Damit schützt man sich vor unangenehmen Konsequenzen: Inkompatible Displays bleiben nämlich im schlimmsten Fall dunkel, wenn europäisches HDTV kommt, und bieten grundsätzlich keinen Zugang für die faszinierende Qualität dieser Bilder!

Kaum besser: Manche Geräte erkennen zwar zunächst ein HDTV-Bild, zeigen aber bei Bewegung unakzeptable Artefakte wie Ruckelstörungen (interne 60Hz-Darstellung!), Tearing (quer aufblitzende Verschiebungskanten bei Bewegung im Bild) oder eine falsche Bildlage und Geometrie. Auch derartige Fehler bedeuten leider den technischen K.O., was die Zukunftssicherheit des Heimkinos betrifft. Systematische Versuche mit hohen Bildauflösungen und HDTV-Formaten liefern also wichtige und dringend benötigte Erkenntnisse. Denn mit Blick auf die zur Fußball-WM 2006 angekündigte Ausstrahlung europäischer HDTV-Programme wird es höchste Zeit, diese fantastische Anwendung zu testen. Aber nicht nur in ferner Zukunft sind HDTV-kompatible Heimkinos ein Segen: Selbstredend profitieren alle heutigen, überwiegend auf Fernsehen und die DVD basierenden Heimkinoanwendungen enorm von der Konvertierung heutiger PAL-Bilder in echte HDTV-Auflösung! Dazu später mehr.

Aus all diesen Erkenntnissen ergibt sich jedenfalls eine klare Schlussfolgerung: Ein modernes, investitionssiche res Heimkino basiert auf Komponenten mit HDTV-fähigen Schnittstellen sowie auf Displays mit hohen Auflösungen, jenseits von konventionellem PAL! Ein Heimkino, das schon heute mit HDTV-Signalen läuft, muss keine Umstellungsschwierigkeiten in der Zukunft befürchten.

Schnittstellen sind der Schlüssel oben

Dazu passt eine weitere wahre Erkenntis: Seit etlichen Jahren sind Plasma- und LC-Displays sowie LCD-, DLP- oder LCOS- Projektoren im Einsatz - alles digitale Technologien. Auch DVD-Player, DVB (Digital Video Broadcast) über Satellit oder DVB-T (terrestrische DVB-Ausstrahlung) übertragen digitale Bildsignale. Jeder Techniker und jeder intelligente Laie fragt sich, warum wir zwischen beiden digitalen Welten um Himmels Willen immer noch mit analogen Schnittstellen kommunizieren. Vielleicht aus Gewohnheit?

Das Ergebnis mehrfacher D/A- und A/D-Wandlungen bzw. des unnötigen Wechsels zwischen digitaler und analoger Welt ist jedenfalls technisch gesehen jedes Mal ein Unfall, sprich eine überflüssige Bearbeitungsstufe! Und die kostet Bildqualität. Wer digitale Heimkinokomponenten ohne professionelle digitale Schnittstellen (SDI, DVI, HDMI) anschafft oder einsetzt, wird deshalb ein restlos überzeugendes Heimkinobild nie erleben - Punkt!

SDI-Schnittstelle DVI-Schnittstelle

So simpel und konsequent diese Botschaft in der Theorie ist - Schnittstellen für digitale HDTV-Signale müssen natürlich in der Praxis funktionieren. Es reicht nicht, dass sie nur als Feature im Prospekt stehen. Wie gesagt, viele Plasmadisplays akzeptieren leider nur Doubling (PAL/NTSC), manche erkennen über DVI überhaupt keine 50-Hz-Videobilder, einige ruckeln. Dagegen ist volle HDTV-Kompatbilität (DVI und YUV) bei modernen HDTV-Projektoren (HDTV 720p mit 1280x720 Pixel) fast schon zur Standardausstattung avanciert. Selbst bei preiswerten LCD Geräten zu erschwinglichen Preisen unter 2.000 Euro! Sogar einige gut gemachte PC-Monitore funktionieren schon heute dank intelligenter Auto-Input-Receiver ruckelfrei mit echten HDTV-Signalen über DVI - hierbei handelt es sich also um die derzeit preiswertesten digitalen HDTV-Displays.

Wieso ein nicht mal 400 Euro teurer SXGA-Monitor fehlerfrei mit HDTV 720p/50Hz funktioniert, aber manches 20 mal so teure Plasmadisplay nicht, bleibt rätselhaft. Auch die Konvertierung von PAL-Bildern auf 60 Hz (siehe unsere Funktion Frame Rate Conversion), auf die mancher mangels 50-Hz-kompatibler DVI-Eingänge ausweicht, bringt auf Dauer nichts. Denn eine PAL 60Hz-Darstellung führt immer zu Bildruckeln.

Bildfehlern auf der Spur oben

Eines ist also sicher: An einigen inkompatiblen Displays kann kein Videoscaler, auch nicht der picture optimizer plus II SDI, seine volle Leistung zeigen. In diesen Fällen vermutet natürlich kaum jemand den Defekt bei seinem exklusiven Plasmadisplay oder bei seinem teuren Projektor. Um diese Fragen zu klären muss man aber systematisch vorgehen, respektive die tatsächlich ausgegebene Signalqualität des Scalers im Zweifel an einem analogen CRT-Monitor oder an einem kompatiblen Vergleichsgerät kontrollieren. Analoge CRT-Monitore eignen sich dazu übrigens bestens, da sie das Videosignal kaum verändern und selbst keine Ruckelstörungen produzieren. Auch wenn unser Scaler einen Fehler macht (was natürlich vorkommen kann), oder wenn das Display nicht funktioniert - nur mit doppelt abgesicherten Tests kommt man der wahren Ursache eines Fehlers auf die Spur. Mit unserem Support Service sammeln wir deshalb alle Informationen von vielen Anwendern und diversen Geräten.

Der Trend ist aber positiv, viele aktuelle Projektoren und Plasmadisplays der neuesten Generation bieten HDTV-kompatible YUV-und DVI-Schnittstellen. Adapter von DVI auf HDMI sind natürlich jederzeit einsetzbar, um optional Displays mit "High Definition Multimedia Interface" ebenfalls kompatibel mit DVI-Signalen anzusteuern.

Von einer schönen heilen HDTV-Welt trennt uns also bald nicht mehr viel. Um jetzt ganz auf Nummer Sicher zu gehen, kann und sollte natürlich jeder Händler oder Heimkino-Enthusiast mit HDTV-Signalen zukunftssichere Geräte testen und erkennen! Professionelle Videoscaler erzeugen genau jene Signale, die wir zum Überprüfen unserer Heimkino-Komponenten brauchen!

cinemateq picture optimizer plus II SDI

Um hier weiter voranzukommen ist es natürlich wichtig, dass der Videoscaler selbst ein möglichst normgerechtes Bild liefert. Dabei orientiert sich cinemateq an den aktuellen SMPTEbzw. VESA-Normen. Bei der Vielzahl der Output-Signale (DVI, RGB,HV, RGBS und RGsB / YUV mit Bi-Level-Sync oder Tri-Level-Sync) ist dies eine anspruchsvolle Aufgabe. Noch dazu, wenn der picture optimizer plus II SDI auch zu allen möglichen Panel-Auflösungen die exakt passenden Bildsignale liefern soll: Dafür sind 22 Formate von DOUBLING bis QUADRUPLING, VGA bis UXGA, HDTV 720p und HDTV 1080i /1080p fest hinterlegt und können jederzeit simpel abgerufen werden. Außerdem wurden zahlreiche neue Funktionen hinzugefügt, um die Bedienung beim Generieren der Bildformate zu vereinfachen.

Dazu noch eine Hintergrundinformation: HDTV-Formate mit 50 Hertz liegen im Gegensatz zu den schon lange fixierten amerikanischem HDTV-Formaten erst seit kurzem für Europa vor, definiert von der Working Group der amerikanischen "The Society Of Motion Picture And Television Engineers" (SMPTE). Deshalb tauchen vor allen bei älteren Geräten noch uneinheitlichen Einstellungen auf. Um notfalls abweichende oder auf die "alte" SMPTE-Norm bezogene HDTV-Einstellungen zu generieren, stehen aber beim picture optimizer plus II SDI vier Customer-Menüs für individuelle Feineinstellungen zur Verfügung. Nutzen Sie bei allen Fragen dazu bitte den cinemateq Support Service. Wir kennen die meisten Probleme und wissen in der Regel eine Antwort darauf.

Einsteiger sollten sich am besten gleich an einen cinemateq Fachhändler wenden. Als Kunde müssen Sie jedenfalls nicht selbst experimentieren sondern können sich Ihr zukunftssicheres Heimkino im Teamwork mit engagierten und erfahrenen Mitarbeitern maßgeschneidert zusammenstellen lassen. Wenn Sie mich fragen würden, dann hätte ich allerdings auch schon eine ganz genaue Vorstellung davon, wie dieses Heimkino heute aussehen müsste..

Der Weg zum perfekten Heimkino oben

Herzstück so eines zukunftssicheren Heimkinos ist selbstredend ein digitaler Videoscaler, der über digitale Eingänge (SDI) und Ausgänge (DVI) verfügt. Schnittstellen zur analogen Welt sind reichlich sowie in bestmöglicher Qualität vorhanden, auch wenn sie natürlich nie an die verlustlose Signalübertragung der digitalen Schnittstellen heranreichen können. So ein Scaler ist bei cinemateq seit Anfang 2004 mit der Einführung des picture optimizer plus II SDI Realität. Die digitale Signalverarbeitung und komplette Skalierungsmöglichkeiten für HDTV-Auflösungen (720p/1080i) machen den picture optimizer plus II SDI auf Jahre zukunftssicher.

Kurz zu den grundlegenden Funktionen des cinemateq picture optimizer plus II SDI, der sich mit seinem silberfarbigen Gehäuse elegant, aber unauffällig ins Heimkino integriert. Dort sorgt er erst einmal für Ordnung: Als universeller Videoswitcher verwaltet er bis zu acht analoge Halbbildquellen jeder Art. Sämtliche Varianten wie S-Video, RGB über Scart sowie YUV sind doppelt vorhanden. Mit SDI-Option ersetzten digitale BNC-Eingänge (SDI) die beiden Cincheingänge. Bis zu zwei Composite-Quellen finden dann aber immer noch über die beiden FBAS-beschaltbaren Scartbuchsen Anschluss.

Ausgangsseitig führt im Idealfall nur noch ein DVI-Kabel zum modernen Projektor oder Flachbildschirm. Das ist nicht nur bei einem an der Decke montierten Projektor die einfachste und technisch sauberste Lösung. Auch zu jedem eleganten Flachbildschirm passt natürlich kein hässliches Kabelwirrwarr, das zu diversen gleichzeitig angeschlossen Geräten geführt werden muss.

Apropos Kabel: Den Weg bis zu einem an der Decke montierten Projektor überbrücken 5 bis maximal 10 Meter lange DVI-Kabel in den meisten Fällen problemlos.

cinemateq DVI-Link optisches DVI Kabel (30m)

cinemateq DVI-Link optisches DVI Kabel (30m)

Sollten größere Kabellängen benötigt werden, sind DVI-Kabel in Glasfibertechnik die ideale Wahl. Dank abnehmbarer DVI-Stecker passen sie selbst durch engste Kabelschächte und überbrücken Distanzen bis weit über 100 Meter sicher und ohne Qualitätsverlust!

Am picture optimizer plus II SDI lassen sich übrigens auch zwei analoge PC-oder HDTV-Signale (5xBNC/ 1x15PIN) per ByPass Funktion zum Projektor weiterschalten. Sie sollten also auch an analoge Signalverbindungen denken (YUV / RGB,HV), die für künftige HDTV-Receiver gebraucht werden könnten. Aber auch für rein digitale HDTV-Signale gibt es flexible Lösungen für alle Anwendungen. Bei cinemateq-distribution finden Sie DVI-Switcher in allen Varianten, so dass der Projektor auf bis zu vier externe digitale HDTV-Signale umgeschaltet werden kann. Wenn nötig lassen sich mit einem DVI-Amplifier bis zu fünf Räume gleichzeitig mit DVI-Signalen versorgen.

Ausgangsseitig stehen auch noch die drei hochwertigen analogen Bildausgänge (RGB 5xBNC/15PIN oder YUV) am Scaler zur Verfügung, wobei natürlich eine zusätzliche D/A-Wandlung anfällt. Die maximale HDTV-Auflösung (1080p) des picture optimizer plus II SDI können schließlich zurzeit kaum digitale, sondern nur wenige große analoge CRT-Projektoren darstellen.

Wahre Filmenthusiasten werden sich deshalb freuen, dass der picture optimizer plus II SDI mit dem pixelexakt skalierten Format 1920x1080p die besten Röhrenprojektoren der Welt an ihre Leistungsgrenze treibt. Die ersten digitalen HDTV-Kollegen mit 1920x1080 Pixel Auflösung, designiert für professionelle Kinoanwendungen (Digital Cinema), werden übrigens zurzeit in den ersten europäischen Heimkinos von einer handverlesenen Schar gut betuchter Enthusiasten getestet.

Das schöne an dem Heimkino-Setup mit dem picture optimizer plus II SDI ist also, dass man die Installation und Verkabelung dieses Heimkinos für die nächsten Jahre nicht wechseln muss. Man kann in Ruhe abwarten, bis HDTV-Projektoren (1920x1080 Pixel) ausgereift sind und ähnlich bezahlbare Regionen erreichen, wie die heute schon recht preiswerten 720pProjektoren.

Apropos zukunftssicher: Zum nachhaltigen Konzept der cinemateq Scaler zählt natürlich auch die ständige Verbesserung der Firmware: Leistung und Funktionsumfang werden ständig weiterentwickelt und setzen nach einem simplen Firmware-Download jeden Scaler in Minuten auf den neuesten Stand - kostenlos natürlich!

Die digitale Kette schließt sich oben

Man kann sich also ganz entspannt zurücklehnen und noch etwas tiefer in die Funktionsweise des picture optimizer plus II SDI einsteigen und sie verstehen lernen: Im ersten Schritt werden analoge Interlaced-Videosignale wie FBAS, S-Video oder die höherwertigen Varianten YUV oder RGB in digitale Signale umgesetzt. Danach können sie beinah verlustfrei weiterverarbeitet werden. Zuvor werden freilich Bildfehler schwacher FBAS-Bildquellen wie Rauschen oder zappelnde "Hanging Dots" digitalisiert und damit ganz bestimmt nicht besser.

Horizontalauflösung ohne SDI

Horizontalauflösung ohne SDI

Horizontalauflösung mit SDI

Horizontalauflösung mit SDI

Logisch ist also, dass bei einem digitalen Videoscaler möglichst hochwertige analoge Signale (YUV / RGB) einsetzt oder gleich die digitalen SDI-Eingange zum Zuge kommen sollten. Hier liefern SDI-modifizierte DVD-Player und SAT-Receiver die passenden Signale für das volldigitale Heimkino. Kontrast, Farbauflösung und dreidimensionale Schärfe eines SDI-DVD-Players stellen schlicht alle analogen Inputs in den Schatten und erreichen das technisch bedingte Maximum!

Farbauflösung ohne SDI (Peter Finzel Test-Disc)

Farbauflösung ohne SDI (Peter Finzel Test-Disc)

Farbauflösung mit SDI (Peter Finzel Test-Disc)

Farbauflösung mit SDI (Peter Finzel Test-Disc)

Die Qualität der SDI-Signale hängt im Wesentlichen von der MPEG-Kodierung ab, die bei manchen DVB-Sendungen leider unter knausrigen Datenraten sparsamer Sendeanstalten leidet. Die Qualität gut gemaster ter DVDs ist aber beeindruckend - kaum jemand kann sich vorstellen, wie nahe ein digitales Heimkino an das Erlebnis im originalen Kino heranreicht. In puncto Bildqualität bringt folglich das SDI-Upgrade des picture optimizer plus II, also die Digitalisierung der Input-Schnittstelle, den größten Gewinn. Was an der Quelle durch unnötige D/A- und A/D-Wandlungen verloren geht, lässt sich nun mal später nie mehr zurückgewinnen!

Wie geht es nun weiter im Videoscaler: Dank 10-Bit-Verarbeitung lassen sich im Input Menü des Scalers Bildwerte der Interlaced-Eingänge (wie Farbsättigung, Helligkeit und Kontrast) fein kontrollieren. Dazu sorgen natürlich moderne Bildverbesserungstechnologien wie das digitale Kammfilter, Time Base Correction (TBC) und Chroma Delay oder die Justagemöglichkeiten für Gamma und Farbtemperatur für eine hochkarätige Konvertierung und Anpassung sämtlicher Bildquellen. Alle Einstellungen erfolgen für jeden Eingang separat und werden inputbezogen abgespeichert. Der Vorteil liegt auf der Hand: Nach der Justage aller Bildwerte erhält der Projektor stets optimal vorjustierte Signale, egal auf welche Videoquelle gerade geschaltet worden ist.

Der perfekte Film-Mode trennt die Spreu vom Weizen oben

Erst im nächsten Schritt wird der Linedoubler aktiv und startet die Konvertierung von Interlaced Video (Halbbilder) nach Progressive Scan (Vollbilder). Dass Progressive Scan im Gegensatz zu flimmernden Interlaced Video in jedem guten Heimkino Pflicht ist, hat sich ja mittlerweile herumgesprochen. Das Schlagwort "Progressive Scan" allein sagt allerdings noch nicht viel aus. Vor allem die Qualität der PAL-Filmmode-Erkennung trennt hier gute von schwächeren Linedoublern.

Je nach Machart der DVD (beispielsweise Authering mit oder ohne gesetztem Progressive Bit) zeigen aber einige Linedoubler weniger als die Hälfte der DVD-Filmsammlung korrekt. Anstelle einer ruhigen sowie plastisch dreidimensionalen Kinoprojektion strapazieren dann nervös zappelnde Flimmerkanten (Jaggies) das Auge. Fazit: Eine sichere Filmmode-Erkennung ist die Visitenkarte des guten Heimkinos und eine Stärke des picture optimizer plus II SDI. Eine bessere, schnellere sowie automatisch vom Filmanfang bis zum Nachspann derart zuverlässig agierende Filmmode-Erkennung findet man selten.

Eine andere Aufgabe stellt die Behandlung von elektronischem TV-Material dar (50 Bewegtphasen pro Sekunde), die sich vom Kinofilm (25 Bewegtphasen pro Sekunde) grundlegend unterscheidet. Mittels "TV-Mode on" werden statische Bildbereiche mit dem picture optimizer plus II SDI ebenfalls scharf sowie flimmerfrei dargestellt und bewegte Strukturen ohne Ausfransungen gezeigt. Allerdings wird das geübte Auge an bewegten harten Kanten noch leichte Treppenstufen des TV-Systems erkennen, die erst mit einer Verdopplung der Bewegungsauflösung kompensiert werden könnten. Obwohl heutiges Fernsehen generell selten eine überzeugende Großbildqualität liefert - an diesem Punkt lässt sich der TV-Kamera-Mode des picture optimizer plus II SDI noch leicht verbessern - wir arbeiten daran!

Filmausschnitt mit fehlerhaftem Filmmode (Szene aus "Gladiator")

Filmausschnitt mit perfektem Filmmode (Szene aus "Gladiator")

Filmenthusiasten werden sich freilich freuen, dass auch bei aktiviertem TV Mode die Filmmodefunktion für Kinofilme sehr sicher funktioniert. Die gewünschte Filmmode-Voreinstellung ("TV Mode on" für Fernsehen oder "TV Mode off" für Kinofilme) kann man übrigens im Menü Input Presettings jeder Bildquelle selbst vorgeben.

Flexibler Overscan für kompromisslose Qualität oben

Noch zwei weiter Einstellungen werden in den Input Presettings dem Eingangssignal zugeordnet, nämlich die Overscan- Voreinstellung und das Output-Format. Dem SAT-Receiver würde ich beispielsweise das Bildformat "Pass", korrekt für 4:3Sendungen, vorgeben und leicht in das Bild hineinzoomen (Overscan Preset On, Overscan Value z.B. 94 % aktiv sichtbares Bild). Dem DVD-Player gebe ich dagegen (beispielsweise im Team mit einem 4:3-Projektor) das Bildformat V-33% vor (richtig für anamorphe Kinofilme) und als Preset für den Overscan Off (100% Bild sichtbar ohne Beschnitt).

Bild mit 100% Overscan (Peter Finzel Test-Disc)

Bild mit 100% Overscan (Peter Finzel Test-Disc)

Bild mit 90% Overscan (Peter Finzel Test-Disc)

Bild mit 90% Overscan (Peter Finzel Test-Disc)

Warum, das liegt auf der Hand: Die meisten DVD-Filme sind in der Regel bis zum äußersten Rand sauber gemastert, weshalb man hier tunlichst nicht mit der Overscan-Funktion in das Bild hineinzoomen sollte. Wenn Sie in seltenen Fällen unsaubere Ränder ausblenden wollen, reicht für den DVD-Player-Input meist ein dezenter Overscan Wert von z.B. 98% völlig aus.

Unabhängig von der aktivierten Overscan-Voreinstellung (ON oder OFF) lässt sich die Overscan-Funktion auch über die zuständige Bildformattaste der Fernbedienung jederzeit direkt ein- und ausschalten. Gleiches gilt auch für die TV Mode Einstellung. Alle Funktionen inklusive Overscan und Bildformatwahl sollte übrigens immer der picture optimizer plus II SDI selbst übernehmen. Umgekehrtes gilt für den Projektor, der möglichst keine Bildformatfunktion und auch keine Overscan-Einstellung aktiviert haben sollte!

Ein DVD-Bild mit 100% aktivem Bildfenster ist nicht nur unbeschnitten und somit schärfer. Auch die Skalierung von PAL (720 Pixel horizontal x 576 Linien vertikal) auf HDTV-Formate oder sämtliche VESA-Bildauflösungen erfolgt im Scaler nur für ein unbeschnittenes Bild mathematisch exakt!

Ein Beispiel aus der Praxis verdeutlicht den Zusammenhang: Anamorphe Kinofilme liefern 576 Videozeilen im 16:9-Format. Auf einem 4:3formatigen XGA-Panel (768 vertikale Linien) muss die Bildhöhe auf das 16:9-Format gestaucht werden: Wendet man den Anamorph-Faktor darauf an (768 : 1.333333 = 576), rastet die PAL-Auflösung nativ im 16:9-Bereich des XGA-Panels ein! Nur bei mathematisch exakter Skalierung und einem unbeschnittenen Bild wird das mögliche Optimum der Skalierung exakt getroffen!

Sobald mit einer abweichenden Overscan-Einstellung in das Bild hineingezoomt wird (z.B. 96% Bildinhalt), ist die native Skalierung zwangsläufig beim Teufel. Bei digitalen Displays mit feststehendem Pixelraster hat man deshalb (anders als bei analogen Bildschirmen) nur zwei Möglichkeiten: Entweder man landet einen Volltreffer, oder die Skalierung liegt daneben und man produziert sichtbare Skalierungsartefakte. Alle Bildauflösungen des picture optimizer plus II SDI sind deshalb mathematisch optimiert für ein perfekt skaliertes Bild ohne Beschnitt. Das bringt übrigens noch weitere Vorteile: Sobald man in das Bild hineinzoomt, erhöht sich nämlich die auf der Leinwand zurückgelegte Wegstrecke aller bewegten Bildinhalte. Sämtliche Bewegungsartefakte digitaler Displays (LCD-Trägheit, Rainbow-Effekt bei DLPs, Dither oder False Contour bei Plasmadisplays und auch das 24-Hz-Ruckeln des Kinofilms selbst!) fallen dann zwangsläufig stärker ins Auge. Ausgeschlafene Bildtüftler werden deshalb bei gut gemasterten DVDs möglichst die Finger von der Overscanfunktion lassen.

Noch ein Hinweis ist im Zusammenhang mit allen digitalen, pixelbasierenden Bildtechnologien essentiell: Ein Display mit PAL-Auflösung (720 x 576 Pixel) kann eigentlich nie vollkommen natürlich und fein wirken! Denn an allen schrägen Kanten sorgen die (meist quadratischen) Pixel für Treppenstufen sowie damit verbundene Interferenzmustern (Aliasing). Schlimmer noch, bei Bewegung feiner Muster "springt" jenes Muster auf dem gerasterten Display in groben Schritten voran und flackert scheinbar. Um jene Störungen zu entschärfen, müsste man die Schärfe reduzieren. Das Bild würde dann aber bei feinen Mustern seinen Kontrast verlieren.

Skalieren - die Kür der Videotechnik

Bild mit Skalierungsfehlern

Bild mit Skalierungsfehlern

Bild ohne Skalierungsfehlern

Bild ohne Skalierungsfehlern

Besser als das Filtern des Bildsignals im Ausgang ist dagegen ein anderer Weg: Man verdopple oder erhöhe in jedem Fall die Ausgangsauflösung des Signals deutlich und verwende ein Display mit möglichst feinem Pixelraster! Jetzt sind die Pixel so fein, dass keine Treppenstufen erscheinen und bewegte Muster geschmeidig über die Leinwand gleiten. Im richtigen Sehabstand "filtert" nun das Auge selbst die Pixelstruktur bzw. nimmt sie nicht mehr wahr.

So ein hochskaliertes Signal muss nicht mehr gefiltert werden und darf deshalb die volle Schärfe unkomprimiert darstellen! Genau aus diesem Grund gewinnt die gesamte Bilddar stellung erst durch das Skalieren auf höhere Auflösungen eine natürliche "analoge" Qualität zurück. HDTV ist deshalb nicht nur ein Argument für künftige TV-Standards, sondern veredelt auf allen pixelbasierenden Displays die Bildqualität Ihrer DVD-Filmsammlung enorm!

Das kann man mit guten HDTV-Projektoren selbst überprüfen: Unsere Skalierung von HDTV 720p aus PAL-Anamorph ist so fein, dass einzelne vertikale und horizontale HDTV-Pixel (mit eigenem Luminanz- und Farbwert) selektiv adressiert werden können. Alle Pixel drum herum zeigen einen anderen Farb-und Grauwert - das Auge identifiziert somit einzelne HDTV-Pixel und deshalb entsteht echtes HDTV-Feeling!

Bild mit fehlerhafter Skalierung

Bild mit fehlerhafter Skalierung

Bild mit perfekter mathematischer Skalierung

Bild mit perfekter mathematischer Skalierung

Es ist sicher, dass dieser Effekt bei HDTV-Projektoren mit echter 1920x 1080 Auflösung weiter zulegen wird, somit noch eine Spur feinere und bei Bewegung noch einen Tick ruhigere Bilder möglich sind. Denn auch das HDTV-Format mit der zurzeit höchsten Bildauflösung (1920x1080 Bildpunkte) wird vom cinemateq Videopro zessor pixelexakt und ohne jegliche Interpolation im Ausgang übertragen. Allerdings will ich möglichen Verwechslungen an dieser Stelle gleich vorbeugen: Der picture optimizer plus II SDI verarbeitet keine HDTV-Input-Signale (1080i) sondern nur PAL/ NTSC-Interlaced-Video. Ich halte manche Diskussionen zum Thema HDTV-Signale optimieren oder skalieren auch für ziemliche "Pixelspalterei".

Warum? Nun, das HDTV-Format 720p (1280 x 720 Pixel in Progressive Scan) bietet ganz im Gegensatz zu PAL/ NTSC Interlaced bereits eine fantastische Bildqualität. Die Mehrheit der HDTV-kompatiblen Displays und Projektoren wird dieses Signal ohne weitere Bearbeitung kompatibel erkennen und ein Spitzenbild liefern. Dagegen zeigen heute die meisten Geräte kein ruckelfreies Videobild mit einem umskalierten Signal in PC-Auflösung (z.B. Wide-XGA mit 1366x768 Pixel). Das Format 768p ist aus Sicht vieler Entwickler von Projektoren oder TV-Displays kein offizielles HDTV- oder Videoformat und wird deshalb selten für Videoanwendungen (mit 50 Hz) vorbereitet. In den USA mag das anders sein, denn hier haben wir 60 Hz. Umskalieren von 720p auf Wide-XGA macht aber in Europa nur selten Sinn. Gravierende Qualitätsunterschiede sind außerdem beim simplen umskalieren, egal ob es der Projektor oder der Scaler macht, auch nicht zu erwarten. Das HDTV-Format 720p würde ich deshalb einfach direkt an den Projektor weiterleiten.

Wenn HDTV kommt, sind wir schon da!

Das HDTV-Format 1080i schließlich bietet gut die doppelte Auflösung von 720p, nämlich 1920 x 1080 Pixel. Auch wenn es sich hier um ein Interlaced-Signal handelt - Zeilenflickern ist mit natürlichen TV- Material oder Kinobildern kaum mehr wahrnehmbar und fast nur mit Testbildern darstellbar. Und: Ein zu HDTV 1080i kompatibler HDTV-Projektor mit nativer 720p-Auflösung zeigt nach dem Konvertieren von 1080i auf die niedrigere Auflösung 720p fast überhaupt kein Zeilenflickern mehr! Auch dieses Signal würde ich heute deshalb einfach direkt zum Projektor durchschleifen.

Ein Thema wird der Ruf nach einem Linedoubler für HDTV1080i also eigentlich erst dann sein, wenn Projektoren mit 1920 x 1080 Pixel Auflösung vorhanden sind und im Heimkino überwiegend "echte" HDTV-Anwendungen laufen. Aber versprochen - wir beobachten die Entwicklung genau und haben schon einige Pläne in der Schublade liegen.

Bis dahin wollen wir unseren Beitrag aber im ersten Schritt vor allem dazu leisten, dass mehr zukunftssichere HDTV-Heimkinos die Wohnzimmer erobern. Genau für diese Heimkinos ist der picture optimizer Plus II SDI gedacht, entwickelt und konzipiert. Hier kann er sein volles Potential entfalten und wird Ihre DVD-Filmsammlung mit echtem HighDefinition-Feeling auf die Leinwand zaubern - plastisch, dreidimensional und natürlich bereits heute in digitaler HDTV-Skalierung.

Wenn dann vielleicht schon in wenigen Monaten HDTV in Deutschland Realität wird - und in vielen anderen Heimkinos leider die Lichter ausgehen - drücken Sie einfach einen Knopf auf Ihrer Fernbedienung.

Hier einige FAQ über häufige Fragen  bei  Scalern: oben

BEGRIFFLICHKEITEN :


SD

Standard Definition: heutiges PAL und NTSC. Auflösung im Optimalfall 720x576 bei PAL und 720x480 bei NTSC. Die Auflösung wird auch als D1 bezeichnet. Egal ob als 4:3 oder anamorphes 16:9 benutzt, die Pixel sind niemals quadratisch. Standardmässig immer interlaced mit 50 bzw. 60 Fields pro Sekunde (50i/60i). Sämtliche DVDs sind in diesem Format gespeichert.

HD (Broadcast)

High Definition gibt's seit nunmehr guten 10 Jahren im Heimbereich. Damals noch als MUSE HDTV nur in Japan (1035i) später in verschiedenen Ausführungen auch in den USA und heute auch bei uns. So wie es bei SD Broadcast Standards gibt, gibt's das auch bei HD - nämlich 720p und 1080i jeweils in 50 bzw. 60Hz. 720p hat eine Auflösung von 1280x720, 1080i eine Aufösung von 1920x1080 (allerdings nur mit 540 Zeilen pro Field). Offiziell spezfiziert sind 50 und 60Hz für 1080i und 60Hz für 720p. Wie ARD und ZDF das regeln wollen, wenn sie 2008 mit 720p50 starten und zig Receiver nicht damit klarkommen wird man sehen müssen.

HD (Home)

Zusätzlich zu den Broadcast HD Standards wird's zu Hause 1080p geben. Zumindest in 60Hz von der PS3 und in 24p von BluRay bzw. HD-DVD Playern. Kompatibilität auf Seiten der Display Hersteller ist noch mau. Von 24p gibt's ein 1080i50-kompatibles Derivat namens 24psf, das sich signaltechnisch wie 48i verhält (wird beim Qualia und beim Ruby benutzt - zwei 1080p Beamer von Sony und derzeitige Referenz).

FBAS/CVBS/VIDEO

Der gelbe Cinchausgang (RCA) am DVD Player. Schlechteste Verbindungsmöglichkeit nach RF (Antenne).

S-VIDEO

und *nicht* S-VHS. Normalerweise ein 4-poliger Hosidenstecker. Das Signal besteht aus 2 Komponenten (Luminanz & Chrominanz). Besser als Video, schlechter als RGB und YUV.

RGB

korrekterweise eigentlich RGBs. Wird in den USA und Japan praktisch nicht benutzt, bei uns üblicherweise per Scart übertragen. Das Signal besteht aus vier Komponenten (Rot/Grün/Blau/Sync). Als Sync Signal benutzt man meist ein das Videosignal, was funktioniert, aber nicht ganz sauber ist.

YUV

oder Farbkomponenten. Qualitativ auf einer Höhe mit RGB. Wird über drei Cinchstecker übertragen (Cinch nennt man in den USA und im Broadcastbereich RCA). YUV kann in RGBS verlustfrei transkodiert werden. Dabei bleibt das eigentlich Signal erhalten und nur der Farbträger wird eben "transkodiert".

YUV progressive

Ein Komponentenanschluss erlaubt Progressive Scan und/oder HDTV. Jeder bessere DVD Player kann heute PAL & NTSC progressive via YUV ausgeben (480p/576p). Theoretisch auch mehr (z.b. 720p und 1080i), allerdings hat die Filmindustrie da was dagegen.

RGBHV

oder fälschlicherweise VGA. Während VGA eigentlich eine Auflösung am PC beschreibt, ist RGBHV die treffendere Bezeichnung. RGBHV ist zu RGBs was YUV progressive zu YUV ist. Auflösung von bis zu 5 Megapixeln sind heute per RGBHV möglich. Typische Auflösungen bei LCD TVs sind z.b. 1360*768p oder 1920x1080p.

SDI & HD-SDI

Übertragungssignal aus der Studiotechnik. SDI überträgt SD Signal, HD-SDI HD Signale in jeweils optimaler Qualität. Die beste Verbindungsart. Frei von jedem Kopierschutz. Ungern gesehen von der Filmindustrie. SDI kann an DVD Playern und DVB Receivern nachgerüstet werden. HD-SDI ist gerade erst im Kommen. Technisch sollte es möglich sein HD Receiver und BR/HD-DVD Player mit HD-SDI auszurüsten. SDI Eingänge findet man an Plasma Displays als Option und an vielen Scalern (oftmals zum Nachrüsten, z.b. bei DVDO oder Lumagen). HD-SDI gibt's derzeit z.b. am Canon HD Camcorder. Wer einen HDCP Stripper zu Hause hat kann theoretisch auch HDMI auf HD-SDI wandeln. Kostenpunkt etwa 1500 Euro ohne den HDCP-Stripper.

DVI

Im PC Bereich die digitale VGA Variante. Besseres Bild als RGBHV, dafür aber Bandbreitenprobleme im oberen Bereich. Bei WXGA (1360*768) aber problemloser als VGA. Theoretisch kann das Bild im RGB oder YUV Farbraum übertragen werden. Standard ist heute aber RGB (nicht wichtig).

HDCP

Digitales Kopierschutzprotokoll, das Hollywood initiert hat, um digitale Kopien zu verhindern. Hat die Quelle kein HDCP (z.b. DVI vom PC) ist es völlig egal, ob das Display HDCP versteht oder nicht. Hat die Quelle dagegen HDCP (z.b. BluRay Player), dann MUSS das Display ebenfalls den HDCP Handshake verstehen, sonst gibt's kein Bild (Problem bei vielen LCDs, Beamern und Plasma vor 2005).

HDMI

DVI+HDCP+Digitalton = HDMI. Und eine andere Steckerform (weniger robust). Heute Standardausgang an DVD Playern und Standardeingang an LCDs, Plasmas und Beamern. Aktueller Norm ist HDMI 1.3a, die 1080p-Akzeptanz zwingend erfordert und außerdem die Bitstream Varianten der neuen Tonformate (DTS HD etc) transportieren kann.

HDMI Receiverchip

sind kleine gemeine Bauteile hinter den HDMI Buchsen, die dafür verantwortlich sind, dass HDMI und DVI doch nicht so 100%ig kompatibel sind. Die aktuellen Standard HDMI Receiverchips akzeptiern nur Broadcastauflösungen (480p/576p/720p/1080i). HDMI in der Version 1.3 soll ab Ende 2006 1080p über HDMI als Standard definieren. 1080p über HDMI 1.1 ist möglich, wenn die Hersteller es wollen - allerdings scheint es einige Ingenieure vor größere Probleme zu stellen als andere.

NATIVE AUFLöSUNG

Die tatsächlich reell vorhanden Auflösung eines Displays. 1024x768 bei 42" Plasmas, 1366x768 bei den meisten LCDs und bei 50" Plasmas, 1920x1080 bei einigen LCDs und bei Plasmas der neuesten Generation ab 50" bei Plasmas und bei auch schon bei kleineren LCDs.

SWEETSPOT

der Begriff kommt eigentlich von Röhrenbeamern und bezeichnet die Auflösung bei der ein CRT Beamer seine optimale Schärfe bringt. Übertragen auf LCDs, Plasmas und Digitale Beamer heisst dass die Zuspielung muss in der nativen Auflösung erfolgen und das Bild muss so justiert werden, dass ein 1:1 Pixelmapping erzielt wird - sprich jedes Pixel der Quelle wird auf exakt ein Pixel des Displays abgebildet.

OVERSCAN

Bildbereich, der durch den "TV Rahmen" abgeschnitten wird. Overscan im TV Bereich ist üblich liegt normalerweise bei 10-15%. Overscan auf den digitalen Eingängen verhindert ein 1:1 Pixelmapping und damit die optimale Qualität durch die Nutzung des Sweetspots.



DAS DILEMMA ODER WARUM BRAUCHE ICH EINEN SCALER

SD Signale liegen heute im Normalfall in 720x576 bei 50Hz interlaced vor (oder 480@60i). Wenn man das pi mal daumen mit des Specs der aktuellen LCD TVs vergleicht dann sieht man, dass so einiges nicht richtig zusammenpasst. Zu einem arbeiten LCDs, Plasmas und Beamer progressive, sprich mit Vollbildern, zum anderen hat die Auflösung des LCDs (z.b. 1366*768) nur wenig mit der SD Auflösung gemein.Das SD Signal muss also deinterlaced (Wandlung von 576i nach 576p) werden und im Anschluss skaliert werden.

Das macht auch jeder LCD von Haus aus, nur leider halt in keiner zufriedenstellenden Qualität. Unscharfes Bild, Treppchenbildung an Kanten, Schlieren oder andere Skalierungsartefakte sind das Ergebnis.

Ein externe Videoprozessor kann diese Arbeit dem TV abnehmen und erheblich bessere Resultate liefern also so ziemlich jeder aktuelle LCD und/oder Plasma am Markt. Ein Scaler fungiert gleichzeitig als Video Switcher. Man kann und soll praktisch all seine Quellen an den Prozessor hängen, der Videoprozessor rechnet dann alle Signale in die für den TV passende, native Auflösung um und gibt sie so an den TV aus, dass dieser nichts mehr machen muss als das eingehenden Signal anzuzeigen.


LOHNT SICH EIN SCALER

Ja, aber ob jemand bereit ist Geld für besseres Bild auszugeben, muss er selbst wissen. Videproessoren liegen rein kostentechnisch im Bereich zwischen 300 Euro und 10.000 Euro. Ein 5.000 Euro Gerät macht dabei sicher kein 2.5x so gutes Bild wie ein 2.000 Euro Prozessor, weshalb man wohl einfach eine gewisse Relation zwischen Display und Beamer Preis und Scalerpreis wahren sollte.

Jeder TV macht auch ohne ext. Scaler ein Bild und wer seinen DVD Player bisher über Scart angeschlossen hat und mit dem Bild happy war, der braucht keinen Scaler. Ein Scaler ist für Leute, die bisher mit herkömmlichen Mitteln versucht haben das optimale aus dem Bild rauszuholen (z.b. Marken DVD Player mit YUV progressive), mit dem Bild aber einfach dennoch noch nicht zufrieden sind. Oder solche Leute, die einfach mal sehen wollen, welches Potential in gutem SD überhaupt steckt. Die Industrie forciert HD mächtig ohne PAL jemals voll genutzt zu haben. HD ist was tolles - das ist keine Frage, aber wer sich mal an gut skaliertes SD Material gewöhnt hat, der kommt auch die nächsten paar Jahre noch gut ohne HD und mit "der guten alten" DVD aus.


WELCHES DISPLAY SOLLTE MAN NUTZEN

(Stand Dezember 2007)

Die Auswahl an Displays ist heute sehr groß. Bei der Wahl eines Displays für den Betrieb an einem Videoprozessor sollte man eine handvoll Punkte beachten (und die haben nichts mit der Qualität an sich, dem Schwarzwert oder ähnlichem zu tun....).

1. Das Display sollte digital nativ ansteuerbar sein. Bei den Samsung LCDs mit WXGA geht das z.b. nur analog via VGA, was Probleme mit HDCP-geschütztem Material und 50Hz mit sich bringt. Eine digitale native Ansteuerung erlauben z.b. die NEC LCDs (4010/4610), die W/X3000 Serie von Sony, die PH/PF10 Plasmas von Panasonic, einige LG LCDs und sicher noch eine handvoll anderer... (siehe auch Empfehlungen unten).

2. Für ruckelfreies PAL Playback muss der digitale Eingang mit 50Hz klarkommen. Das funktioniert bei vielen reinen PC Displays z.b. nicht und der Videoprozessor muss dann nach 60Hz wandeln, was zu leichtem Ruckeln führt. Um NTSC DVDs im klassischen Sinne ruckelfrei abzuspielen sind 60Hz nötig. Um NTSC oder HD MAterial so flüssig wie PAL Material abzuspielen sind 24, 48 oder 72Hz nötig. Für Videomaterial von NTSC oder HD sind immer 60Hz notwendig.

3. 1080p24-Tauglichkeit spielt für den Scalerbetrieb KEINE Rolle und ist nicht notwendig.  Der Trend geht aber klar zu 1080p24 Funktionalität und mehr und mehr Displays kommen damit klar.


Scaler, Displays & HDCP ? Kann ein Problem sein. Da HDCP nur auf den digitalen Eingängen funktioniert, die digitalen Eingänge aber zumeist (bei den WXGA Displays) keine native Ansteuerung erlauben steht man hier vor einem Problem. Eine Notlösung kann eine doppelte Verkabelung darstellen: VGA für nicht HDCP Quellen und HDMI für HDCP Quelllen. Zum heutigen Zeitpunkt (März 2006) spielt HDCP *NUR* für Premiere Film HD User eine Rolle. Selbst BluRay wird aller Wahrscheinlichkeit nach das volle HD Signal zunächst auch analog zur Verfügung stellen.

VGA & 50Hz ? Vertragen sich leider in den seltensten Fällen. 50Hz sind einfach kein PC Standard und daher oftmals außerhalb der Spezifikation. Für die 100%ig flüssige Wiedergabe von PAL Material braucht man allerdings 50Hz. Welche Displays 50Hz in der nativen Auflösung machen, kann meist nur durch Testen rausgefunden werden. Jeder Scaler kann auch an VGA oder DVI mit 60Hz angeschlossen werden. Im Scaler findet dann eine Wandlung von 50 auf 60Hz für PAL Material statt. Das funktioniert gut und das Ergebnis sieht in etwa wie eine Film NTSC DVD auf einem 60Hz CRT aus. Am besten man macht sich selbst ein Bild darüber, ob es einen stört oder nicht.


ANSCHLUSS DER QUELLEN & WIEDERGABEGERÄT(E):

Wir empfehlen, wenn möglich immer die hochwertigste Anschlussvariante zu nutzen, um eine optimale Bildoptimierung
und -qualität zu erhalten. Wenn eine Videoquelle über mehrere Schnittstellen verfügt, dann gilt in der Regel folgende
Reihenfolge für die Bildqualität (beginnend mit der höchsten Qualität):
?? SDI (= verlustlose digitale Übertragung)
?? HDMI / DVI
?? YUV (3x Cinch) oder SCART mit RGB (je nach Gerät liefert RGB oder YUV das bessere Signal)
?? S-Video
?? FBAS
Für das Wiedergabegerät gilt folgende Reihenfolge der Anschlussvarianten (beginnend mit der höchsten Qualität):
?? HDMI / DVI (= verlustarme digitale Übertragung)


Hintergrund Information

Eine Umwandlung des Formates wird immer dann notwendig, wenn das vorliegende Eingangs-Format von der DVD (z.B. 16:9 anamorph) nicht dem Ausgabe-Format des Wiedergabegerätes (z.B. 4:3) entspricht.

Zu diesem Zweck ist in DVD Playern eine Formatumschaltung integriert, die das Videosignal bereits in dem benötigten Format 4:3 oder 16:9 ausgibt.

Bei der 4:3 Schaltung entsteht aber ein deutlicher Bildqualitätsverlust, denn der Player "verkleinert" das Bild mit schwarzen Balken, die wertvolle Bildzeilen "verschwenden". Ein PAL bzw. NTSC Videosignal besteht per Definition exakt aus 576 bzw. 480 (Halb-)Bildzeilen. Durch die Verkleinerung bleiben für das wiederzugebende Bild demnach nur noch 432 (PAL) bzw. 360 (NTSC) Bildzeilen übrig, die restlichen 144 bzw. 120 Bildzeilen sind mit den schwarzen Balken belegt.

Für eine optimale Bildqualität ist es aber erforderlich, alle Bildzeilen für die Darstellung des Bildes auszunutzen.

Speziell bei der weiteren Optimierung bringt eine "volle Auflösung" des Videosignals deutlich bessere Ergebnisse.

Der picture optimizer plus HD (SDI) bedient sich deshalb eines "Tricks": Anstelle ein vom Player mit schwarzen

Balken angepasstes Format weiter zu verarbeiten, nimmt er das unveränderte Format der DVD mit allen Bildzeilen

(16:9) und wandelt es nach erfolgter Optimierung selbst in das gewählte Wiedergabe-Format um. Also: DVD

Player IMMER auf 16:9 Ausgabe einstellen!

Auflösung & Bildwiederholrate oben

Für digitale Projektoren & Plasmas
Beim Anschluss digitaler Projektoren und Plasmas empfehlen wir folgende Auflösungen (beginnend mit der höchsten Bildqualität).
HINWEIS: Für analoge Wiedergabegeräte finden Sie im Anhang die entsprechenden Werte:

Auflösung Frame Rate für "TV" (PAL/NTSC) Frame Rate für "Kino" (PAL/NTSC)
Native Auflösung*
(siehe "custom resolution")
50 / 60 Hz 50 / 60 Hz
HDTV 720p 50 / 60 Hz 50 / 60 Hz
HDTV 1080i 50 / 60 Hz 50 / 60 Hz
SXGA* 50 / 60 Hz 50 / 60 Hz
XGA* 50 / 60 Hz 50 / 60 Hz
Doubling 50 / 60 Hz 50 / 60 Hz
SVGA* 50 / 60 Hz 50 / 60 Hz

*) nur bei einer DVI oder RGB HV (RGBs, RGsB) Verbindung, NICHT bei YUV !

Bitte beachten:
Die YUV Schnittstelle ist eine reine Videoschnittstelle für Auflösungen gemäß der Videonorm (SMPTE). Sie ist in der Regel NICHT für PC-Auflösungen (SVGA, XGA etc.) oder "native" Auflösungen geeignet ist!


Einige wenige moderne Wiedergabegeräte stellen ihre native Panelauflösung sowie diverse PC-Auflösungen ruckelfrei mit 50 Hz dar! Die Mehrzahl der Geräte arbeitet aber intern bei diesen Auflösungen leider nur mit einer Bildwiederholrate von 60 Hz, was zu "Ruckeln" oder "Tearing" bei der Bilddarstellung führt. In diesen Fällen liefern Videoauflösungen wie Doubling, HDTV 720p oder HDTV 1080i bessere Ergebnisse.


Digitale Projektoren (LCD, 1-Chip-DLP, LCOS) zeigen bei TV-Bildern stets leichte Bewegungsartefakte. Eine Erhöhung der Bildwiederholrate von 50 / 60 Hz bringt bei diesen, im Vergleich zu analogen Geräten, trägen Wiedergabegeräten in der Regel nichts. Es wird dadurch auch kein Großflächenflackern beseitigt, denn digitale Geräte zeigen technisch bedingt ohnehin kein 50Hz-Flackern.


Achtung:
Bitte beachten Sie die maximal zugelassene Bildauflösung oder Zeilenfrequenz Ihres Wiedergabegeräts! Bei einer zu hohen Bildauflösung oder Frame Rate kann in seltenen Fällen das Wiedergabegerät (vorwiegend bei CRT Projektoren)beschädigt werden!
Manche Plasma- / LCD-Flachbildschirme und auch ältere Projektoren können ein PAL Signal nicht "ruckelfrei" darstellen und machen eine interne Frame Rate Conversion Dies liegt an der internen Verarbeitungsrate der Geräte von 60Hz und wird nicht (!) durch den picture optimizer verursacht.

Selbst wenn der picture optimizer plus HD (SDI) ein 50Hz Signal liefert, "müssen" diese Wiedergabegeräte bei der Darstellung von Bewegung immer "ruckeln". Dies ist kein Fehler des picture optimizer plus HD (SDI), sondern eine technische Eigenschaft des PAL Signals, das nur bei 50, 75 (nur Kino) oder 100Hz ohne "Ruckeln" dargestellt werden kann.

Bildparameter & Filter oben

Allgemein gilt: Je besser die Qualität der Heimkino-Komponenten, umso weniger Bildmanipulationen sind nötig! In der Praxis weichen die Bildwerte und die Qualität verschiedener Quellen allerdings sichtbar voneinander ab. Der picture optimizer plus HD (SDI) bietet für diesen Fall umfangreiche Möglichkeiten zur Bildjustage an, um mit allen Komponenten optimale Ergebnisse sicherzustellen.

Input Picture Control
Die wichtigsten Bildeinstellungen finden Sie im "Input Setup" unter "Input Picture Control". Diese Einstellungen werden für jeden Eingang getrennt vorgenommen, um jede Videoquelle optimal anpassen zu können.
- BRIGHTNESS regelt die Bildhelligkeit und definiert den untersten Schwarzpunkt. Ein Testbild mit einer Grautreppe muss den tiefsten Schwarzwert erreichen, gleichzeitig dürfen aber keine dunklen Grauabstufungen "verschluckt" werden.
- CONTRAST definiert die Steilheit und Dynamik von Graustufen. Bei einer zu starken Kontrasteinstellung werden allerdings Strukturen in hellen Bildbereichen übersteuert bzw. gekappt. Da CONTRAST den Schwarzpunkt kaum verändert, sind nach der Justage in der Regel nur noch minimale Korrekturen der Bildhelligkeit nötig.
- SATURATION verändert die Farbsättigung. Eine zu starke Anhebung übersteuert allerdings die Farbdarstellung und sollte vermieden werden.
- HUE verändert den Farbton (bei PAL und NTSC) und kann justiert werden, um Hauttöne anzupassen. HUE steuert vor allem die Balance zwischen rotem und grünem Farbanteil.

Bitte beachten:
Bitte beachten Sie, dass sich auch die Funktion RGB LUMINANCE ROOM im Menü Output Setup auf Helligkeit und Kontrast auswirkt!
Unser TIPP:
Wir empfehlen, zuerst den DVD-Player-Eingang aufzurufen und alle Bildparameter mit Hilfe von Testbild-DVDs (z.B. Peter Finzel Testdisc S.E. / www.peterfinzel.de ) sorgfältig einzustellen. Das DVD-Bild dient Ihnen dann quasi als Referenz und hilft, auch alle anderen Eingänge auf ein ähnlich gutes Niveau zu bringen!

Filter Setup
Auch diese Funktionen wirken sich auf alle Videoquellen aus, da sie nur auf das optimierte Ausgangssignal angewendet werden.
- H SHARPNESS regelt die horizontale Bildschärfe
- V SHARPNESS regelt die vertikale Bildschärfe

Bitte beachten:
Im Gegensatz zu einer Schärferegelung im Input-Signal (PAL/NTSC) entstehen hier keine Treppenstufen durch eine Betonung der Videozeilenstruktur. Bei der Wahl einer hohen Bildauflösung oder einem HDTV-Ausgangsformat bleibt die Feinheit der Skalierung also erhalten! Trotzdem sollte man eine übermäßige Anhebung vermeiden, um unnötige Säume oder Doppelkonturen auszuschließen.

Tipps zur Fehlerbehebung oben

Problem Tipp
Es wird kein Bild angezeigt

Grundsätzlich:
Bitte fragen Sie die On-Screen Status Info ab: Wenn die Status Info erscheint, fehlt das Videosignal am Eingang. Wenn kein Signal am Eingang anliegt, erscheint nach dem Aufruf des Eingangs für circa drei Sekunden die gelbe Einblendung: No Signal! Überprüfen Sie die Videoquelle und die
Kabelverbindung.
Sie sehen die Fehlermeldung "sync out of range": Das Wiedergabegerät erkennt die gewählte Auflösung nicht bzw. die gewählte Auflösung ist zu hoch. Wechseln Sie auf eine niedrigere Auflösung bzw. wählen Sie eine kompatible Auflösung aus.
Bei Anschluss über YUV (3 x Cinch oder VGA):
Cinch-Stecker (YUV) auf richtige Belegung überprüfen: Grün = Luminanzsignal = Y, Blau = Farbdifferenzsignal Pb = U, Rot = Farbdifferenzsignal Pr = V.
Wiedergabegerät auf richtige Eingangswahl (RGB oder YUV Farbraum?) überprüfen.
Korrektes Ausgabesignalformat "YUV" im Output Menü des picture optimizer plus HD (SDI) überprüfen.
Über YUV lassen sich in der Regel keine PC-Auflösungen wie z.B. SVGA oder XGA kompatibel übertragen. YUV ist für reine Videoformate wie Doubling (576p/480p) und HDTV-Signale (720p/1080i) vorgesehen!
Viele ältere Plasmas und einige Projektoren können leider keine HDTV-Signale erkennen oder kompatibel darstellen. Manche Geräte zeigen nur amerikanische HDTV-Signale mit 60 Hz an. Um dies zu überprüfen, am Besten eine NTSC-DVD einlegen und die beiden Formate 720p/1080i
testen. Das Konvertieren von PAL-Bildern auf HDTV60Hz ist nur eine Notlösung, da dieses Bild ruckelt (so genannte "50 auf 60Hz Pulldown Ruckeln"). Wir empfehlen in diesem Fall auf eine Standardauflösung wie "Doubling" zurückzugreifen.
Bei Anschluss über DVI / HDMI:
Kabel überprüfen: DVI-/HDMI-Kabel sind nur für 5 bis maximal 10 Meter Länge spezifiziert und dürfen grundsätzlich nicht stark gekrümmt oder gar geknickt werden! DVI-Kabel bitte nur bei ausgeschalteten und völlig vom Netz getrennten Geräten austauschen!
Manche ältere Plasmas verfügen nur über PC-Input-Receiver, das heißt Signale mit 50 Hz werden nicht erkannt. Fragen Sie beim Hersteller nach, ob das Problem bekannt ist bzw. ob ein Update möglich ist. Hinweis: Einige Projektoren verfügen über umschaltbare DVI-Funktionen wie PC,
HDTV, RGB-Farbraum, YUV-Farbraum. Lesen Sie dazu die Anleitung Ihres Projektors!
Unser TIPP: Bei aktiviertem DVI Ausgang steht am analogen VGA bzw. 5 x BNC Ausgang der picture optimizer plus HD (SDI) ein korrektes RGB,HV Signal zur Verfügung, das über einen analogen PC-Monitor kontrolliert werden kann. Ein CRT-Monitor zeigt bei Problemen in der Regel
stets ein stabiles Bild und On-Screen Menü und produziert selbst keine Ruckelstörungen, ist also ein idealer Test-Monitor!
Bei Anschluss über RGB HV (VGA oder 5 x BNC):
Überprüfen Sie das Ausgabesignalformat, das Ihr Wiedergabegerät kompatibel darstellen kann (RGB,HV, RGBS, RGsB, RGsB 3 Tri-Level-Sync). Überprüfen Sie auch die Polarität der Sync-Signale (Menü OUTPUT > SYNC POLARITIES).
Verkabelung: Überprüfen Sie die korrekte Belegung von H- und V-Sync und die RGB-Belegung beim Anschluss über 5xBNC.
Manche älteren Plasmas verfügen nur über PC-Input-Receiver, das heißt Signale mit 50 Hz werden nicht erkannt. Fragen Sie beim Hersteller nach, ob das Problem bekannt ist bzw. ob ein Update möglich ist. Hinweis: Einige Projektoren verfügen über umschaltbare RGB-Funktionen wie PC,
HDTV, RGB-Farbraum, YUV-Farbraum. Lesen Sie dazu die Anleitung Ihres Projektors!

Unser TIPP: Bei aktiviertem RGB Ausgabesignal steht am zweiten analogen RGB-Ausgang (z.B. VGA) picture optimizer plus HD (SDI) ein weiteres RGB-Signal zur Verfügung, das über einen analogen PC-Monitor kontrolliert werden kann. Ein CRT-Monitor zeigt bei Problemen in der Regel stets ein stabiles Bild / Bildschirmmenü und produziert selbst keine Ruckelstörungen, ist also ein idealer Test-Monitor!
Wichtiger Hinweis: Digital über HDMI eingespeiste Signale können nicht analog ausgegeben werden.

Bild wird mit "falschen Farben" oder "Blitzern" angezeigt Bei Anschluss über YUV (3 x Cinch oder VGA):
Überprüfen Sie die richtige Belegung der Cinch-Stecker (YUV): Grün = Luminanzsignal = Y, Blau = Farbdifferenzsignal Pb = U, Rot = Farbdifferenzsignal Pr = V.
Überprüfen Sie Ihr Wiedergabegerät auf die richtige Eingangswahl (RGB oder YUV Farbraum?).
Prüfen Sie, ob das korrekte Ausgabesignalformat "YUV" im Output Menü des picture optimizer plus HD aktiviert ist.
Prüfen Sie das Setup Ihrer Videoquelle, ob der verwendete Anschluss fälschlicherweise auf RGB gestellt ist, anstelle auf YUV.
Bei Anschluss über DVI:
Bitte überprüfen Sie das eingestellte Ausgabesignalformat: Wenn statt DVI z.B. das Format RGB HV aktiv ist, können bei hohen Auflösungen wie Quadrupling oder Tripling Bildstörungen entstehen.
Überprüfen Sie das DVI-Kabel: DVI-Kabel sind nur für 5 bis maximal 10 Meter Länge spezifiziert und dürfen grundsätzlich nicht stark gekrümmt oder gar geknickt werden! Mechanische Belastungen können selbst bei scheinbar durchkontaktierten Anschlüssen zu Phasenfehlern oder
komplett fehlenden Grundfarben im Bild führen. DVI-Kabel bitte nur bei ausgeschalteten und völlig vom Netz getrennten Geräten austauschen!
PC-Monitor als Testmonitor einsetzen, er zeigt das Digital / Analog gewandelte DVI-Bild mit den richtigen Farben an (RGB HV über VGA)!
Wenn Sie farbige Pixel im Bild sehen, ist eine zu hohe Ausgangsauflösung gewählt. Einige Kabel und einige DVI-Input-Receiver sind nicht für hohe Bandbreiten getestet und produzieren Farbstörungen. Bitte versuchen Sie es mit einer niedrigeren Auflösung, z.B. Doubling.
Bei langen DVI / HDMI Kabellängen führt eine minderwertige Leitung zu Blitzern in Bild, so dass die digitale Videoverbindung ausgetauscht werden sollte.
Bildlage bzw. Bildformat (Geometrie) stimmt nicht Grundsätzlich:
Bei leicht "oval verzerrter" Geometrie: Einige Displays verfügen über kein echtes 4:3- oder 16:9- Bildformat. Ein SXGA-Display zeigt z.B. ein 5:4-Format, ein WXGA-Display mit 1280x768 Pixel zeigt ein 15:9-Format an. Bitte kompensieren Sie die falsche Geometrie mit der Output Setup
Funktion "ASPECT V. Corr.".
Bei Anschluss über YUV (3 x Cinch oder VGA):
Über YUV lassen sich in der Regel keine PC-Auflösungen wie z.B. SVGA oder XGA kompatibel übertragen. YUV ist für reine Videoformate wie Doubling (576p/480p) und HDTV-Signale (720p/1080i) vorgesehen!
Nicht alle Wiedergabegeräte sind für Videosignale nach dem neuesten SMPTE Standard (europäisches HDTV/50Hz) vorbereitet, die der picture optimizer plus HD (SDI) ausgibt. Wenn das HDTV-Bild in der Breite gestaucht erscheint und rechts ein breiter schwarzer Rand zeigt, hilft evtl.
der Wechsel auf die "alte" NTSC-Variante für HDTV/60Hz-Signale: 720p laden in "custom 2" und H Total im Experten Menü ändern von H Total = 1920 auf H Total = 1650.
Bei Anschluss über DVI:
Bitte wählen Sie eine Auflösung, die einen Videostandard darstellt (Doubling, 720p, 1080i). Die Wahrscheinlichkeit für eine sichere, getestete Funktion ist hier am größten. Leider können derzeit nur wenige digitale Flachbildschirme mit PC-Auflösungen ihre native Auflösung ruckelfrei
darstellen. Beispiel: Ein WXGA-Plasma mit 16:9-Panel erhält die native Auflösung 1366x768, stellt das 16:9-Bild aber im 4:3-Format dar, da es von einer 4:3-PC-Anwendung ausgeht und nicht für 16:9-Video geeignet ist. Moderne digitale Flachbildschirme können aber ihre native Auflösung
auch über DVI mit 50 und 60 Hz kompatibel anzeigen.
Bild "ruckelt" Grundsätzlich:
Manche Geräte erkennen zwar ein Signal mit 50 Hz, stellen es intern aber mit 60 Hz dar. Neben permanentem Ruckeln stören oft aufblitzende Verschiebungskanten bei bewegten Motiven (Tearing) die Darstellung. Auch in diesem Fall ist keine Kompatibilität zu HDTV/50Hz-Signalen
vorhanden. Hinweis: Benutzen Sie zur Kontrolle von Ruckelstörungen Test-DVDs (z.B. Peter Finzel Test Disc S.E.) und einen analogen CRT-Monitor! Ein analoger PC-Monitor erzeugt selbst keine Bewegungsartefakte und eignet sich perfekt zur Kontrolle der Signalqualität. Ein preiswerter CRT ist ein HDTV-kompatibler Monitor, der über RGB HV in der Regel fast alle progressiven Bildauflösungen kompatibel anzeigt (nur die Bildlage und Geometrie ändert sich je nach Auflösung).
Beachten Sie unsere Hinweise in der Bedienungsanleitung, welche Bildwiederholraten mit TV oder Kino bei PAL oder NTSC ruckelfrei zugelassen sind. Achtung: Digitale Displays zeigen im Gegensatz zu analogen Wiedergabegeräten höhere Bildwiederholraten als 50 Hz (60Hz bei NTSC)
niemals ruckelfrei an!
Einige Projektoren mit einer YUV-beschaltbaren 15PIN-Buchse zeigen nur dann eine korrekte Videofunktion, wenn das 15PIN-Kabel keine H- und V-Syncsignale überträgt (PC-Mode ist aktiv bei H,V-Sync). Hier hilft ein Adapterkabel 15PIN auf 3xBNC mit Cinch-Adapter weiter bzw. ein YUVAdapter 15PIN auf 3x Cinch. Bitte nur die drei rot, grün und blau markierten Cinchkabel am YUVAusgang des picture optimizer plus HD (SDI) anschließen (Y= Grün, U = Blau, V = Rot)
Hinweis: Die Voreinstellung für die Auflösung 480p auf der [custom 1] Taste ist 60 Hz. Sofern Sie hier eine andere Auflösung laden wollen (Copy from fix), müssen Sie die Frame Rate auf 50 Hz ändern.
Sonstiges Bild "nicht stabil" / "Bild läuft durch"
Bitte überprüfen Sie das Sync-Signal. Einige Geräte kommen mit dem normalen Signal YUV mit Bi- Level-Sync besser zurecht, andere erwarten den für HDTV-Signale vorgesehenen Tri-Level-Sync.
Bildformat/Overscan nicht ideal
Deaktivieren Sie wenn möglich alle Bildformat- und Overscan-Justagen des Wiedergabegeräts. Sofern kein formatfüllendes Bild angezeigt wird, müssen Sie evtl. mit Hilfe der Funktion Overscan in das Bild hineinzoomen. Einige Wiedergabegeräte setzen eine fixe Overscan-Einstellung ein, die sich nicht deaktivieren lässt, z.B. beim Bildformat "Doubling". Hier hilft oft der Wechsel auf eine HDTV-Auflösung (720p/1080i), die in der Regel ohne Bildbeschnitt angezeigt wird (100 % Overscan).
Einige DVD-Player und Bildquellen liefern bereits ein beschnittenes Ausgabebild mit schwarzen Rändern. Unsere Skalierung ist optimiert für Signalquellen mit unbeschnittenem Bildausschnitt (100 % Overscan). Bei einem beschnittenen Ausgabebild muss mit der Overscan Funktion des
picture optimizer plus HD (SDI) in das Bild hineingezoomt werden, damit schwarze Ränder aufgefüllt werden.

Welche Formatumwandlung ist die Richtige? oben

Die Auswahl der jeweils richtigen Formatumwandlung für Ihre Anforderungen hängt von vier Faktoren ab:
1. Seitenverhältnis des Wiedergabegerätes

4:316:9
Bei Wiedergabegeräten gibt es zwei verschiedene Seitenverhältnisse oder auch "Bildformate":
Während bei Bildschirmen das Seitenverhältnis anhand der äußeren Abmessungen offensichtlich ist, muss man bei DLP- oder LCD-Projektoren auf die so genannte "Panel-Größe bzw. -Format" achten. Sie finden diese Angabe in den technischen Daten meist unter "Seitenverhältnis" oder auch "Bildformat". Eine Ausnahme bilden Röhrenprojektoren: Hier ist das Seitenverhältnis technisch bedingt immer 4:3, kann aber über die so genannte Bildformatfunktion (Bildgeometrie) auf 16:9 eingestellt werden - was in der Regel auch gemacht wird.

2. Seitenverhältnis der Leinwand

4:316:921:9
Dieser Faktor ist natürlich nur für Projektoren Besitzer relevant. Es gibt drei Arten von Projektionsflächen- bzw. Leinwandformaten:

3. Formatumschaltung am DVD Player
WICHTIG: Wenn Sie einen DVD Player als Videoquelle nutzen, sollte beim Anschluss eines picture optimizer plus HD (SDI) die integrierte Formatumschaltung immer auf 16:9 stehen. Andernfalls wird as DVD Videosignal vom Player mit schwarzen Balken versehen, wenn es größer als 4:3 ist. Nur bei 16:9 liefert Ihr Player das Videosignal in der höchsten Bildauflösung an den picture optimizer plus HD (SDI).

4. Format des Videosignals

Format_des_Videosignals

Format_des_Videosignals_table

Um die richtige Formatumwandlung auswählen zu können, müssen Sie wissen in welchem Format Ihr Videosignal vorliegt. Es gibt folgende Grundformate, in denen ein Videosignal aufgezeichnet werden kann: In der Regel finden Sie "anamorphe", d.h. vertikal verzerrte, Videosignale nur auf neueren DVDs, die damit die maximal mögliche Bildzeilen-Auflösung des PAL oder NTSC Signals ausnützen. Ältere DVDs, Videos oder auch analoge und digitale TVSignale bieten meist nur ein 4:3 TV Format oder die mit schwarzen Balken begrenzten "letterbox" Versionen an. Videosignale von Kameras, Computern oder Spielkonsolen sind normalerweise immer im Format 4:3.

In welchem Format Ihre DVD oder Videokassette aufgezeichnet wurde, steht meist auf der Rückseite des Covers (z.B. unter "Bildformat"). Doch die Angaben sind manchmal verwirrend. Hier einige Beispiele wie diese Angaben aussehen können (Abweichungen möglich!):

Wenn Sie über diese vier Faktoren Bescheid wissen, können Sie nun anhand nachfolgender Tabellen sehr leicht herausfinden, welche der fünf Formatumwandlungen des picture optimizer plus HD (SDI) die Richtige für Ihre individuellen Anforderungen ist.

Bildlage und -größe einstellen
Wenn Sie ein Bild auf Ihrem Wiedergabegerät (vor allem bei Flachbildschirmen) sehen, dies aber "verschoben" oder "zu klein" ist, können Sie es über das Menü des picture optimizer plus HD (SDI) nachjustieren.

Wählen Sie die Tabelle passend zu Ihrem Wiedergabegerät aus!
Sie finden den Einstellwert für die Formatumwandlungen je nach Seitenverhältnis (Bildschirm / Leinwand) und Format des Videosignals. Die Abbildungen zeigen die damit wiedergegebenen Bildformate.

für LCD- oder Plasma-
Bildschirme
Format des Videosignals
4:3
(1,33:1)
16:9 (1,85:1)
letterbox
16:9 (1,85:1)
anamorph
21:9 (2,35:1)
letterbox
21:9 (2,35:1)
anamorph
im 4:3 Format
pass
4:3
pass
16:9 (1,85:1)
-33 V
-33v_16_9
pass
pass_21_9
-33 V
-33v_21_9
im 16:9 Format
-33 H
-33h_4_3
+ 33 V
+33v_16_9
pass
pass_16_9
+ 33 V
+33v_21_9
pass
pass_21_9
für 4:3 Projektoren
Format des Videosignals
         
mit
4:3 Leinwand
pass
4:3
pass
16:9 (1,85:1)
-33 V
-33v_16_9
pass
pass_21_9
-33 V
-33v_21_9
mit
16:9 Leinwand
-33 H&V
-33h_4_3
pass
+33v_16_9
-33 V
pass_16_9
pass
+33v_21_9
-33 V
pass_21_9
für 16:9 Projektoren
Format des Videosignals
         
mit
4:3 Leinwand
-33 H
4:3
+ 33 V
16:9 (1,85:1)
pass
-33v_16_9
+33 V
pass_21_9
pass
-33v_21_9
mit
16:9 Leinwand
-33 H
-33h_4_3
+ 33 V
+33v_16_9
pass
pass_16_9
+ 33 V
+33v_21_9
pass
pass_21_9

Unser Tipp:
Das Thema Formatumwandlung ist sehr umfangreich und leicht missverständlich. Um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, welche Einstellung wann die Richtige ist, empfehlen wir Ihnen die verschiedenen Formatumwandlungen auszuprobieren (z.B. mit einem Testbild "Kreis").

So sehen Sie, wie sich das Bild verändert und können dadurch den Umwandlungsvorgang besser nachvollziehen. Ihr Projektor oder Bildschirm kann dabei keinen Schaden nehmen.

AUDIO-DELAY

Durch die aufwendige Bearbeitung des Videosignals im picture optimizer plus HD (SDI) kommt es zwangsläufig zu einer sehr kleinen Zeitverzögerung zwischen dem Videosignal und dem (nicht bearbeiteten) Audiosignal. Diese Verzögerung können manche Vorverstärker und DVD-Player durch eine so genannte 'Audio Delay' Einstellung ausgleichen, d.h. das Audiosignal wird dort um einen bestimmten Zeitwert verzögert ausgegeben. Folgende Audio-Delay Einstellungen werden von uns empfohlen:

- PAL Signale: 60ms
- NTSC Signale: 50ms

ANSCHLUSS EINES PC

Um einen PC an den picture optimizer plus HD (SDI) anzuschließen empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:
1. PC herunterfahren
2. picture optimizer ausschalten
3. Verkabeln (z.B. mit DVI auf HDMI Kabel und auf HDMI Input 3 am picture optimizer)
4. Display anschalten
5. picture optimizer anschalten
6. Mit Fernbedienung (#) + "3" (in diesem Beispiel für Bypass HDMI 3) wählen
7. PC hochfahren, fertig

WIE SCHLIESSE ICH WAS AN DEN SCALER AN:

Verbinden bzw. trennen Sie NIEMALS über die Ein- & Ausgänge ein anderes Gerät mit dem Scaler, bevor sie nicht den Scaler  und alle anderen Geräte abgeschaltet und von der Stromversorgung getrennt haben

Analoges TV über einen externen Tuner. Im simpelsten Fall über einen Videorekorder oder einen DVD Rekorder. Von einer progressiven Verkabelung sollte man absehen, weil's der Scaler besser macht als der DVD Rekorder. DVB-S/T/C sollte über RGBS angeschlossen werden. Besitzt der Scaler keinen Scart Eingang, braucht man ein Adapterkabel von Scart auf 4x Cinch (z.b. für den iScan HD) oder 4x BNC  SDI ist die Luxuslösung für TV, kostet aber auch entsprechend.

Der DVD Player sollte - wenn nicht über SDI - über YUV interlaced (!) oder HDMI interlaced (!) angeschlossen werden. Leider machen die meisten DVD Player immer noch nur Auflösungen ab 480p via HDMI, so dass ein guter analoger YUV Ausgang als Alternative zu HDMI herhalten muss. (z.b. haben Onkyo DVD Player gute YUV Ausgänge). Bei HDMI interlaced gilt: sofern Player und Scaler mitspielen (wenige!), kommt das sehr nahe an SDI heran. Günstige SDI Player kann man ab und an auf eBay ergattern, es lohnt sich also durchaus das Thema in Betracht zu ziehen - vor allem da auch SDI Kabel viel billiger als Consumer Videokabel sind !!

HD Receiver von Pace oder Humax müssen zwangsläufig über HDMI/DVI verkabelt werden. Außerdem funktioniert die Skalierung hier nur, wenn der Scaler digital ans Display angeschlossen ist. Per VGA bleibt das Bild schwarz (bei Premiere HD).

Videospielkonsolen sollte immer auf dem bestmöglichen Weg angeschlossen werden. PS2 und XBo über YUV, Vintage Geräte über RGBS (z.b. SNES oder PS1). Die XBox360 kann entweder per VGA an den Passthrough Eingang einen Scalers angeschlossen werden oder per YUVp an den YUVp Eingang einen Scalers, sofern der Scaler HD Scaling beherrscht.

LD - sofern das noch jemand nutzt - ist die einzige Quelle, die NICHT über den besseren Anschluss angeschlossen werden sollte. Wer nicht gerade einen HDL-X9 oder X0 besitzt, der sollte den Videoausgang (FBAS), nicht den S-Video oder RGB Ausgang sofern vorhanden, nutzen. Das liegt einfach daran, dass das Material auf der LD in FBAS gespeichert ist und der Combfilter, der das Signal aufsplittet im Scaler in der Regel besser ist als der im LD Player.

ABER HAT SICH MIT 1080P NICHT ALLES ERLEDIGT

Nein, denn erstens wird uns SD Material noch über Jahre hinweg begleiten und zweites kann auch HD Material noch ordentlich aufpoliert werden. Das Potential, das in gutem PAL Material steckt ist gewaltig. Gut skaliert und mit guten Geräten zugespielt kommt es schon sehr nahe an HD heran, vor allem bei normalen Betrachtungsabständen.

Wer abertausende von DVDs zu Hause hat wird diese kaum zugunsten von BR oder HD-DVD jetzt alle auf den Müll verfrachten wollen. Die investition in einen ordentlichen Scaler liegt hier viel näher.

Bisher verfügbare 1080er Displays zeigen, dass immer noch skaliert wird und immer noch Overscan vorhanden ist - selbst bei 1080p Zuspielung. Ein guter Scaler kann auch hier Abhilfe schaffen. Außerdem wird das nächste Jahrzehnt 1080i Broadcast Standard bleiben und das was 99.9% aller TVs intern mit 1080i anstellen ist nicht der Rede wert. Die meisten TVs verarbeiten 1080i so schlecht, dass das Signal nicht besser aussieht als 1280x720, obwohl 1920x1080 die doppelte (!) Anzahl an Pixel als 720p mitbringt.Ein gutes Deinterlacing & Scaling (bzw. Nicht Scaling) bei 1080i Material kann die meisten Kinos alt aussehen lassen.

Für wen außerdem das 3:2 Pulldown "Geruckel" ein Thema ist, der wird sich ohnehin über einen VP freuen. 1080i60 rein und mit perfekt smoothen 1080p24/48 raus. sollte man nur schon bei der Displaywahl drauf achten.


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